Weißwurst in Afghanistan


Heute hat uns ein Bild aus Afghanistan erreicht. Der Sohn von Erika Neumann hat Post von der Mutter erhalten und war, wie auch seine Kameraden, waren von dem „Freßpaket“ aus der Heimat höchsterfreut und haben die Weißwürste, neben Wiener Würstchen, bei der nächsten Gelegenheit gleich mal warmgemacht. Natürlich gabs auch den Händlmaier Senf dazu. Brezenmässig ist die Mutter auf Huober Brezln (Notfallbrezn) umgestiegen. Über die dazugehörige Flüssigkeitsaufnahme wurde uns nicht berichtet. Die Weißwürste waren übrigens nur 3 Tage unterwegs und alles ist heil angekommen. Auf „Befehl“ der Mutter wurde diese Feldmahlzeit im Bild festgehalten. Und dafür bedanken wir uns recht herzlich und schicken hiermit herzliche Grüße zu den Einsatzsoldaten in Afghanistan. Bleibts gesund. Wir denken an Euch und freuen uns riesig über Euere Rückkehr.

Afghanistan

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Echt unverfälscht. Der Fälscher in Bodenmais


316045_182046108535733_6204982_nLangsam gehts zum Finale der Wahl und Krönung der 1. Bayerischen Weißwurst Königin in Bodenmais. Ab dem 6.Oktober gibt es erstmals eine Regentin für die wohl berühmteste bayerische Mahlzeit. 156 Jahre hat es gedauert, bis der Königin im Wurstrevier gebührend eine Königin geschenkt wird. Kein geringerer als der Fälscher alias Woife Berger wird durch diese royale Veranstaltung führen und für super Unterhaltung sorgen. Woife Berger im Portrait:

Wolfgang „Woife“ Berger (Der FÄLSCHER) erblickte am 13.Februar 1971 das Licht der Welt und ist in der Nähe von Kirchberg/Inn aufgewachsen. In Simbach/Inn besuchte er die Grund- und Hauptschule. Beruflich machte er die Ausbildung zum Stahlbetonbauer.
Im Jahre des Herrn 1991 verweigerte er den Wehrdienst und war einer der ersten „Zivi’s“ in seiner niederbayerischen Heimat. Dabei entdeckte er die soziale Ader in sich und entschied sich kurzerhand die Ausbildung zum Krankenpfleger zu machen.

Seit 2001 ist Wolfgang Berger mit seiner Ehefrau Roswitha verheiratet und hat 2 Kinder (Mario und Julia), mit denen er in Wittibreut im schönen Rottal lebt.

Schon in der Landjugendzeit hat sich sein schauspielerisches und kabarettistisches Talent entwickelt. Seitdem ist die Bühne seine große Leidenschaft, auf der er seit 1991 zu sehen ist. 1993 gründet er zusammen mit Anton Brunner „Die Fälscher“. Mittlerweile hat er tausende Auftritte absolviert. Persönliche Höhepunkt waren, als er im Vorprogramm von Gerhard Polt und Josef Hader spielte und der Auftritt bei Otti`s Schlachthof. Wobei der Fälscher sagt, „Jeder Auftritt vor Publikum ist ein Höhepunkt“. In der Zeit als Fälscher veröffentlicht Woife bisher 7 CD`s, eine Benefiz- CD und 4 verschiedene DVD-Produktionen.

Kabarettistischer Werdegang als Der FÄLSCHER:

1991 … gründet Wolfgang Berger zusammen mit anderen Landjugend’lern die Rottaler Kabarettgruppe s’Ohrlabbal. An insgesamt 6 Programmen ist er maßgeblich beteiligt:
1991
1992
1993
1994
1996
1997
Leben auf dem Land – man gönnt sich ja sonst nichts
Hirnbatzl oder der Zensurparcours
Beichtgeheimnisse
Total Egal
Ganz oben
Stosszeit
2000 steigt Wolfgang Berger bei s’Ohrlabbal aus.
1993 … wird aus der spaßigen Musikmacherei zusammen mit Anton Brunner plötzlich bühnenreifer Ernst, weil die Idee reifte, mehr Leute am Rumblödeln teilhaben zu lassen. Und so folgten bald die ersten öffentlichen Auftritte des Liedermacher-Duos „Die Fälscher“ beim KLJB-Pfingsttreffen und beim Festival „ROTT’s-frech“. Mit ihm entstanden die ersten 4 Programme:
1994 Bis zum bitteren Ende (1.Programm)
1996 I bi wiari bi (2.Programm)
1998 gestern wird morgen (3.Programm)
2000 Fast die nackte Wahrheit (4.Programm) 2002 steigt Anton Brunner aus, Peter Kummerer übernimmt seinen Part
2003 Jubiläumskonzerte Das Beste aus 10 Jahren (5.Programm) anschließend stieg Peter Kummerer aus
2004 dahoam is dahoam ( 6. Programm aber das erste Soloprogramm als Der FÄLSCHER)
 

2004

 

Auftritt im Vorprogramm von Gerhard Polt bei Kabarett am Windrad in Bildsberg

 

2007

 

Die Besten Lieder und Geschichten seit 1993 (7.Programm)

 

2007

 

1.Preis beim 1.Talentwettbewerb des Münchner Kleinkunst-Theaters Heppel & Ettlich

 

