Rätsel. ja, wos is denn des?


Wer kennt das abgebildete, dunkle Teil? 

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von Weisswurst-Blog-Zwiesel Veröffentlicht in Allgemein Verschlagwortet mit

Wissenswertes: Großer Falkenstein. Da Foiggaschdoa


Gerade einmal vier Stunden dauert es bis auf den 1.315 m hohen Gipfel des Großen Falkenstein. Geübte Wanderer mit guter Kondition schaffen es sogar noch schneller, den Tausender im Nationalpark Bayerischer Wald zu erklimmen. Zahlreiche Wanderwege und Bergsteige führen hinauf auf den Großen Falkenstein, dessen Gipfel-Plateau eine weite und freie Sicht bietet: vom Großen Arber über die Bergkette des Vorderen Bayerischen Waldes bis hin zum Osser, dem Hohen Bogen, Rachel und Lusen. Direkt zu Füßen des Falkensteins liegt der Talkessel des Zwieseler Winkels mit den Orten Zwiesel, Frauenau, Lindberg, Ludwigsthal und Bayerisch Eisenstein. Der Aufstieg zum Berggipfel ist über die Wanderlinien Heidelbeere, Eibe, Silberblatt und Esche mit Ausgangspunkten in Zwieslerwaldhaus, Kreuzstraßl und Scheuereck in etwa zwei Stunden möglich. Oben kann man sich im Schutzhaus des Bayerischen Wald-Vereins stärken und auch übernachten.

Wandertipp: Urwaldtour 
Der Weg über das Zwieslerwaldhaus führt den Wanderer durch das Urwaldgebiet Mittelsteighütte und damit direkt „back to the Roots“. Auf dem 36 ha großen Areal wächst noch der urtümliche Mischwald aus Fichten, Tannen und Buchen mit bis zu 500 Jahre alten Bäumen. Genau so, wie es früher für die Hanglagen des Bayerischen Waldes charakteristisch war, bevor seine Rodung durch Holz- und Forstwirtschaft begann.

Hier trifft der Wanderer noch auf eine weitere Sehenswürdigkeit, das Naturdenkmal „Eibe Scheuereck“: das Alter der großen Eibe schätzen Experten auf bis zu 1.000 Jahre.

Wandertipp: Höllbachgspreng
Ab Scheuereck über das Höllbachgespreng zum Großen Falkenstein und nach Zwieslerwaldhaus

Das Höllbachgespreng am Fuße des Großen Falkenstein ist eines der ältesten Naturschutzgebiete im Bayerischen Wald und seit 1997 Teil des Nationalparks.
Der Anstieg in diese urwüchsige Landschaft verlangt Kondition und Trittsicherheit, deshalb darf man die wilde Schönheit über weite Strecken für sich alleine in Ruhe und Beschaulichkeit genießen.
Starten Sie zu dieser Tagestour täglich um 08:00 Uhr, 09:00 Uhr oder 11:00 Uhr mit dem Falkensteinbus ab Bahnhof Zwiesel. In Scheuereck, schnüren Sie die Wanderstiefel und marschieren entlang der Wegemarkierung „Silberblatt“ in knapp drei Stunden entlang dem Höllbach zur Höllbachschwelle und dann auf der Markierung „Heidelbeere“ steil bergan in die felsige Region des Urwaldreliktes Höllbachgespreng und der Höllbachfälle. Etwa 650 Höhenmeter werden bei diesem Anstieg überwunden.

Bald ist der Große Falkenstein erreicht, wo man sich im Schutzhaus stärken kann. Der Rückweg führt in einer guten Stunde auf der Markierung „Eibe“ über das Felsmassiv des Kleinen Falkenstein, zu den Steinbachfällen und durch das Urwaldgebiet „Mittelsteighütte“ in den Ort Zwieslerwaldhaus. Alternativ kann der Weg über den Ruckowitzschachten auf der Markierung „grünes Dreieck“ genommen werden. Auch er führt hinunter durch das Urwaldgebiet „Mittelsteighütte“ in den Ort „Zwieslerwaldhaus“, dauert aber etwa eine halbe Stunde länger.
Direkt am Gasthaus „Zwieseler Waldhaus“ liegt die Haltestelle des Falkensteinbusses, der um 13:35 Uhr, 14:23 Uhr, 16:20 Uhr und 17:35 Uhr wieder zurück nach Zwiesel fährt.

Einkehrmöglichkeiten gibt es in den gemütlichen Wirtshäusern am Ort.

Aber:

Der Weg durch dieses Gebiet ist äußerst anstrengend und sollte nur von geübten Wanderern benutzt werden.

von Weisswurst-Blog-Zwiesel Veröffentlicht in Wissenswertes

Zeit ist Geld….


Wenn eine Konferenz auf bayrisch wäre, würde es nur halb so lang dauern! Mindestens.
Wichtige Ausdrücke in Gschäfts -Boarisch mit Übersetzung:

Ja spinn i
Ich kann gar nicht glauben, was sie mir erzählen !

Wia laft´s nachad so ?
Wie sind Sie mit der Performance zufrieden?

