Wissenswertes: Das Rautenmuster


Die Rautenflagge

551920_427963250572185_1211429157_nWappenbanner des kleinen Staatswappen Bayerns. Die Grundform enthält mindestens 21 Rauten in den Landesfarben weiß und blau, wobei die von den Rändern angeschnittenen Rauten mitgezählt werden. Bei langen und schmalen Flaggen kann sich die Anzahl der Rauten erhöhen. In jedem Fall ist aber die rechte obere Ecke des Flaggentuchs für eine angeschnittene weiße Raute bestimmt.[1] Dies wurde durch die Verwaltungsanordnung vom 16. Februar 1971 bestätigt.[4] In der Flaggenkunde werden die Flaggen von der Vorderseite beschrieben und dargestellt. In Bayern erfolgt die Beschreibung der Flagge nach heraldischenRegeln. Das bedeutet, die Beschreibung erfolgt vom Schildträger aus, der sich hinter dem Wappen und in diesem Fall hinter der Flagge befindet. So ist die von der Verordnung für eine angeschnittene weiße Raute vorbehaltene rechte obere Ecke für den Betrachter links.

Die weiß-blauen Rauten, auch Wecken genannt, stammen ursprünglich aus dem Wappen der Grafen von Bogen,

2Kugel-Flagge (7) Sie wurden im Jahr 1242 von denWittelsbachern übernommen, der Herrscherfamilie Bayerns vom 12. bis zum 20. Jahrhundert. Ab 1337 verwendeten die Wittelsbacher die Rautenflagge als ihr Symbol. Danach gab es verschiedene Versionen, bei denen auch andere Elemente in die Flagge eingefügt wurden, so zum Beispiel der Pfälzer Löwe in der Flagge der Herzöge von Bayern-Landshut und Bayern-München. Eine offizielle Flagge für das Land Bayern gab es nicht, nur die Herrscher führten eine Flagge. Erst später kam der Gedanke auf, die weiß-blaue Flagge auch als Symbol des Landes Bayern zu verwenden, doch waren alle Landesflaggen zunächst inoffiziell und daher nicht gesetzlich festgelegt. 1838 wurde erstmals bestimmt, dass das Blau einen hellen Ton haben musste und am 11. September 1878 bestimmte König Ludwig II. erstmals, dass die Flagge Bayerns aus zwei horizontalen Streifen, Weiß über Hellblau, bestehen solle.[5] Zwischen dem 4. April und 1. Mai 1919 bestand die Münchner Räterepublik. Sie führte eine einfache rote Flagge, doch nach ihrer Niederschlagung wurde wieder die weiß-blaue Flagge eingeführt.[5] Die Landesverfassung vom 2. Dezember 1946 bestätigte die Landesfarben Weiß und Blau und am 14. Dezember 1953 wurden die Streifenflagge und die Rautenflagge offiziell eingeführt.

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Simon Pierro…aa voruggda Hundling


Pierro, der in Waldbronn aufwuchs und heute in München lebt, entdeckte laut eigener Aussage seine Leidenschaft für die Zauberei im Alter von 15 Jahren, als er bei einem Hütchenspiel in New York City um 20 Dollar betrogen wurde und ihm daraufhin seine Schwester ein Buch über Zauber- und Kartentricks schenkte. Pierros Präsentationen enthalten moderne Elemente der Popkultur und stehen fernab zum Klischee vom „Zauberkünstler mit Frack und Zylinder“. Seine mit Regisseur Eberhard Riese entwickelteBühnenshow The American Dream – Vom Tellerwäscher zum Millionär brachte ihm eine Reihe von Auszeichnungen der Zauberkunst ein. 2002 wählte ihn der Magische Zirkel von Deutschlandzum Magier des Jahres[1]. Er wurde u.a. Deutscher Meister und Vize-Weltmeister der FISM[2]. 2004 wurde ihm in Las Vegas der Siegfried & Roy Award überreicht.

Da Sterz (Schdeaz)


Schdeaz1

500 g gekochte Erdäpfel,
ca. 150 g Mehl,
100 g Butterschmalz. Der Steaz mag es schmalzig. Nicht sparen damit. Sonst wird er zu trocken.
Salz.

