Geburtstag der Weißwurst – 156 Jahre


Es gibt Geschichten, die sind so gut, daß man sie erfinden müsste, sofern es sie nicht schon geben würde. „Nix gwiss woas ma ned“, aber die Legende um den Münchner Wirt Sepp Moser, welcher am Faschingssonntag (22.2.1857) in der Früh im Wirtshaus „Zum Ewigen Licht“ gegenüber vom Münchner Rathaus per Zufall die Weißwurst erfunden haben soll, ist sicher eine dieser schönen Geschichten.

Der Name des Wirtshauses führt daher, weil es in dieser „Boazn“ dermaßen finster war, dass ständig das Licht brennen musste. Ohne Licht konnte man glatt meinen, man sei in der Hölle. Und so düster wie die Wirtsstube ist auch die Geschichte von der „Erfindung“ der Weißwurst. Aber diese Geschichte ist ja (fast) jedem bekannt. Gäbe es diese Geschichte um die Weißwurst nicht, man müsste sie glatt erfinden. Ob diese Geschichte nun der Wahrheit entspricht oder nicht. Schön ist sie auf alle Fälle.

Und zur Feier des Tages gehts am Vormittag in´s Wirtshaus. Auf Weißwüaschd, Senf, Brezn und ein gepflegtes Weizen.

Hoch soll sie leben……………….

Geburtstag

Weißwurst Blues

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Gesucht: Bayerns erste Weißwurstkönigin – Krönung im Herbst in Bodenmais


Die Weißwurst kriegt endlich ihre Königin: Am 6. Oktober wird sie in Bodenmais gekürt – die Idee kommt aus Zwiesel
Moser Sepp hieß der gute Mann, der am 22. Februar 1857 – es war der Faschingssonntag – in München erstmals Weißwürste kredenzte. 156 Jahre ist also dieses Aushängeschild der bayerischen Ernährung alt – aber im Gegensatz zu Bier, Wein oder Hopfen hat die Weißwurst immer noch keine eigene Königin. Das wird sich 2013 ändern. Und weil die Münchner es bis heute nicht hingekriegt haben, wird die erste Bayerische Weißwurstkönigin am 6. Oktober in Bodenmais gekrönt.

logoDie rührigen Hobby-Kabarettisten „Rosl und Bertl“ aus Zwiesel hatten die Idee dazu: Vor Monaten haben sich Roswitha Nötzel-Seemann und Albert Fritz über das Thema unterhalten „und wir haben gleich im Internet recherchiert – und nichts gefunden. Da haben wir uns gesagt: Wenn es noch keine Weißwurstkönigin gibt, dann stellen wir das auf die Beine“, erzählt Fritz. Offene Ohren fanden sie schnell: Beim Bürgermeister in Zwiesel und bei allen, mit denen sie gesprochen haben.

Doch so recht, wollte sich die Idee nicht weiter entwickeln. „Als Privatleute haben wir schnell festgestellt, dass wir so eine Aktion nicht stemmen können“, sagt Albert Fritz. Doch wirkliche Unterstützung fanden sie in Zwiesel nicht: „Irgendwie hat den Leuten die Begeisterung gefehlt“, sagt Fritz – und so blieb letztlich nur Bürgermeister Franz Xaver Steininger, der zwar alles dransetzen wollte, die Königin in Zwiesel zu küren – doch die Idee fiel in der Stadt auf keinen fruchtbaren Boden. „Es war eher so, dass wir hinter dem Rücken belächelt wurden“, so Albert Fritz.

Also haben er und seine Lebensgefährtin das Heil in Bodenmais gesucht – beim dortigen Tourismus-Chef Andreas Lambeck. „Der war Feuer und Flamme“, sagt Albert Fritz. Gemeinsam mit der BTM, mit Innungsmeister Stefan Einsle aus Bodenmais und mit den Ideengebern selbst wurden mittlerweile Nägel mit Köpfen gemacht.

Die Mission „Weißwurstkönigin“ hat also Fahrt aufgenommen. „Für Bodenmais ist das eine hochinteressante Sache, weil wir damit wieder bundesweite Resonanz finden werden“, ist Andreas Lambeck überzeugt – er vergleicht den Werbewert für den Ort mit der Misswahl 50+ vom vergangenen Dezember. „Deshalb haben wir uns die Rechte an der Krönungsfeier für die nächsten drei Jahre gesichert“, legt Lambeck nach.

Wichtig war ihm vor allem: Es sollte sich um keinen regionalen Klamauk handeln, sondern offiziellen Charakter bekommen. Deshalb ist die Königinnen-Kür mit der Innung in München abgesprochen, deshalb wird der Titel auch bayernweit vergeben. „Unser Ziel ist es, die Weißwurstkönigin vom Bayerischen Wald aus für ganz Bayern zu etablieren“, macht Lambeck deutlich.

Die ideale Veranstaltungsplattform gibt es ohnehin schon: Bisher wurde im Oktober der Bauernherbst veranstaltet. Nun rückt an diesem Tag – es ist der Sonntag, 6. Oktober – die Weißwurstkönigin in den Mittelpunkt. Und ein Logo gibt es auch schon. Es kann also los gehen, das große Fest am Marktplatz kann steigen. Bodenmais wird dann zum Mittelpunkt der weiß-blauen Weißwurstwelt.