Ois is isi
Ihrem Wunsch folgend, können wir die Änderungen sofort einbauen

Ha?
Könnten Sie die Frage noch einmal wiederholen ?
Dieser Sachverhalt scheint mir sehr ungewöhnlich

Ja vareck
Auf diese Wendung der Dinge waren wir nicht hinreichend vorbereitet

Eha
Das ist aber eine Überraschung

Des is a Gfrett
Die Komplexität des Problems zwingt uns zu einer gründlichen Überarbeitung

Aus iss
Kaum zu glauben, dass sie in so eine Situation kommen konnten

Gäh weida
Und Sie konnten für dieses Komplizierte Problem eine Lösung finden!?

De Saubande….
Das aggressive Marketing unseres Mitbewerbers…

Den wann i dawisch
Bei unserem nächsten Meeting werde ich die Sache noch einmal ansprechen

Host eam gseng
Sein Auftreten in dieser Situation war wohl nicht ganz angemessen

A so a narrischa Kampe, a narrischa
Die vorgeschlagene Lösung scheint etwas überdimensioniert

Dann guad Nacht um sechse
Unter diesen Umständen werden wir das Projekt wohl on hold setzen müssen

Des sog ida
Diese Sache möchte ich besonders betonen

Do wennst ma ned glei obhaust
Mit dieser Sache möchte ich mich im Moment nicht befassen

Kon scho sei
Es spricht einiges dafür, dass

So iss aa wieda need
Der Sachverhalt ist komplizierter als, er sich im Moment darstellt

Schau ma moi
Detaillierte Aussagen sind im Moment nicht opportun

A bissl wos gäd oiwei
Eine Kompromisslösung ist vorstellbar

Do schiabt se heit nix mea
Die Arbeiten können heute leider nicht mehr fertig gestellt werden

Jetzt wart ma moi
Im Moment sollten keine Entscheidungen getroffen werden.

Wennst moanst
Ich akzeptiere ihre Meinung, würde aber

Schmarrn
Da bin ich anderer Meinung

Des woaß i aa ned
Darauf kann ich im Moment keine Antwort geben

Nacha back mas
Wir werden uns um ihr Problem kümmern

So a vareckts Glump
Im Moment besteht ein Qualitätsproblem

Dea ziagt ned
Der Kunde teilt in dieser Angelegenheit nicht unsere Meinung

Aba heid nimma
Es ist uns heute leider nicht mehr möglich

Heia samma hi
Wir werden nicht umhin können, für dieses Geschäftsjahr eine Gewinnwarnung
herauszugeben.

Ziefan, bläde
Der Umgang mit diesen Karrierefrauen kann einen manchmal schon die Nerven
kosten.

Sog bloß
Entspricht diese Darstellung wirklich den Tatsachen?

Mei
Fahren Sie mit ihren Ausführungen ruhig weiter fort

Oh mei
Die Entwicklung der Dinge nimmt offenbar einen unerfreulichen Verlauf

Ja mei
Das ist nun mal der Lauf der Dinge, wir sollten uns da heraus halten.

Scho aa
In diesem Punkt teilen wir ihre Ansicht voll und ganz

Nia
In diesem Punkt verfolgen wir einen etwas anderen Ansatz

Spinn i ganz
Die Sache überrascht mich aber sehr

Sammas?
Damit schließen wir die Veranstaltung. Es war eine große Freude, mit ihnen
zusammenzuarbeiten. Wir danken allen Teilnehmern für ihre wertvollen Beiträge und
die Zeit, die sie uns geopfert haben. Gegebenenfalls werden wir wieder auf sie
zukommen.

von Weisswurst-Blog-Zwiesel Veröffentlicht in Humoriges

Spruz


IMG_9002Das Wort Spruz geht etymologisch vermutlich auf „spritzen“ zurück. Es bezeichnet in manchen süddeutschen Regionen (etwa der Oberpfalz und Teilen Frankens) einen „Spritzer“ – also eine kleine Menge – von Flüssigkeit. In der Gastronomie bezeichnet das Wort speziell den Schnitt, eine Getränkemenge, die das verwendete Glas nur teilweise – meist ungefähr zur Hälfte – füllt, meist 0,25 – 0,4 l. Insbesondere Bier, das vom Fass gezapft wird, kann der Gast in manchen bayerischen Gastwirtschaften, deren Standardmaß das Griagl von 0,5 l ist, auch als (kostengünstigeren) Spruz bestellen – jedoch meist nur als letztes Getränk, nachdem er bereits mindestens ein vollständiges konsumiert hat. Angeblich gab es früher die Sitte, dass ein Kneipenwirt seine letzten Gäste des Abends mit einem kostenfreien Spruz Bier auf den Heimweg schickte (dies erzählt man sich allerdings weitaus häufiger unter Wirtshausgängern denn unter Wirten). Hervorzuheben ist, dass der Spruz bzw. Schnitt stets ein frisch eingeschenktes Getränk bezeichnet. Dies unterscheidet ihn vom weitaus unbeliebteren Noagerl bzw. Naacherla oder „Neucherl“ (von „Neige“), wie in Bayern bzw. Franken eine übriggebliebene, abgestandene Getränkemenge bezeichnet wird.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Spruz

