Tipp: Kleine Wanderung Kleiner Arbersee


Kurze, super Wanderung (Mooshütte – Kl.Arbersee)

Man kann sich bei einer Weggabelung entscheiden, ob man den Weg durch den Wald auf einem holprigen, wenngleich auch wunderschönen Weg geht oder entlang einer Forststraße. Wir entschieden uns für den Waldweg und waren sehr entzückt davon! Man sieht kleine Bachläufe und viele schöne, idyllische Plätzchen bayerischer Natur. Nach einem halbstündigen Fußmarsch kommt man am See an( Wie man zu gehen hat, ist immer wieder beschrieben, ebenso sind zahlreiche Wanderer unterwegs). Bei der Ankunft am See sieht man sofort wie extrem idyllisch dieser ist. Man kann ruhig behaupten, dass dieser um einiges schöner ist als der große Arbersee, welcher durch eher düstere Stimmung zu charakterisieren ist. Wir haben uns dann entschieden einen Rundweg um den See zu machen. Ich kann nicht mehr genau sagen wie lange man dafür braucht, weil ich völlig überwältigt war von der natürlichen Schönheit dieses Sees. Gerade auch für Kinder ist es toll, da es viele Möglichkeiten bietet Moos, Steine und Stöcke zu sammeln. Zudem kann man immer sehr schöne Fotos machen. Wir haben z.B. welche gemacht vor dem kleinen Wasserfall. Wenn man dann um den See herumspaziert ist findet man noch eine kleine Gastwirtschaft vor, wo übliche Getränke, Brotzeiten aber auch Mittagstisch sowie Eis, Kuchen angeboten wird. Es war sehr viel los, was wohl am Wetter lag. Man musste deshalb ein bisschen warten, was aber nicht so schlimm war. Meine Eisschokolade kostete 4€ und der Eiskaffee meines Freundes 3,50€ (3,10€ ohne Sahne). Das geht. Mitgebrachte Speisen und Getränke dürfen nicht verzehrt werden. Ein kleines Highlight (nicht für uns aber vllt für andere) ist die „Tschu Tschu Bahn“, eine kleine Bahn welche man kostenpflichtig benutzen kann um wieder nach Lohberghütte zu gelangen, von woaus man auch wandern kann. Da wir aber von Mooshütte (Navi findet dieses Ziel auch!!!) aus gegangen sind kam die Bahn nicht für uns in Frage.

Weißwurst wird angeboten!!!

Alles in allem ein sehr schöner Ausflug!Auch möglich für Leute mit eingeschränkter Mobilität bzw. mit Fußleiden!

Viel Spaß!

Hier einige Bilder vom Kleinen Arbersee

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Andreas Hastreiter – Sommerhitkönig der Herzen live beim 4. Weißwurst Stammtisch


Der neue Volksmusikstar live beim 4. Weißwurst Stammtisch am 4.8.2012 im Hotel Scharnal, Zwiesler Waldhaus. FREIER EINTRITT

Anmeldung hier: http://www.facebook.com/events/482785991735636/

Andreas Hastreiter, der junge Bursche aus den Bayrischen Wald erobert mit seinem Titel “Sommer in meinem Herzen” ein Millionen Publikum. Seit dem 13. Mai stellt er sich der Herausforderung zu “Sommerhitkönig” in der ARD-Sendung “immer wieder sonntags mit Stefan Mross.

Andreas kommt aus dem Bayrischen Wald einer kleinen Gemeinde bei Viechtach. Musik, speziell die Volksmusik liebt der 17 jährige Bursche über alles. Zu Zeit macht er eine Ausbildung als Elektroniker und seit seine Arbeitskollegen und natürlich auch der Chef erfahren haben, dass er bei “immer wieder sonntags” dabei ist unterstützen sie ihn in jeglicher Hinsicht und lassen speziell am Sonntag zwischen 10:00 und 11:30 Uhr die Telefondrähte heiß glühen.

Mit neun Jahren lernte er das Harmonika spielen und seitdem lies er sie nie wieder los. Mittlerweile ist er musikalisch schon ganz gut unterwegs. Da bleibt kaum noch Zeit für andere Hobby wie Fußball, Radfahren oder sein Engagement bei der Feuerwehr.