Lothar Wandtner: Bayerwald Wochenblatt

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Herzlichen Dank


Orden1 (2)Ein bissl stolz hat uns das schon gemacht. Die Facebookseite „Bayern“ uns eine große Freude bereitet, und uns einen Orden verliehen. Da haben wir wirklich nicht schlecht gestaunt. Den Machern der Seite sei gesagt:“ Mia lassn ned aus und werden uns weiter anstrengen. Und irgendwann wird es etwas ganz Großes geben im Bayernland.“

Orden

Bayerischer Radiosender verbreitet Falschmeldung


Ein großer bayerischer Sender, der mit der Antenne vorn dran,  verbreitete heute eine Falschmeldung, die so eigentlich nicht passieren dürfte. Es wurde der Geburtagstag der Weißwurst verkündet. Das ist schon mehr, als nur ein Fauxpas.Für derart uninformiert hätten wir diesen Sender, der sich gerne bayerisch gibt, echt nicht gehalten. Die Weißwurst hat am 22.2. Geburtstag. Ausserdem war der 22.2.1857 nicht der Rosenmontag sondern der Faschingssonntag. Basta.

Geburtstag

Literarisches Denkmal


Die Weißwurst. Wie sie leibt und lebt. Philosophisches, aufgetischt von Josef Blaumeister und dem Senf von Hannes Burger. 

BuchJosef Blaumeiser und Hannes Burger dürfen nach ihren gründlichen Forschungsarbeiten mit Messer und Gabel ohne Frage zu den „erst-besten“ Autoren der Welt für dieses hautnahe Thema gezählt werden. Mit großer historischer Phantasie, künstlerischer Fleischeslust und psychologischem Einfühlungsvermögen haben sie sich in das innerste Wesen der Münchner Weißwurst vorgetastet. – Johann Anton Burger, genannt Hannes Burger (* 18. Juni 1937 in München-Schwabing) ist ein deutscher Journalist und Schriftsteller. Leben und Wirken: Nach dem Abitur am Kurfürst-Maximilian-Gymnasium in Burghausen studierte Burger Philosophie, Geschichte und Zeitungswissenschaft in Passau und München. Als Redakteur begann er 1961 zunächst bei der Münchner Katholischen Kirchenzeitung. Ab 1968 arbeitete er für die Süddeutsche Zeitung, 1979 bis 1986 war er deren Korrespondent in Wien und auch Prag. Ab 1986 arbeitete er als freier Journalist und Kolumnist, seit 1990 als Bayernkorrespondent der Zeitung Die Welt.

Hannes Burger

Hannes Burger

Von 1982 bis 2003 verfasste Hannes Burger für Walter Sedlmayr, Max Grießer und Erich Hallhuber die Salvatorreden beim Politiker-Derblecken am Nockherberg. 1984 schuf er für die Fernsehglosse Nix für ungut die Figur des Fernsehpförtners Alois Baierl. Mit dem Roman Feichtenreut – Roman eines Dorfes debütierte er 1971 als Schriftsteller. Es folgten mehr als zwanzig Bücher zu Themen wie Geschichte, Ökologie und Satire sowie Bavarica. Neben mehreren Journalisten-Preisen erhielt Hannes Burger auch den Ernst-Hoferichter-Preis, die Ludwig-Thoma-Medaille für Zivilcourage in der Öffentlichkeit der Stadt München, das Bundesverdienstkreuz und den Bayerischen Verdienstorden. Er ist Mitglied der Münchner Turmschreiber. Aus wikipedia-orgHannes_Burger

Weißwurst Kranzerl: Fasching für Zwiesel. Schee wars.


IMG_3373Zwiesel. „Faschingsbelustigung wie anno dazumal“ − unter diesem Motto trafen sich am Samstag Faschingsbegeisterte im Pfefferbräustüberl. Sogar aus Dingolfing und dem Allgäu waren Besucher auszumachen, die unbedingt bei dieser Premiere, organisiert vom Zwieseler Weißwurst Blog, dabei sein wollten.

 Alleinunterhalter Markus spielte von Beginn an schmissig auf und so dauerte es nicht lange, bis sich die Maschkera zum Tanz bitten ließen. Apropos Maschkera: Katzen, Weißwürste mit Weißwurstkönigin oder Damen aus dem Rotlichtmilieu gaben ein buntes Narrenbild ab.

Erster Höhepunkt des Abends waren die genialen Illusionen von Zauberer Waltini, die bei vielen Zuschauern ungläubiges Kopfschütteln hervorriefen. Auch Bürgermeister Franz Xaver Steininger, der nach einem langen Bürotag dem Kranzerlvolk seine Aufwartung machte, war erstaunt ob der Geschwindigkeit des Magier-Meisters. „Zaubern sollte man können, das wär’s“, meinte das Stadtoberhaupt dann auch augenzwinkernd.

Enorm gesteigert hatte sich auch das Dampfbierquartett, welches an diesem Abend zum Quintett mutierte und für Beifallsstürme sorgte.

Nach so viel musikalischer Bewegung meldete sich dann der Hunger und es wurde fleißig „gedonisld“, was ja zu einem Fasching „wie er früher einmal war“ einfach dazugehört. Kesselfrische Weißwürste, extra frisch hergestellt, wurden unter großem Hallo aufgetragen und mit Genuss vertilgt.

In der Mitternachtsshow gab sich „Bayerwald Frankie“ Rudi Eichinger die Ehre und sorgte für absolutes Gänsehautfeeling mit Hits von Frank Sinatra, Engelbert oder Bing Crosby. Da flogen dem Star die Frauenherzen gleich reihenweise zu − was er sichtlich genoss. Danach übernahm das Dampfbierquartett das Zepter und spielte sich in einen wahren Rausch. Und so ging irgendwann in den frühen Morgenstunden ein unvergessliches Weißwurstkranzerl seinem Ende entgegen. Fazit: „Schee wars, des moch ma wieder!“

Quelle: http://www.pnp.de/region_und_lokal/paid_content/landkreis_regen/zwiesel/649080_Weisswurst-Fasching-war-eine-echte-Gaudi.html

Und hier alle Bilder zum Kranzerl (zum Vergrößern Bilder anklicken)