Wissenswertes: Rund um den Maibaum


36Ein Maibaum ist ein geschmückter Baum oder Baumstamm, der in der Regel am 1. Mai aufgerichtet wird. Bei Maibäumen handelt es sich um meist große, hochstämmige, verzierte Bäume, die an zentralem Platz im Ort bei einer festlichen Veranstaltung aufgerichtet werden. Je nach Region – und sogar je nach Ort – kann die Gestaltung der Maibäume sehr unterschiedlich aussehen. Entweder wird der Maibaum jedes Jahr neu gefällt, oder es wird über mehrere Jahre derselbe Stamm verwendet, dem eine neue Krone aufgesetzt wird. In Ostfriesland zum Beispiel wird der Stamm unter Wasser gelagert und jedes Jahr zum Mai wieder hervorgeholt. Meist werden die Stämme geschält und mit bunten Girlanden, Tannengrün oder Krepp-Papier geschmückt. Andernorts sind sie ohne Verzierung oder werden im Naturzustand mit Rinde belassen. Am oberen Ende wird der Baum meistens von einem Kranz und der grünen Baumspitze gekrönt. Ein – nach bayrischen Traditionen – „richtig“ geschnürter (bemalter) Stamm hat in Bayern die Spirale von unten links nach oben rechts gedreht. Als Vorlage dienen dabei die bayerischen Rauten, die den weiß-blauen Himmel darstellen. In Franken sieht man die Bäume dagegen in weiß-rotem Streifendesign. Direkt vor dem Aufstellen wird der Baum je nach Region in einer Art Prozession durchs Dorf getragen, deren Ziel oft ein zentraler Platz und/oder eine Gaststätte ist und die meistens von Zuschauern und einer Blaskapelle begleitet wird. Dort findet dann nachmittags oder gegen Abend das eigentliche Aufstellen des Baums statt. Während der Maibaum früher meistens mit Hilfe langer Stangen, aufgestellt wurde, nimmt man heute auch Traktoren, Gabelstapler oder sogar Kräne zuhilfe, wobei eher ein Trend zur Rückkehr alter Traditionen besteht.

Maibaumstehlen

Vor allem das Stehlen des Maibaumes ist ein oft ausgeübter Brauch. In der Nacht vor dem Aufstellen wird der Maibaum meistens von jungen Männern bewacht. In Bayern muss der zukünftige Maibaum bereits gefällt sein. Ein noch fest verwurzelter Baum, von dem nur bekannt ist, dass er als Maibaum gewählt wurde, darf deshalb nicht entwendet werden. Liegt der Baum nach dem Fällen im Wald bzw. am Waldrand, darf er nicht gestohlen werden, da dies Holzdiebstahl wäre. Nach der ursprünglichen bayerischen Tradition durfte der Baum nur in der Walpurgisnacht selbst gefällt werden, damit durfte er auch nur in dieser Nacht gestohlen werden. Heutzutage werden Maibäume aber in der Regel schon Wochen vorher gefällt und können daher auch schon früher gestohlen werden. Somit bleibt bis zum 1. Mai außerdem noch genug Zeit für das Auslösen und den Rücktransport. Legt schließlich während des Klauversuches ein Dorfbewohner seine Hand auf den Baum und spricht die Worte: „Der Baum bleibt da“, dann darf der so geschützte Maibaum von den Maibaumdieben nicht mehr angerührt werden. Dies gilt auch noch im Gemeindebereich. Üblich ist das Auslösen gestohlener Bäume. Dazu begibt sich eine Abordnung der Bestohlenen zu den Dieben und handelt den Preis aus, der üblicherweise in Naturalien (Getränke und Essen) zu entrichten ist. Nach erfolgreichen Rückgabeverhandlungen wird der gestohlene Baum, oft in einer feierlichen Prozession mit Blasmusikbegleitung, von den Dieben zu seinen rechtmäßigen Eigentümern zurückgebracht. Scheitern die Verhandlungen dagegen und wird der Maibaum nicht ausgelöst, stellen ihn in Bayern die neuen „Besitzer“ als Schandmal für das Nachbardorf/den Nachbarstadtteil und als zusätzlichen Segensbringer für ihren eigenen Ort auf. Nach einigen Wochen wird die Beute dann zersägt und versteigert. Oft wird an diesem „Schandbaum“ dann eine Tafel befestigt, auf der die Maibaumdiebe ihre Enttäuschung durch Spottverse zum Ausdruck bringen. Quelle: Wikipedia

Biergartensaison 2012


Grias De und Servus beim Zwiesler Weißwuaschd Blog. Wenn die Mass Bier golden in da Sonn’ glänzt, dann is wieda Biergartenzeit und mia g’frein uns dazua auf des über 200-jährige Wiegenfest vom bayerischen Biergarten mit vui Fest’l, bayerischer Tradition und no mehr scheena Weda – damid mia vom Frühling bis in Herbst ausgiebig de boarischn Biergärten geniessen kenna. 2012 is a Fuassboi-EM Jahr und des hoassd hoffentlich lange Nächte in Bayerns Biergarten mit toller Stimmung und tolle Leit’l und a frischen Maß Bier im Anschlag…
Schickts uns eire Buitl, Videos und sonstigen Schmarre von eire Besuche im Bayerwoid und Bayerns scheenste Biergarten, daß mia des auf unsern Blog teilen kennan.

