Vergessener Wortschatz. Heute: Kambbe(n)


Kambbe:

Neulich ist Prinz Harry bei der Hochzeit seines Bruders William und seiner Schwägerin Kate in London durch einen üppigen Haarschopf aufgefallen – im Gegensatz zu seinem Bruder, der bereits lichtes Haar trägt (auf Bairisch: Er wird langsam plattert). „Hat sich der gute Harry überhaupt kammbed?“, wird sich so mancher Fernsehzuschauer angesichts der Mähne des Prinzen gedacht haben. Kambben ist ein bairisches Synonym für das Verb kämmen, das dazu benötigte Gerät ist der Kambbe, also der Kamm. Kambbe (das a wird hell gesprochen) lautet außerdem die Bezeichnung für heranwachsende Burschen, die man noch nicht ganz ernst nimmt. Früher drückte das Wort mehr Respekt aus: Der Kambbe (Kempe) war ein Kämpfer, oft sogar ein Held.

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