Um pünktlich am Samstag zu den Proben der TV-Sendung da zu sein werden die ca. 520 km bis nach Rust schon am Freitag, gleich nach der Arbeit zurück gelegt. Mutter Gisela ist immer an seiner Seite. Wenn man sonntags nach der Sendung noch den Europa Park besucht kann die Rückreise doch sehr lange dauern, wie uns Andreas schon verraten. 8 Stunden mit Stop und Go sind da keine Seltenheit. – Aber was nimmt man nicht alles in Kauf! Quelle: http://www.promigefluester.de/Blog/

Vergessener Wortschatz. Heute: Kambbe(n)


Kambbe:

Neulich ist Prinz Harry bei der Hochzeit seines Bruders William und seiner Schwägerin Kate in London durch einen üppigen Haarschopf aufgefallen – im Gegensatz zu seinem Bruder, der bereits lichtes Haar trägt (auf Bairisch: Er wird langsam plattert). „Hat sich der gute Harry überhaupt kammbed?“, wird sich so mancher Fernsehzuschauer angesichts der Mähne des Prinzen gedacht haben. Kambben ist ein bairisches Synonym für das Verb kämmen, das dazu benötigte Gerät ist der Kambbe, also der Kamm. Kambbe (das a wird hell gesprochen) lautet außerdem die Bezeichnung für heranwachsende Burschen, die man noch nicht ganz ernst nimmt. Früher drückte das Wort mehr Respekt aus: Der Kambbe (Kempe) war ein Kämpfer, oft sogar ein Held.

TIPP: 13. Internationales Bräuwagen-Geschicklichkeitsfahren in Zwiesel


Am ersten Grenzlandfestsonntag, 15. Juli 2012, gehen zum 13. Mal beim Bräuwagen-Viererzug-Wettbewerb auf dem Zwieseler Stadtplatz wieder Gespanne über einen mit Hindernissen gespickten Parcour.Dieses Geschicklichkeitsfahren der Bräuwagenfuhrleute in dieser Art und Form ist einzigartig in Deutschland.
Programm:
 Ab 10.00 Uhr Interessantes Pferdeanspannen am Grenzlandfestplatz mit Musik und Festzeltbetrieb
12.00 Uhr Abfahrt des gesamten Bräuwagenzuges über den Stadtplatz, dort Kehrtwende und zurück in die Angerstraße zur Startaufstellung und bayerisches Königinnen-Treffen am Rathausplatz
13.00 Uhr Beginn des spannenden Wettbewerbes an der Angerstraße zum Stadtplatz
12 Hindernisse sind von den 12 Gespannen zu bewältigen
ca. 14.30 Uhr Ende des Wettbewerbes
Anschließend Festzug der gesamten prächtigen Bräuwagengespanne und Eherenkutschen zum Grenzlandfestplatz
Siegerehrung im Festzelt durch Landwirtschaftsminister Helmut Brunner

Wir freuen uns sehr, Sie bei unserer besonderen und interessanten Pferdeveranstaltung begrüßen zu dürfen und wünschen Ihnen angenehme Stunden in der Waldstadt Zwiesel.
Der bekannte Autor Toni Lauerer signiert von 17.00 bis 17.30 Uhr Ihre Bücher.

Mehr Infos gibts hier: http://www.braeuwagenwettbewerb.de/index2.htm

 

Zwist um Brezn-Herz


Um die Brezn als Münchner Traditionsgebäck ist ein Streit entbrannt. Ausgerechnet eine Brezn in Herzform sorgt in der Weltstadt mit Herz für Zwist: Zwei Münchner haben für ihre herzige Brezn einen markenrechtlichen Schutz beantragt – dagegen laufen die Bäcker Sturm. Bis zur Eintragung der Marke, die mehrere Monate dauern kann, weiß nun niemand, ob die Herz-Brezn nur mit Erlaubnis der Erfinder produziert werden kann – oder wie gewöhnliche Brezn von jedem Bäcker.