Willkommen sind natürlich auch alle jenseits des Weißwurst-Äquators – also alle die des bayerischen Dialekts nicht so mächtig sind. Auf geht’s, Ihr Saupreissn, traut euch, der Zwiesler Weißwurst Blog veröffentlicht auch eure Artikel…

Quelle: http://www.biergartler.de

von Weisswurst-Blog-Zwiesel Veröffentlicht in Allgemein

Gscheide Sprüch über´s Bier


1549490_568198606604435_748003109_nSie begegnen ihnen auf großen und kleinen Festen, öffentlichen Veranstaltungen, privaten Feiern, im Kreise ihrer Freunde und sogar auf Wein- und Bierkrügen. Wer sie kennt, steht oft im Mittelpunkt der Festgesellschaft, sorgt für ausgelassenes Lachen in der Runde und erheitert stets die Gemüter. Die Rede ist von Biersprüchen, die traditionell vor der Einnahme des Gerstensafts zum Besten gegeben werden.
Biersprüche könnten unterschiedlicher nicht sein. Sie begegnen ihnen in lyrischer Form, mit und ohne Reim, oder auch in Prosa. Manche Biersprüche wurden bereits vertont und gehören zum traditionellen Kanon geselliger Runden genauso hinzu, wie das geliebte Bier selbst. Andere werden spontan in kleiner Runde erfunden, erdichtet, mit oder ohne Melodie wiedergegeben. Inhaltlich steht vor allem eines im Vordergrund: Die Huldigung des Gerstensaftes. Und das oft in aberwitziger Weise. Das Bier wird mit verschiedensten Alltagssituationen in Zusammenhang gebracht. Alltägliche Probleme, das Ende einer Beziehung, unglückliches Verliebtsein, Heim- oder Fernweh, Sehnsucht und Verluste jeglicher Art werden in Biersprüchen oft in humorvoller thematisiert und lassen das Leben somit erträglicher erscheinen.

Wilhelm Busch
„Die erste Pflicht der Musensöhne,
ist, dass man sich ans Bier gewöhne.“


Goethe

„Bestaubt sind unsere Bücher,
der Bierkrug macht uns klüger.
Das Bier schafft uns Genuß,
die Bücher nur Verdruß.“

Sprüche und Weisheiten

Erich Kästner
„In jedem Glas Bier liegt die Erfahrung unzähliger Generationen.“

Joseph Frh. von Eichendorff
„Biertrinken und Singen
sind zwei gute Schwingen,
deren Flügelschlag die Wolken
des Wehs zerteilt.“

Paul Heyse 
„Bier ist ein sehr demokratisches Getränk. Der Minister kann sich kein anderes beschaffen als sein Kutscher.“

Ein paar alte überlieferte Bierweisheiten

Wie man’s gebraut hat, muss man’s trinken.

Was am Biertisch gesprochen, gilt nicht für Wochen.

Bier ist nicht in jedem Krug, Klugheit nicht in jedem Kopf.

Ist der Rock zerrissen, der Bauch hält gleichwohl Bier.

Trink Bier, aber sauf nicht, Disputier, aber rauf nicht!

Am Rausch ist nicht der Trunk schuld, sondern der Trinker.

Ohne Bier und Brot leidet liebe Not.

Hopfen und Malz – Gott erhalt’s!

Drei Bier sind ein Essen.

Cerevisiam bibat – man trinke Bier (Rezept der Äbtissin Hildegard v. Bingen 12. Jh.)