Die vorzugsweise mehligen Kartoffeln kochen (am besten am Tag davor). Die kalten Kartoffeln durch die Kartoffelpresse drücken. In eine große Schüssel oder auf ein Nudelbrett geben und Mehl und Salz darüber verteilen. Mit zwei Gabeln alles gut vermengen bis ein bröseliger Teig entsteht. Schmalz im Backofen in einer Reine oder Auflaufform zergehen lassen und die Kartoffelbrösel locker einstreuen. Ca. 45-50 Minuten bei 200 Grad im Backofen unter öfterem Wenden goldbraun backen. Am besten dazu schmeckt Sauerkraut.

Alternativ kann man den Sterz (bayr. Schdeaz) auch in der Pfanne zubereitet werden. Der Sterz verlangt viel Butterschmalz und muss oft gewendet werden, bis er eine schöne Bräune hat.

Foto: http://www.kleinezeitung.at

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Unser „Weiß wuaschd is Xangl“ beim drumherum


Das größte Volksmusik Spektakel Europas lockte dieses Jahr mehr als 50.000 Besucher nach Regen in Bayern

Über 350 Ensembles aus allen Regionen Bayerns und zehn verschiedenen europäischen Ländern haben am Pfingstwochenende 2012 in Regen im Bayerischen Wald ihre Volksmusik, -lieder und -tänze zum Besten geben. Auf dem historischen Stadtplatz, an den Uferböschungen des Schwarzen Regen, im Kurpark, in den Wirtshäusern oder auf den Straßen greifen die Musikanten zu Tuba, Akkordeon, Geige und Co. Traditionell-konservativ bis ausgeflippt: Beim „drumherum“ erleben die Besucher alle Facetten von Volksmusik. Tänzer, Sänger und Musikanten erfüllen jeden Winkel der Stadt mit Leben und ziehen die Zuhörer und Zuschauer an allen Straßenecken in ihren Bann.

Ein gigantisches Musikspektakel der Extraklasse hat der Roland Pongratz da wieder auf die Beine gestellt. Wahre Lobeshymnen über Roland Pongratz ob der Organisation eilen durchs Netz. Und das völlig zurecht. Wir ziehen den Hut.

Und natürlich war unser Xangl auch vor Ort. Die Evi und die Martina waren sogar Teil einer Livesendung vom Bayerwald. Gratulation an die Macher und Beteiligten.

      

  

Neueste Erfindung aus Stuttgart


Weißwurst mit eingebautem Senf sorgt für Belustigung in Bayern

Ein Stuttgarter Fleischhauer hat Weißwürste mit eingebautem Senf erfunden. In Bayern, dem Heimatland der Weißwurst, sorgt die Idee für Belustigung.

„Das ist absolut unnötig“, sagte der Landesinnungsmeister des Fleischerverbandes Bayern, Georg Schlagbauer, am Freitag in München.

Die „Bild“-Zeitung hatte zuvor von den Cocktail-Weißwürstchen des 26 Jahre alten Stuttgarter Fleischermeisters Stefan Bless berichtet – sie haben keine Haut, dafür ein eingearbeitetes Gemisch aus Senf, Balsamico und Honig.

Stefan Bless sagt, er habe die „Stuggi“ genannte Wurst „aus einer Notsituation“ heraus erfunden: „Bei Veranstaltungen standen oft die Kunden da – mit zwei Würsten in der Hand – und ihrer lieben Not, Ketchup oder Senf drauf zu machen.“ Seine Mini-Spezialwurst passt mit einem Bissen in den Mund.

Er habe sich bei seiner Erfindung, für die er den Innovationspreis der deutschen Fleischbranche gewonnen habe, nur an die Weißwurst angelehnt.

„Ich will keinen Vergleich damit eingehen. Die Stuggi sieht anders aus, schmeckt anders und das Gaumengefühl ist anders – ähnlich wie bei einem gefüllten Bonbon.“ Außerdem sei es eine reine Schweinefleisch-Wurst, darin sei kein Kalbfleisch wie bei einer klassischen Weißwurst.

„Die Damenwelt hier fand die Haut an der Weißwurst oft nicht so prickelnd“, so Bless. Daher habe er die Wurst ohne Haut gemacht – seit Markteinführung im September 2011 sei sie der „absolute Renner“.