Der Designer und Juwelier Peter Luger und sein Kompagnon hatten eine ganz spezielle Herz-Brezn entwickelt, nämlich aus zwei Strängen zusammengeflochten und mit einer Umdrehung verschlungen. „Die Bäcker sagen, das hat es immer schon gegeben. Aber so hat es das eben noch nicht gegeben – so formstabil und einfach“, erläutert Luger nach einem entsprechenden Bericht der „Abendzeitung“ (Dienstag, 21. August). „Meine Idee war: München ist die Weltstadt mit Herz – das lässt sich gut verkaufen, ein Herz ist immer gefällig.“

Die Bäcker lehnen den markenrechtlichen Schutz für die Herzbrezn strikt ab. „Wir haben die Auffassung, dass man eine bestimmte Form nicht schützen kann“, sagt der stellvertretende Obermeister der Bäckerinnung München, Heinrich Traublinger junior. „Die Brezn ist weit über tausend Jahre alt, und die Herz-Brezn gibt es seit Jahrhunderten. Das ist in Büchern dokumentiert.“ Verschiedene Herzformen seien unter anderem in einer Anleitung für Lehrlinge aus den 60er Jahren abgebildet. „Wenn man heute die Brezn in Herzform patentiert, ist es morgen die normale Brezn und übermorgen die Semmel.“ Die künstlerische Freiheit der Bäcker sei damit eingeschränkt. „Es geht ums Prinzip“, betont Traublinger. „Wahrscheinlich ist noch nie jemand auf die Idee gekommen, ein Gebäck in Herzform zu patentieren.“

Schon im Frühjahr ließen die Erfinder ihre Herz-Brezn bei einem Münchner Bäcker für Biergärten produzieren, im Herbst sollte sie unter anderem auch aufs Oktoberfest kommen. Als die Vertragsbeziehungen für die bereits laufende Auftragsproduktion schriftlich gefasst werden sollten, gab es plötzlich Zwist: „Der Bäcker wollte sich darauf nicht einlassen“, sagt Lugers Anwältin Stephanie Haslinger. Nun steht die Produktion; Haslinger erwägt bereits rechtliche Schritte für den Fall, dass der Bäcker die Brezn eigenmächtig produziert.

„Ich wollte niemandem was wegnehmen“, sagt Luger. „Dafür, dass das was Besonderes ist, kostet es ein paar Cent mehr, unseren Gewinnanteil. Der Bäcker hätte nichts verloren und die Kunden hätten es gerne gezahlt, weil es etwas besonders ist. Und jetzt kommt die Gier und keiner gönnt einem was…“

Quelle: http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=1354&pk=123605&p=1&fb_source=message

Wir haben nachgschaut beim Patentamt. Gfundn hamma nix. Wie die Geschichte genau ausgangen is, wissen mia ned. Aber eins weiß ich gewiss. Mei Vater hat 1958 zum Einzug in´s neue Haus beim „Begga Xual“ in Bodenmais 10 Breznherzn machen lassn. Da ham de Streithansln noch ned mal drangedacht, daß sowas gibt.

Gemma Biergärtln. Biergartenwegweiser aus Passau


Wir, das „Gemma Biergärteln” -Team – Clarissa, Hannah, Tanja, Pauline und Katalin – machen mit euch einen virtuellen Streifzug durch die Freilufttrinkstätten von Passau und erzählen euch, wo die Maß a bissl voller, der Apfelstrudel eine Spur süßer und der Erholungseffekt garantiert ist.

„Gemma Biergärtln“ – So nennt sich aa neia Blog im Netz aus der Dreiflüssestadt Passau. Des is aa Wegweiser für Biergartnfans, die den Biergartlern zeigen, wo de schönsten Platzerl in der Stadt sind. Junge Leute sind vom Biergartnvirus infiziert und zeigen das der Welt. Respekt.

Wie kommt man dazu, die schönen Fleckerl den „Biergartngnoggan“ zu zeigen?