Brauhäuser und Bierkeller sind die vornehmsten Apotheken

Bier, mässig genossen, schadet selbst in großen Mengen nicht.
 Bös Weib und sauer Bier, behüte der Himmel dafür.
 Das Bier ist das beste, worin das wenigste Wasser ist.
 Das Wasser gibt dem Hornvieh Kraft, den Menschen stärkt der Gerstensaft.
 Der Bayern Milch heißt Bier.
 Des Bier lauft nei wie Gottes Wort in die Studente.
 Edles Bier und guter Sinn – steh in Haus und Keller drin.
 Ein reiner, frischer Gerstensaft gibt Herzensmut und Muskelkraft.
 Ein starkes Bier, ein beizender Tabak und eine Magd im Putz, das ist nun mein Geschmack.
 Ein Trunk aus Malz und Hopfen, das sind die besten Magentropfen.
 Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen.
 Froh beim Bier, das lieben wir.
 Genießt im edlen Gerstensaft des Weines Geist, des Brotes Kraft.
 Hast du Kater, nimm den Rat, trinke früh, was du trankst spat.
 Hopfen ist das Salz des Bieres.
 Hurra dem Hopfen, hurra dem Malz, sie sind des Daseins Würz und Salz.
 Ich weiß nur dies, dass drei Maß Bier a guter Trank ist.
 In vino veritas, in aqua claritas, im Hopfensaft ist auch etwas!
 Kleine Trünke erwecken den Durst, aber große Züge löschen ihn.
 Man soll das Bier nicht vor dem Kater loben.
 Morgens, mittags, abends, nachts, trink dein Bier und sonst veracht´s!
 Verdammt nicht, die am Bier sich laben, verdammt, die andere Laster haben.
 Von allem bösen Wesen macht Gerstensaft genesen!
 Was man aus Malz und Hopfen bräut, das hat noch keinen Menschen gereut!
 Wer Braunbier meidet, Weiber und Tabak, der hat auch sonst für nichts Geschmack.
 Wer trinkt ohne Durst und isst ohne Hunger, stirbt desto junger.
 Zum Lieben a Schatz´l – zum Trinken a Maß´l.
A.L.T.B.I.E.R. steht für „Acht Liter Täglich Beseitigen Intelligenz Echt Restlos“
Alkohol und Nikotin rafft die halbe Menschheit hin – aber ohne Bier und Rauch, stirbt die andre Hälfte auch.
Alle merken, wenn ich besoffen bin, aber keiner merkt, wenn ich Durst habe.
Am 8. Tag schuf Gott das Bier – und seitdem hört man nichts mehr von ihm.
Am Morgen ein Bier und der Tag gehört dir.
Anonym sind wir schon, jetzt werden wir Alkoholiker.
Arbeit ist der Untergang der trinkenden Klasse.
Auch Wasser wird zum edlen Tropfen, mischt man es mit Malz und Hopfen
Bei kaltem Wetter läuft die Nase, bei kaltem Bier passiert’s der Blase.
Beim Bier erkennt man den wahren Charakter eines Menschen.
Beim Bier gibt´s viel tapfere Leut.
Besser bierselig, als ewig selig.
Bier am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen.
Bier bringt große Worte herfür.
Bier ist das Leben, Bier ist das Licht, Ohne Bier geht man auf den Strich.
Bier ist sehr eisenhaltig, daher reden diejenigen, die davon zuviel getrunken haben, lauter Blech !
Bier ist unter den Getränken das Nützlichste, Unter den Nahrungsmitteln das Schmackhafteste, Und unter den Arzneimitteln das Angenehmste.
Bier macht nicht glücklich. Aber es beruhigt.
Bier macht schön! Oder hast du schon mal einen Mann gesehen, der sich schminkt?
Bier muß fließen, will man es genießen.
Bier ohne Hopfen – braucht keinen Pfropfen.
Bier spült die Nieren, löscht den Durst, schmeckt zu Käse und zu Wurst.
Bier, das nicht getrunken wird, hat seinen Job verfehlt.
Biertrinker sind bessere Liebhaber, Milchtrinker bessere Säuglinge !
Bist du beim Bier so bleibe dabei Die Frau schimpft um 10 genau wie um 2
Bist du voll so leg dich nieder, nach dem Schlafen saufe wieder.
Brau nun gut Bier, mein lieber Brauer, es ist gesund und wird nicht sauer.
Das beste Getränk ist jedenfalls das herrliche Gebräu aus Hopfen und Malz
Das einzige Gemüse, das ich mag, ist Bier.
Der beliebteste Barbier ist der von Sevilla, das beliebteste Barbier ist Pils.
Der größte Feind des Menschen wohl, das ist und bleibt der Alkohol.
Der Kopf tut weh, die Füße stinken, höchste Zeit ein Bier zu trinken…
Der Unterschied zwischen Bier und Viagra? Bei zuviel Bier hat man so einen sitzen, dass man nicht mehr stehen kann.
Der Vorteil an Bier ist: Es macht keine Rotweinflecken.
Der Wirt ist nicht der Beste, der mehr trinkt als die Gäste.
Die beste Medizin ist Bier.
Doch gegen Bier und Tabakdunst ist alle Weiberlist umsunst.
Doch in der Bibel steht geschrieben: „Du sollst auch Deine Feinde lieben.“
Drei Tage war mein Vater krank. Jetzt trinkt er wieder Pilsner,
Durst ist schlimmer als Heimweh.
Durst wird durch Bier erst schön!
Edles Bier du tust mir gut gibst mir Zuversicht und Mut.
Ein Amerikaner sitzt im Hofbräuhaus, trinkt sein Bier und kaut dabei am Bierdeckel. „Hats geschmeckt ?“ fragt der Ober freundlich. „Bier sehr gut, aber Kekse sehr hart“.
Ein Bier am Morgen, ist besser als den ganzen Tag kein´s getrunken.
Ein Bier ohne Schaum, ist wie ein schlechter Traum.
Ein Bierchen in Ehren kann niemand verwehren.
Ein Bierkrug mit Deckel ist die reinste Zeitverschwendung.
Ein guter Keller ist ein halber Brauer.
Ein reiner frischer Gerstensaft, gibt Herzensmut und Muskelkraft.
Ein Tag ohne Bier ist ein verlorener Tag.
Es gibt zwei Grundwahrheiten: 1. Bier schmeckt immer 2. Die Erde ist eine Kneipe.
Fängst du mittags an zu saufen, kannst du abends nicht mehr laufen.
Frau: „Du Schatz, wie spät ist es ?“ Mann: „Ja so ungefähr 8 Halbe“
Gegen Bier und Tabakdunst ist aller Weiber List umsonst !
Gerstensaft und stramme Weiber sind die schönsten Zeitvertreiber!
Gott sei Dank!
Halb besoffen ist rausgeschmissenes Geld !
Hat der Maurer kein Bier, bringt er nix herfür.
Hätt‘ Adam deutsches Bier besessen, hätt‘ er den Apfel nie gegessen!
Herrlich ist der Gerstensaft gibt mir Mut und gibt mir Kraft.
Hopfen und Malz sind des Lebens Würz und Salz.
Hopfen und Malz, Gott erhalt’s!
Ich bin nie besoffen, ich kippe immer schon vorher um.
Ich kann ohne Dich nicht heben, sagte er zum Bierkrug.
Ich versteh nicht, warum die Frauen immer so viel Geld brauchen: Saufen und rauchen tun sie nicht, und Weiber sind sie doch selber.
Im Himmel gibt’s kein Bier – drum trinken wir es hier.
Im Hotel ist ein Feuer ausgebrochen. Die Leute schreien „Wasser! Bringt Wasser !“ Plötzlich öffnet sich ein Fenster und ein Mann ruft: „Aber auf Zimmer 306 bringt ihr Bier!“
Im Suff sind alle Frauen schön.
Im Wein liegt die Wahrheit … Darum trinken wir Bier!
Intelligenz säuft, deshalb bin ich auch nie nüchtern.
Je mehr man trinkt, je mehr man dürstet.
Je schlimmer das Weib, desto schöner die Kneip.
Kaltes Bier und heiße Weiber sind die schönsten Zeitvertreiber.
Kunde: „Haben sie immer so schlechtes Bier ?“ Kellner: „Nein ! Am Dienstag haben wir Ruhetag.“
Lass mich Deinen Hals berühren, deinen Mund zu meinem führen. Ich liebe Dich, du bleibst bei mir, du heißgeliebte Flasche Bier.
Leute legt euer Geld in Alkohol an, wo sonst gibt es 40 Prozent !
Lieber besoffen sein als blöd, weil der Suff wieder vergeht.
Lieber besoffen und blank als nüchtern und krank.
Lieber Bockbier als Ziegenmilch.
Lieber Korn im Blut als Stroh im Kopf
Lieber Pils-Bier als Shakespeare.
Lieber zwei Bier, als gar keines.
Man kann nicht zuviel trinken, man kann nur zu wenig vertragen!
Mit dem Bieres Hochgenus wächst des Bauches Radius !
Mit einem guten Hopfen braut man einen guten Tropfen.
Niemals vergessen – sechs Bier sind ein Essen!
Nur der im Leben etwas gewinnt, dem öfters Bier durch die Kehle rinnt.
Nur Wasser trinkt der Vierbeiner, der Mensch, der findet Bier feiner.
Oh dass man unser Bier beschützt vor Dieben, Wanzen, Donner, Blitz, und uns beschützt mit ganzer Kraft, vor Wasser, Milch und Apfelsaft.
Optimismus ist: Aus einem Weizenkorn wird irgendwann ein Fass Bier!
Realität ist eine Illusion, die durch den Mangel an Alkohol hervorgerufen wird.
Saufet, saufet fallet nieder, stehet auf und saufet wieder!
Saufst, dann sterbst; saufst nett, sterbst auch. Also sauf!
Zwischen Leber und Milz passt immer noch ein Pils.
Sollte dich der Bierteufel necken, lass die Autoschlüssel stecken!
Sport ist Mord – nur Sprit hält fit.
Treue gibt Bier und Brot, Untreue Angst und Not.
Trink solange du trinken kannst, nutze deine Tage, ob man auch im Jenseits trinkt ist eine offene Frage.
Trinkt man zu viel, kann man kein Auto mehr fahren und labert nur noch dummes Zeug!
Und Gott erschuf das Bier, und er sah, dass es gut war!
Verdursten ist der schlimmste Tod.
Was sagt der Mann wenn seine Frau die Kellertreppe runterfällt? „Bring gleich ´n Bier mit, Erna!“
Wein auf Bier, das rat‘ ich dir, Bier auf Wein ist auch ganz fein.
Wenn ich das Geld hätte, dass ich schon versoffen habe, dann könnte ich jetzt saufen gehen!
Wenn ich Durst habe, sieht es keiner. Wenn ich besoffen bin, sehen es alle.
Wer morgens Bier braut, hat abends noch lange kein´s zum Trinken.
Wer nicht liebt Skat, Tobak und Bier, das ist der größte Narr allhier.
Wer viel Bier trinkt, stirbt. Wer kein Bier trinkt, stirbt auch ! Also, besser Bier trinken !!
Wer was vom Bier versteht, der trinkt´s und singt net lang.
Willst vom Bier du haben Spass, trink fürsichtig Maß für Maß.
Wo saufen eine Ehre ist, kann kotzen keine Schande sein!
Zwischen Leber und Milz passt immer noch ein Pils.

