Weisse bei der Christl


Wer als „Blauer“ in München weilt, lässt sich einen Besuch im Löwenstüberl der 60ga nicht entgehen. Das Stüberl liegt genau neben dem Trainingsplatz des Münchner Kultvereins. Bei angenehmen Temperaturen kann man den Profis bei einem (oder zwei) Weizn zusehen, wie sie um den Platz gescheucht werden. Was man heute im rauhen Profigeschäft oft vergebens sucht, findet man hier. Eine, für alle, zugänglich Vereinsgaststätte. Und was gibts schöneres, als bei der Christl Weißwurst, Weizn und Brezn zu geniessen?

Sie, das ist Christa Estermann, 65, aber so nennt sie hier keiner. Die „Christl“ ist seit über 40 Jahren Löwenfan und nun schon seit 15 Jahren die Wirtin des Löwenstüberls. Der ehemalige Präsident Karl-Heinz Wildmoser persönlich fragte sie 1996, ob sie das Lokal übernehmen wolle. Sie wollte. Seitdem steht sie jeden Tag von acht Uhr in der früh bis 20 Uhr am Abend in der Wirtschaft, im Sommer geht es schon einmal bis 22 Uhr. Für ihre zwei erwachsenen Töchter bleibt da kaum Zeit. „Urlaub? – Vielleicht mal über Pfingsten, und Weihnachten haben wir zwei Tage zu.“ Das funktioniere nur mit Herzblut – und der „blauen Brille.“

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