Sorge, dass die senfhaltigen Cocktailwürstchen das bayerische Original verdrängen könnten, hat Landesinnungsmeister Schlagbauer unterdessen keine. „Wir hatten schon alle möglichen Versionen – mit Champagner oder auch mit Trüffel, durchgesetzt hat sich aber nichts. Es kommt nichts an die Urversion heran.“

apa/dpa

Quelle: http://www.stol.it/Artikel/Panorama-im-Ueberblick/Panorama/Weisswurst-mit-eingebautem-Senf-sorgt-fuer-Belustigung-in-Bayern

Schriftsteller trägt WW-T-Shirt bei Vorlesung


Der Schriftsteller und Autor Harry Sochor, hat am letzten Freitag das neue Weißwurst T-Shirt der Öffentlichkeit während einer Vorlesung vor Fachpublikum vorgestellt. Und das in seiner unnachahmlichen Art.

  
Harry Sochor (links) trägt voller Stolz das neue T-Shirt der Weißwurst Gmoa.

Weißwurst Essen beim Wasmeier


Auch im Oberland wird gern in geselliger Runde dem Wurtgenuß gefrönt. Genauer gsagt, beim Markus Wasmeier. Ort des Geschehens ist sein weitum bekanntes Freilichtmuseum.

Seit Mai 2007 hat das Markus Wasmeier Freilichtmuseum Schliersee seine Pforten geöffnet.
Auf rund 60.000 Quadratmetern können Museumsbesucher eine unvergessliche Reise in eine authentische Vergangenheit erleben. Initiator des altbayrischen Bauernhofdorfes ist kein geringerer als die Skilegende Markus Wasmeier. Er ist nicht nur ein erfolgreicher Skifahrer – Zweifacher Olympiasieger – sondern auch ein ausgesprochener Liebhaber seiner Heimat.

„Ich möchte mit unserem Museum das kulturelle Erbe pflegen und für kommende Generationen wahren – damit die Kinder wissen, dass die Kühe nicht lila sind. Nachdem ich den Ab- und Wiederaufbau meines denkmalgeschützten Elternhauses selbst miterlebt habe, stand meine Entscheidung endgültig fest.“

Wasmeier, gelernter Maler, und sein Vater Günther, Lüftlmaler und Restaurator, verfügten schließlich über das nötige Handwerkszeug und wussten genau, was beim translozieren der historischen Gebäude zu beachten war. Nach einer langjährigen Planungs- und Bauphase konnte das Bauernhof- und Wintersportmuseum im Jahre 2007 eröffnet werden. Und Markus Wasmeiers Einsatz hat sich definitiv gelohnt: „Wer es nicht weiß, glaubt sofort, dass die stattlichen Höfe unter den steinigen Schindeldächern bereits seit 1700 auf dem Plateau oberhalb des Schliersees thronen – nicht erst seit ihrem Wiederaufbau vor ein paar Jahren. Überzeugen Sie sich selbst und besuchen Sie unser einmaliges Bauernhofmuseum am Schliersee!

http://www.wasmeier.de/veranstaltungen/develey-weisswurstfruehstueck.html

 

Wissenswertes: Pfingsten im Woid


Pfingsten – Der Kötztinger Pfingstritt

Zu Pfingsten steht Kötzting ganz im Zeichen der Pferde. Am Pfingstsamstag ist bereits der traditionelle Roßmarkt. Vornehmlich Kaltblüter und Haflinger wechseln hier ihre Besitzer. Am Sonntag stehen meist Leistungsprüfungen auf dem Programm.
Montag ist dann der Höhepunkt, wenn sich um 8 Uhr hunderte geschmückter Pferde mit ihren Reitern auf den Gelöbnisritt nach Steinbühl machen.

Der Kötztinger Pfingstritt, beinahe 600 Jahre alt, zählt zu den ältesten Brauchtumsveranstaltungen Bayerns. Er geht auf eine Legende zurück. Danach mußte im Jahre 1412 ein Geistlicher einem Sterbenden in Steinbühl die heiligen Sakramente bringen. Er hatte Angst um das Allerheiligste, denn gerade zu dieser Zeit waren die Wege sehr unsicher. Allerlei Gesindel und auch wilde Tiere trieben sich in der Gegend herum. Zwei Burschen begleiteten deshalb den Geistlichen. Sie wollten ihn vor Gefahr schützen. Der gute Ausgang war die Grundlage für das Gelöbnis, von nun an alle Jahre zu einem Dankgottesdienst nach Steinbühl zu reiten.