Biergartler.de – der beste München Blog im Netz


Biergartler.de – der beste München Blog im Netz

I möcht amoi aa boarische Seitn vorstelln, die fia jeden Bayern (und auch Ausserbayerischen) absolut sehens- und lesenswert is. Eine der wenigen echtn boarischn Seitn, die es im www. so gibt. Liebevoll gestaltet mit einer unglaublichen Infofülle. Nie boarischtümmelnd oder kitschig, sondern wirklich informativ. Da spürt man die Liebe zum Bayernlandl und seine eigenen Eigenarten. Informativ für jeden Münchenbesucher ist dieser Blog allemal. Die Biergartenkarte ist wohl einmalig und hilft dem Unkundigen anschaulich bei der Biergartensuche. Grandiose Idee, kann man da nur sagen. Kult&Brauch, bayerisch-deutsch, ein Bier ABC, eine Schmankerl Ecke und ein Tipp für´s richtige Weißbiereinschenken. Alles was des Lesers und Biergartenfreund wichtig ist, ist hier toll aufbereitet. Und selbstverständlich wird da bayerisch gred (gschrieben). Immer aktuell ist der Blog sowieso. Ob irgendwo ein Festl stattfíndet oder der Bierpreis in die Höhe geht. Der Biergartler weiß es schon.

Wissenswertes:Tag des Bieres


Unser Freund Wiggal feiert den Tag des Bieres. Standesgemäß

Ochsengalle, Pilze oder Pech in den Sud gekippt – für den besonderen Geschmack kannte die Fantasie der Bierbrauer keine Grenzen. Bis zum 23. April 1516 – dann verordneten die bayerischen Herzöge, was in den Braukessel zu kommen hat. Auch in diesem Jahr feiern wir diesen „Tag des Bieres“.