Clarissa: „Ich lebe und studiere seit drei Jahren hier in Passau. Für mich als stolze Niederbayerin ist der Biergarten ein wichtiger Bestandteil der kulturellen Identität – nicht zuletzt, weil er verschiedene Elemente der bayerischen Kultur miteinander verbindet.“

Hannah: „Als gebürtige Mittelfränkin und Mitarbeiterin am Entlas Keller der Erlanger Bergkirchweih bin ich mit dem Biergartenkult groß geworden.“

Katalin: „Für mich als Neuankömmling in Passau ist das Projekt eine sehr gute Chance, die Stadt und andere Studierende näher kennenzulernen.“

Pauline: „Da ich aus Luxemburg komme, möchte ich endlich erfahren, was es mit dem Kult um den bayrischen Biergarten auf sich hat!“

Tanja: „In Russland, meinem Geburtsort, ist es unüblich seine Abende im Biergarten zu verbringen. Ich freue mich, diese gesellige Tradition nun in Bayern besser kennen lernen und miterleben zu dürfen!“

Wir Weißwurstfans finden diesen Wegweiser bärig. Weiter so.

Auf geht’s! Gemma Biergärteln!

Tipp: Frauenauer Glasstraßenfest


Feiern in der AU

Der Auro

Am Sonntag, den 24. Juni 2012 findet in der Ortsmitte des Glasmacherortes Frauenau ab 11:00 Uhr, das traditionelle Glasstraßenfest statt.

Rahmenveranstaltungen werden Sie wie immer bestens unterhalten und verwöhnt:

    • Glas-Vorführungen
    • Glasstraßen-Flohmarkt
    • 10. Glasstraßen-Lauf
    • Altes Handwerk
    • und Kinder-Programm
    • Dazu wurden deftige Schmankerl serviert und zünftige Unterhaltung geboten
    • Die gültige Währung bei diesem Spektakel war wie immer Der „AURO“ (Umtausch 1:2)

Datum: 24. Juni 2012
Ort: Frauenau
Adresse: Rathausplatz
94258 Frauenau
Beginn: 11:00 Uhr
Ende: -offen-

von Weisswurst-Blog-Zwiesel Veröffentlicht in Allgemein Verschlagwortet mit

Vergessener Wortschatz. Heute: „Foam“


Der Foam

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Beim Öffnen einer Bierflasche passiert es gelegentlich, dass der Inhalt druckvoll überläuft oder gar herausspritzt. Im Glas fällt der Schaum anschließend schneller zusammen als gewöhnlich. Die Brauereien benennen dieses Phänomen mit dem englischen Wort „gushing“. Der Bayerische Brauerbund führt dieses Überschäumen nicht auf einen Braufehler, sondern auf die Rohstoffe zurück.

Auch dieses Jahr ist der Gushing-Effekt schon des öfteren aufgetreten. Mälzereien und Brauereien haben so gut wie keinen Einfluss darauf. Auf die Sprache hätten sie allerdings schon Einfluss. Sie könnten den Anglizismus durchaus vermeiden, denn im Bairischen gibt es mit Blick auf die Schaumentwicklung beim Bier den altehrwürdigen Begriff Foam. Er wird noch dazu wie ein englisches Wort geschrieben und ist in England geläufig.

Wenn einem Biertrinker der Foam im Bart hängt, wird es Zeit, dass er ihn abwischt. In einem in Georg Queris „Kraftbayrisch“ (1912) abgedruckten Gedicht heißt es: „Hat der Bauer des Stück na verkafft, sauft er, dass eahm der Foam abilafft.“

Auch Gerhard Polt zitiert das Wort hin und wieder. Wenn einem Mann die Spucke (bairisch: Speiberling, Soiferling) aus dem Mund rinnt, dann foamt er. Es sind Fälle bekannt, in denen solche Männer den Beinamen Foamer erhielten (Foamer Schorsch).

Die schriftdeutsche Entsprechung zu Foam ist das Wort Feim, das aber seltener zu hören ist als das dazugehörige Adjektiv abgefeimt (abgeschäumt, gerissen, durchtrieben). Wenn auf dem Oktoberfest schlecht eingeschenkt ist und zu viel Foam im Krug ist, bezichtigt der enttäuschte Gast die Wiesnwirte manchmal der Abgefeimtheit.