Bis auf den heutigen Tag zählt der Kötztinger Pfingstritt nicht zu den Touristenattraktionen. Er versteht sich als Ausdruck von Heimatverbundenheit, als friedliche Glaubensdemonstration.

Natürlich locken die prächtig geschmückten Pferde und ihre ebenfalls herausgeputzten Reiter viele Besucher an, die schon auf die Böllerschüsse warten, mit denen das Ereignis angekündigt wird. Die festliche Reiterprozession setzt sich in Bewegung und zieht zum kleinen Kirchlein von Steinbühl. Frauen sind traditionell von dieser Wallfahrt ausgeschlossen.

Die Kötztinger Pfingstritt-Ehr
An allen drei Pfingsttagen wird das Festspiel „Pfingstritt-Ehr“ aufgeführt. In anschaulichen Bildern wird dargestellt, wie der Kötztinger Pfingstritt entstand und wie sich der Gelöbnisritt durch sechs Jahrhunderte entwickelte. Man erfährt, wie er die Zeit der Säkularisation überstand, das „Tausenjährige Reich“ überdauerte und sogar nach dem 2. Weltkrieg einen Höhepunkt erlebte.

Die Kötztinger Pfingsthochzeit
Am Montag und Dienstag bewegt sich ein Burschen- und Brautzug durch die Straßen der Stadt. Die Blasmusik spielt schneidig auf, das Brautpaar der „Pfingsthochzeit“ nimmt die Huldigungen der Bürger entgegen, Blumen werden geworfen. Die Kötztinger Pfingsthochzeit ist ein interessantes gesellschaftliches Ereignis in der Bayerwald-Stadt.

Kötztinger Pfingst-Rahmenprogramm
Die vielfachen Feierlichkeiten werden durch ein großzügiges Rahmenprogramm für alle Gäste gefaßt. Da gibt es Ausstellungen, den Einzug des Festwirtes, ein Volksfest, nächtlichen Fackelzug der Burschenschaft, etc.

Quelle:http://wildes-waldgebirge.de/brauchtum.html

Pfingsten – Die Kerzenwallfahrt von Bogen

Über das kleine Dorf Holzkirchen, zwischen Passau und Vilshofen, war 1492 große Not hereingebrochen. Der Borkenkäfer vernichtete auf großen Flächen den Holzbestand, von dem die Bevölkerung lebte. Die Dorfbewohner suchten Hilfe bei der Gottesmutter auf dem Bogenberg. Sie wanderten gut 75 Kilometer zum damals schon jahrhunderte alten Marienheiligtum und gelobten, jedes Jahr dorthin zu wallfahren, wenn die Käferplage ende und sie ihre Lebensgrundlage nicht ganz verlieren. Maria hat geholfen.

Seit dieser Zeit ziehen die Holzkirchener Jahr für Jahr nach Bogen und bringen ein Wachsopfer mit: Eine 13 Meter hohe Kerze. Sie wiegt gut 50 Kilogramm. Tragen die Männer die „lange Stang“ auch während des zweitägigen Anmarsches meist auf den Schultern, ist das doch eine beachtliche Leistung. Die Orte, durch die die Wallfahrer ziehen, wissen längst, wann die Holzkirchener kommen. Sie begrüßen sie mit Glockengeläut.

Bei Vilshofen setzen die Wanderer über die Donau. Gegen Abend treffen sie in Deggendorf ein. Die Kerze kommt über Nacht in die Grabkirche, die „Kreuzleut´“, wie man die Wallfahrer achtungsvoll nennt, finden in Privatquartieren ein paar Stunden Ruhe.