Bier gehört zu Bayern wie seine Schlösser, Seen und Berge. Bier ist der Inbegriff bayerischer Gemütlichkeit, Lebensfreude und Kultur. Um Bier dreht sich zwar nicht alles, aber sehr viel. Und besonders viel am kommenden Montag. In Bayern wird der „Tag des Deutschen Bieres“ besonders innig gefeiert. Immerhin trinkt der Bayer laut Statistik über 140 Liter seines geliebten Gerstensaftes pro Jahr. Und davon stammt der größte Anteil aus bayerischen Brauereien.

Was genau in den Bierbraukessel darf, bestimmten die bayerischen Herzöge Wilhelm IV. und Ludwig X. 1516 in Ingolstadt vor dem Landständetag. Das Reinheitsgebot ist die älteste Lebensmittelverordnung der Welt. Im Lauf der Jahrhunderte kamen noch Malz und Hefe hinzu. Das war’s dann aber auch. Bis heute kommen keine anderen Zutaten in den Braukessel. Das garantiert die Reinheit und die Qualität des Bieres. Und glaubt man einer alten Volksweisheit, erkennt man diese daran: „Trinkst du schnell und rülpst du laut, war das Bier wohl gut gebraut!“

Geschichte

Die Geschichte des Bieres reicht weit in die Geschichte der Menschheit zurück: Bier ist eines der ältesten alkoholischen Getränke. Es ist vermutlich der Menschheit bekannt, seit im Gebiet des Fruchtbaren Halbmondes Menschen begannen, vor etwa 10.000 Jahren Getreide zu sammeln und zufällig entdeckten, dass Getreidebrei, den man einige Tage stehen ließ, zu gären anfing. Etwa gleichzeitig mit vergorenem Gerstensaft entdeckte man auch die Gärung von Honig (Met) und der Gärung von Fruchtsaft (Wein).[1]

Es gibt Abbildungen biertrinkender Sumerer aus der Zeit von etwa 3000 v. Chr.. Der Codex Ḫammurapi (1700 v. Chr.) enthält die älteste überlieferte Bierschankordnung der Welt. Hier einige Auszüge aus dem Gesetz:

  • Die Wirtin, die sich ihr Bier nicht in Gerste, sondern in Silber bezahlen lässt, oder die minderwertiges Bier ausschänkt, wird ertränkt.
  • Eine Priesterin, die ein Bierhaus aufsucht oder gar ein solches eröffnet, wird verbrannt.
  • Die Wirtin, die in ihrer Gaststätte politische oder staatsgefährdende Diskussionen duldet, ohne die Gäste der Obrigkeit auszuliefern, wird getötet.
  • Bierpanscher werden in ihren Fässern ertränkt oder so lange mit Bier vollgegossen, bis sie ersticken.

Die Babylonier kannten bereits 20 Sorten Bier:

  • Acht bestanden aus Emmer mit etwas Gerste
  • Acht bestanden nur aus Gerste
  • Vier waren Mischbiere, in denen die Gerste überwog

Je mehr Emmer die Biere enthielten, desto teurer waren sie. Unter anderem gab es:

  • Dünnbier: ein wässriges Gerstenbier
  • Schwarzbier: ein preiswertes Gerstenbier, dem mitunter eine kleine Menge Emmer zugemischt wurde
  • Feines Schwarzbier: hier bestand die Maische aus 80 % geröstetem Emmerkorn und 20 % gekeimtem Emmerkorn
  • Feines Weißbier: Grundbestandteile waren Gerste und Emmer
  • Rotes Bier: bestand aus 75 % Gemisch und 25 % gekeimtem Emmerkorn, das Gemisch war Emmerbrot und geröstetes Emmerkorn, also reines Malz
  • Prima Bier: dunkles Starkbier mit gleichen Anteilen aus Emmerkorn, Emmerbrot und Emmermalz
  • Lagerbier: war vor allem für den Export nach Ägypten bestimmt und enthielt Emmer und Gerste
  • Nachbier: man schüttete Maischreste von Gerste- und Emmerbier zusammen und versetzte sie nochmals mit Wasser

Bier (henqet) war zu dieser Zeit auch in Ägypten ein Grundnahrungsmittel aller Bevölkerungsschichten, einschließlich des Königshauses. Auch die Arbeiter für den Pyramidenbau erhielten täglich zwei Krüge Bier, dazu drei bis vier Brote. Die Hieroglyphe für Nahrung war lange Zeit ein Zeichen für Brot und Bier. BeamteOffiziere und Soldaten wurden in Brot und Bier bezahlt. Den Toten wurde auch Bier mit ins Grab gegeben. Die Bierbrauerei blieb in Ägypten Staatsmonopol. Die größte und bekannteste Braustätte lag in Pelusium (Khalij at-Tinah) an der Mündung des heutigen Sueskanals. Man erhielt die Krüge Bier umsonst, erst die Ptolemäer führten eine Getränkesteuer ein, angeblich, um der Trunksucht Einhalt zu gebieten. Man siebte das Bier vor dem Verzehr oder trank es mit Hilfe eines Trinkhalms.

Die Israeliten übernahmen das Bierbrauen von den Ägyptern, sie nannten das Getränk schechar (שֵכָר). Es war zwar das alltägliche Getränk, für Feierlichkeiten verwendeten sie jedoch den Wein.