Dem Foam könnte das lateinische Wort spuma (Schaum, Gischt) zugrunde liegen, das sich im Alt- und Mittelhochdeutschen zu veim, im Frühneuhochdeutschen zu faum und feim gewandelt hat. Die in Anglizismen vernarrte Brauindustrie könnte also in Bayern statt gushing den „gascherten Foam“ einführen, bairischer und englischer geht es kaum.

Quelle: http://ak-heimatgeschichte.mitterfels-online.de/joomla/index.php/schwarzes-brett/bairisch/211-kratzers-wortschatz

Wissenswertes. Bayerischer Wald


Der Bayerische Wald (auch Bayrischer WaldBayerwald oder Böhmerwald) ist ein etwa 100 km langes Mittelgebirge an der Grenze zwischen Bayern und Tschechien. Der größte Teil davon liegt im Regierungsbezirk Niederbayern sowie in Tschechien. Der Nordteil gehört zur Oberpfalz, im Osten reicht der Bayerwald bis zur Grenze Oberösterreichs. Geologisch und geomorphologisch gehört er zum Böhmerwald – dem höchsten Rumpfgebirge des Böhmischen Massivs – und wird von diesem namentlich seit etwa 1830 unterschieden, als das Gebiet nach Einverleibung der Hochstifte Regensburg und Passaudurchgehend bayerisch geworden war. Entlang der tschechischen Grenze wurde das Gebirge zu einem Nationalpark gewidmet, dessen dichter Bewuchs sich langsam zu einem bodenständigen Urwald entwickelt. Das Schutzgebiet weist mehrere Informationszentren und ein Netz von Wanderwegen auf und setzt sich jenseits der Grenze im größeren Nationalpark Böhmerwald (Šumava) fort.

Vergessener Wortschatz. Heute: „Hundsgribbe“


Hundsgrippe

Gewöhnliche und ungewöhnliche Ausdrücke aus dem Bairischen

Der Kabarettist Michael Altinger hat neulich beklagt, dass der Hundskrüppel (Hundsgribbe) ausstirbt. Tatsächlich ist dieses Schimpfwort nur noch selten zu hören. Altingers Theorie: Viele Buben trauen sich nichts mehr. Träge, computerhörig und der Natur entfremdet, können sie mit Bächen, Weihern, Heuschobern und Bäumen nichts mehr anfangen. Sie kämen nie und nimmer auf die Idee, wie Altinger es vorschlug, sich auf einen Golfplatz zu schleichen, die Löcher vollzubieseln und dann unschuldig zuzuschauen, „wie die Bonzen alle neilangen.“

Anschauungsunterricht für Hundskrüppel böten auch die alten Lausbubengeschichten von Ludwig Thoma, die aufzeigen, wie man heimlich Tinte ins Weihwasserbecken schüttet, bevor die Kirchgänger sich damit die Stirn benetzen. Auch Gerhard Polt (Foto) war ein Hundskrüppel, wie er in seinem Buch Lehrjahre eines Übeltätersnachweist. Einmal quetschte er einen Rollmops, den er in der Sonne gären ließ, unter die Bodenleiste eines Geldinstituts, das danach gravierende olfaktorische Probleme zu meistern hatte.

Griesgrämige Erwachsene und Grantler waren beliebte Zielobjekte von Hundskrüppeln. Deren Fluch „Ja du Hundskrüppel, du verreckter!“ brachte den Missetätern Ruhm und Anerkennung ein in jener Zeit, in der die Dorf- und Vorstadtkinder noch ungeahnte Freiheiten genossen. Im Gegensatz zur heutigen Jugend, die nach Frühkasernierung in Krippen und Kindergärten unter staatlicher Aufsicht auf das schnelle Abitur hindämmert, aber keine Ahnung vom Baumkraxeln, Sauschlachten und Fröschefangen hat.

Im Übrigen ist das Präfix hunds- zur pejorativen Verstärkung im Bairischen gang und gäbe: Hundsbub, Hundswetter, hundsmiserabel, hundsgemein… Das im Germanischen wurzelnde Wort Krüppel ist hier im Sinne von Spitzbub zu verstehen.

Quelle: http://ak-heimatgeschichte.mitterfels-online.de/joomla/