Sehr früh am nächsten Morgen geht es dann donauaufwärts weiter. Gegen Mittag grüßt der Turm der Wallfahrtskirche auf dem Bogenberg bereits die Pilger. Nach etwa zwölfstündigem Marsch erreichen sie Bogen. Der ganze Ort wartet schon. Die Bewohner und ungezählte Gäste sind da, wenn die „Lange Stang“ auf dem Stadtplatz Einzug hält. Bei warmem Wetter muß sie für die letzte Etappe nochmals mit kaltem Wasser übergossen und abgekühlt werden. Dann helfen einige kräftige Männer, sie aufzurichten.

Hoch über die Häuser und Bäume schaut sie hinaus. In einem einmaligen Kraftakt wird sie nun stehend!!! den steilen Bogenberg hinaufgetragen. Getreu dem Ahnenerbe darf auf dem steilen Wallfahrtsweg zur Kirche immer nur einer Träger der schwankenden, zentnerschweren „Stang“ sein. Da müssen die Holzkirchener nochmals fest zupacken. Einer nimmt die „Stang“ etwa 50 cm über dem Boden auf, stützt sie mit ausgetrecktem Arm so weit als möglich oben ab und rennt los. Ein paar Meter, dann greifen helfende Hände ein, die schwere Last muß wieder abgesetzt werden. Der nächste packt an … Geistlichkeit, Fahnenträger, Mädchen mit einer schweren Marienstatue, Musik und viele, viele Teilnehmer folgen nun den Holzkirchenern in einer schier nicht enden wollenden Prozession auf den Berg. Gebannt richten sich aller Blicke auf die hohe, schwankende Kerze. Unter Glockengeläut erreicht sie den Friedhof, wird umgelegt und feierlich ins Kircheninnere getragen. Dort findet sie dann für zwei Jahre einen Ehrenplatz neben dem Altar. Auf der anderen Altarseite steht die Kerze vom Vorjahr, die von vor zwei Jahren wird vor Pfingsten in Stücke geteilt und als Andenken an die Pfingstwallfahrt an Pilger abgegeben.

Die Kunde sagt, daß, wenn die Kerze auf dem Weg zur Wallfahrtskirche umfällt, Krieg ins Land ziehen wird. Im letzten Jahrhundert ist das zweimal passiert, in den Jahren 1918 und 1939.

Quelle: http://wildes-waldgebirge.de/brauchtum.html

Pfingsten – Das Englmarisuchen von St. Englmar

Zu den großen Kostbarkeiten in der Schatztruhe waldlerischen Brauchtums zählt das Englmarisuchen.
Unweit von Viechtach liegt auf 850 m Seehöhe das höchste Kirchdorf des Bayerischen Waldes, Sankt Englmar. Es ist nach einem Bauern aus dem Passauer Land benannt, der im 12. Jh. als frommer Einsiedler in der Urwaldwildnis hauste. Er lebte von dem, was der Wald ihm gab, hauptsächlich von Beeren, Pilzen und Kräutern.

Viele Menschen kamen mit ihren Sorgen und Nöten zu dem Einsiedler, der oft mit Rat und Tat helfen konnte. Auch der mächtige Graf von Bogen pilgerte einmal zu ihm und holte sich beim Einsiedler Englmar Rat und Hilfe. Er war dabei so angetan von diesem Mann, daß er es fortan für seine Pflicht hielt, für das Auskommen des Einsiedlers zu sorgen.

Von Zeit zu Zeit hatte deshalb ein Knecht dem Einsiedler Lebensmittel in seine abseitige Klause zu bringen. Dem wurde der weite, beschwerliche Weg und die Schlepperei bald zuviel. Er überfiel den braven Beter und erschlug ihn. Die Leiche versteckte er unter Reisig, Schnee deckte bald alles zu. (Es gibt auch Darstellungen, in denen Englmar ob seiner Beliebtheit den Neid eines Gefährten erregte, so daß dieser ihn erschlug.)