Neuzeit

Edelfan Wiggal. Feiert de Feierdog.

Im „Stadt Buch“ von 1434 im thüringischen Ort Weißensee entdeckte man die „Statuta thaberna“ (Wirtshausgesetz), in der „mannigfaltige Gesetze“ über das „Benehmen in Wirtshäusern“ und das Brauen von Bier enthalten sind. Im Artikel 12 der „Statuta thaberna“ heißt es: „Zu dem Bier brauen soll man nicht mehr nehmen als soviel Malz, als man zu den drei Gebräuen von dreizehn Maltern an ein Viertel Gerstenmalz braucht… Es sollen auch nicht in das Bier weder Harz noch keinerlei andere Ungeferck. Dazu soll man nichts anderes geben als Hopfen, Malz und Wasser (‚hophin malcz und wasser‘). Das verbietet man bei zwei Mark, und derjenige muss die Stadt für vier Wochen räumen.“

1516 wurde von den bayerischen Herzögen Wilhelm IV. und Ludwig X. eine neue Landesordnung in Ingolstadt erlassen. Darin wurden unter anderem die Inhaltsstoffe für Bier auf GersteHopfen und Wasser festgelegt und die Preise für Bier reguliert. Seit den 1920er Jahren wird die entsprechende Textpassage dieser Landesordnung von der bayrischen Brauwirtschaft auch als „bayrisches Reinheitsgebot“ bezeichnet. Ein herzoglicher Erlass von 1551 erlaubte zudem Koriander und Lorbeer als weitere Zutaten bayrischer Biere und verbot dagegen ausdrücklich die Verwendung von Bilsenkraut und Seidelbast. Die bayrische Landesverordnung von 1616 ließ zudem Salz, Wacholder und Kümmel zur Bierproduktion zu.[14]

Das erste Frachtgut auf einer deutschen Eisenbahn waren Bierfässer. Am 11. Juli 1836 erhielt die Bayerische Ludwigsbahn (eröffnet am 7. Dezember 1835) zwischen Nürnberg und Fürth von der Firma Lederer Bräu den Auftrag, zwei Fässer Bier gegen eine Vergütung von 6 Kreuzernan den Wirt „Zur Eisenbahn“ in Fürth zu senden.

Nachdem in Kellern und Kühlhäusern auch bei niedrigen Temperaturen vergoren werden konnte, setzte sich bald die untergärige Brauweise durch. Bereits 1841 wurde das untergärige Lagerbier von Anton Dreher Senior in Wien gebraut und läutete damit die Epoche der untergärigen Biersorten ein.

Als wichtiger Punkt in der Geschichte des Bierbrauens wird die „Erfindung“ der Pilsner Brauart angesehen. Sie ging aus der schon damals berühmten Bayerischen Brauart hervor, die vor allem auf nur mit niedriger Temperatur abgedarrtem Malz und auf der langsamen Gärung durch Lagerung in kalten Höhlen und tiefen Kellern beruhte. Josef Groll braute somit am 5. Oktober 1842 den ersten Sud nach Pilsner Brauart. Dieser wurde erstmals am 11. November 1842 öffentlich ausgeschenkt und eröffnete so den weltweiten Siegeszug dieser Bierspezialität, die als Original Pilsner Urquell vertrieben wird.

Im 19. Jahrhundert kam es vor allem in München immer wieder zu Unruhen und Ausschreitungen, wenn der Bierpreis geringfügig erhöht wurde. Dabei wurde regelmäßig von den Gästen in Wirtshäusern randaliert, wobei weder Tische noch Stühle heil blieben. Ein erhöhter Bierpreis wird zum Teil auch als Hintergrund der so genannten „Salvatorschlacht“ von 1888 angesehen.

Aus dem Handwerk des Bierbrauens entwickelte sich die Getränkeindustrie. Carl von Linde entwickelte und baute die Kältemaschine anfangs hauptsächlich für Brauereien. Weiterhin wird Bier seit der Erfindung des Bierfilters durch Lorenz Adalbert Enzinger im Jahre 1878 für gewöhnlich filtriert und teilweise auch pasteurisiert; dadurch und durch die moderne Abfülltechnik wurde es wesentlich länger haltbar.

So is(s)t Bayern


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In der zweiten Folge der neuen Sendereihe „Kipfenberg oder die Seele Bayerns“ ergründet Hubertus Meyer-Burckhardt die kulinarischen Unterschiede und Gemeinsamkeiten der bayerischen Stämme. Regionale Küche ist gefragt und Schmankerl sind „in“. In Bayern haben Traditionsgerichte nach wie vor ihren festen Platz: Schweinsbraten und Obatzda, Bratwürste, Kässpätzle und Auszogne, Böfflamot und Krautwickerl, Bavesen und Brezn. Hubertus Meyer-Burckhardt geht den regionalen Geschmäckern nach und erforscht, warum es Vegetarier in Bayern schwer haben.

Dem Gastgeber stehen in jeder Sendung drei Kabarettisten zur Seite. Sie verfechten so heiter wie streitlustig die Sache der Altbayern, Franken und Schwaben. Am „Tisch der Stämme“ thronen diesmal: die Altbayerin Lizzy Aumeier, der Franke Philipp Weber und der Schwabe Jockel Tschiersch. Gast des Abends ist Alfons Schuhbeck, Sterne-Koch und wahrer Kenner der bayerischen Schmankerl.