Als die Schneemassen dem Frühling wichen und die Wege zur Klause wieder passierbar waren, fanden die Menschen die Klause verlassen. Wundersame Zeichen und lichte Gestalten führten die Pilger jedoch an eine Stelle, wo sie den Toten erblickten. Man schickte nach einem Wagen, bettete den toten Englmar darauf und führte ihn mit Zugochsen talwärts. Dort, wo die Tiere von selbst stehen blieben, beerdigten die Menschen den Einsiedler. Gläubige errichteten bald eine Kapelle. 1188 wurde der Einsiedler Englmar selig gesprochen. Heute erhebt sich anstelle der Kapelle am gleichen Fleck die Pfarrkirche von St. Englmar. Die Gebeine des Eremiten ruhen im kostbaren Reliquiar hinter dem Hochaltar.
Bis heute wahren die Waldler das Andenken an „ihren“ Seligen. Alljährlich am Pfingstmontag pflegen sie den beliebten frommen Brauch des „Englmarisuchens“. Alles ist auf den Beinen, um mitzuerleben, wie in barocker Art die im Wald versteckte Holzstatue des seligen Englmar aufgefunden und in den Ort gebracht wird. Schließlich ist er ja Dorfpatron und Gründer der Gemeinde. Stilgerecht erstehen sie alle: Der Graf von Bogen, der Abt von Windberg, Einheimische zu Fuß und auf prächtig geschmückten Pferden. Schlichtes Volk und viele Gäste finden sich zuletzt beim Hochamt in der Pfarrkirche von St. Englmar ein.

Quelle: http://wildes-waldgebirge.de/brauchtum.html

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Wissenswertes: Boarische Deandla Nama


Boarische Deandla Nama

Bairische Kurzform Vorname
Annamirl Annemarie
Annerl, Anne/i Anna
Äv, Äva(r)l, Äve Eva
Babett, Betty Babette
Bäbe Bernadette
Bärbe, Bärbl, Babs, Babse/i Barbara
Bine Sabine
Burga, Burgl, Burgi Burgunde, Notburga, Walburga
Cille, Cilli Cäcilia, Cäcilie
Done, Donal, Donerl, Dane, Dannerl Antonia
Dorle/i, Doro, Dodo, Dora Dorothea
Elies, Elly Elisabeth
Evi, Everl Eva
Fanny, Fannerl, Fane/i, Franzi Franziska
Fin(n)é/i Josephine
Franze/i, Franzl Franziska
Gerti Gertrud, Gertraud
Gina, Gine Georgine
Gitte/i Brigitte, Birgit
Greti, Gretl Margaret, Margarete
Gundel, Gunde/i Burgunde, Kunigunde
Gusta, Gusti Augusta
Hannerl, Hanne/i, Hanny Johanna, Hannelore
Hilde Hildegard, Klothilde, Mathilde
Ina Katharina, Christina, Bettina
Kate/i, Katl, Katerl, Katei Katrin
Kathe/i, Käthe, Kathl, Kathei, Kettl Katharina
Kune/i Kunigunde
Lene/i, Lenerl, Lena Magdalena, Marlene
Liese/i, Liesl, Lisbeth, Liesei Elisabeth
Lini/e Caroline
Loni/e Apollonia
Lorle, Lore/i Hannelore
Lotti Lieselotte
Magda Magdalena
Mare/i, Marei, Mirl, Mall, Moidl Maria, Marie
Miliane, Maxe, Max Maximiliane
Minni, Mini Wilhelmine
Mirl Annemarie, Rosemarie
Mitzi Maria
Nane/i, Nannerl Anna
Nessi Agnes
Otte/i, Oddil, Óttili Ottilie
Rese/i, Resl, Reserl, Rès Therese
Rose/i/a, Roserl Roswitha, Rosmarie, Rosina, Rosalie
Sawener Sabine
Schäs Scholastika
Schosche/i Georgine
Sefferl Josefine, Josephine, Josefa
Siege/i, Sig(g)i Sieglinde
Sisse/i Elisabeth
Sopherl, Sofferl Sophie, Sophia
Stase Anastasia
Steff(l), Steffe/i, Stefferl Stefanie
Suse/i, Sane, Sannerl, Sus’n Susanne
Tone, Tonal, Tonerl Antonia
Traude/i, Traudl Edeltraud, Waltraud
Usche/i, Ursch, Ursl/i Ursula
Vev(-erl/-i) Genoveva
Vick(i) Victor, Victoria
Vreni, Vrenal Verena
Vrone/i, Vronerl Veronika
Walla Waltraud
Walle, Wally Walburga
Wam Barbara
Zenz, Zenzl, Zenze/i, Zenta, Senta Creszenzia, Kreszentia
Zitta Cäcilia, Cäcilie
Lenal, Linal Lena
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