2008

Weibergschicht’n (8.Programm)
Sept. 2008 Gründung der SWING- Formation „That`s Life“ wo Berger Wolfgang als Sänger brilliert
Dez. 2008 TV- Debüt im Bayerischen Rundfunk bei Otti`s Schlachthof
Apr. 2009 Hauptrolle in der bayerischen Komödie „Die Mitgift“ – ein Film von Erik Grun
Mai 2009 Nebenrolle in der bayerischen Komödie „Seppi & Hias“ – ein Film von Emre Koca
Juli 2009 Vorprogramm von Josef Hader
2009 Kinderprogramm „Kobold Freddy“ (9.Programm)
2009 Satirische Reden bzw. Rückblicke und mehrere Moderationen
2009 Hauptrolle in der bayerischen Komödie „boarisch pilgern“ – ein Film von Erik Grun
2010 Premiere „Dachbodenfunde“ (10.Programm) ein Kabarett- Theaterstück
2009 Weihnachtsprogramm- „G`schenke kaufa“ (11.Programm)
2009 2. & 5. Platz bei der Aktion „die lustigsten Telefonwarteschleifen Bayerns vom Radiosender B3.
2009 Die vom Fälscher erstellten Radiospots laufen regelmäßig im Sender „unser Radio“ in Passau und „Inn Salzach Welle“ in Burgkirchen für verschiedene Firmen
2010 Hauptrolle in der bayerischen Komödie „Boarisch Heiradn“ – ein Film von Erik Grun
2010

 

2011

2012

2012

2012

2013

Premiere mit dem Schulprojekt „Werte ? – was ist das ??“ -ein Anti- Mobbing Stück für Jugendliche.

Hauptrolle in der bayerischen Kriminalkomödie „Boarisch Verbrechen“ – ein Grun- Film

Hauptrolle in der bayerischen Komödie „Boarisch Erpressen“ – ein Grun- Film

Premiere „Ois Original“ ( 11. Programm ) ein Kabarettprogramm

Für ein halbes Jahr eine wöchentliche, boarische Kolumne im Rottaler Wochenblatt

Woife gründet zusammen mit Florian Krenner das Musikduo „Bigger Bang“

Premiere des 12. Programm „i & de Andern“ – ( ein Jubiläumsprogramm zum 20- jährigen Fälscherdasein- ein Typenkabarett mit vielen Bühnenfiguren die Woife erschaffen hat )

Musikalisches Eingangsmenü


Wenn es am 6.10.2013 ab 14 Uhr in Bodenmais heißt: „Wahl und Krönung der 1.Bayerischen Weißwurst Königin“, wird im Vorfeld ab 11:30 Uhr musikalisch die Wartezeit verkürzt. Bayerwaldradio serviert die Vorspeise. Und zwar in Form vom Jugendfinkenpreisträger Andreas Schmid, den „Hi und do Musikanten“, den „Über d´Grenz Musikanten“ sowie dem singenden Metzgermeister Karl Schneider aus der Oberpfalz. Bevor es dann zum Hauptgang, der Wahl und Krönung kommt, gibts ganz schön was auf die Ohren.

Briefpapier

Moderne trifft Tradition – Ungewöhnliches aus München


IMG_8666Überrascht waren wir schon, als wir eine Einladung erhalten haben, um eine Neuheit aus München zu testen und unsere Meinung dazu abzugeben. Vorgestellt werden sollte eine sogenannte „Weißwurst to go“, frei nach Günter Grünwald. Aber nicht wie im Sketch des Ingolstädter Kabarettisten eine Weißwurst im Fläschchen mit Strohhalm, sondern ein Produkt, welches bisher so noch nicht auf dem Markt war. Der BavariaDog. Die ca. 15 Testesser waren allesamt gespannt, was uns nun erwartet. Frau Michela Müller, Miterfinderin, klärte uns erst einmal auf:

Der BavariaDog besteht aus einer eigens angefertigten Münchner Weißwurst ohne Wurstpelle, die in einer Laugenstange mit einer speziellen BavariaDogs-Soße und Laugen-Croûtons serviert wird. Wir wollten kein neues Gericht kreieren, sondern lediglich ein gutes bayerisches Essen, dem schnelllebigen Alltag der heutigen Zeit anpassen. Die Wurst wurde nur in der Form verändert und sie hat keine Wurstpelle.“

Und hier unser Urteil:

Eine Weißwurst ohne Darm. Gewöhnungsbedürftig. Aber geschmacklich hervorragend. Der Hersteller dieser Wurst ist kein Geringerer als die Metzgerei Bauch aus München. Ein ausgewiesener Fachmann und bekannt für seine guten Weißwürste

Eine Laugenstange, die eine hohe Qualität aufweist. Ein fluffiger Teig mit einer krustigen Oberfläche und gutem Laugengeschmack. Hergestellt nicht im Großbetrieb sondern von einem Bäcker in echtem Handwerk.

Der Senf. Angenehm duftender süßer Senf mit grober Optik. Der Senf ist so wie er sein sollte und übertüncht nicht den Geschmack der Wurst. Gute Konsistenz.

Die spezielle BavariaDogs-Soße und die Laugen-Croûtons geben ein knackiges Gefühl, welches aber gewöhnungsbedürftig ist.

Verzehr: Für Weißwurstesser ein neuartiges Essgefühl. Weißwurst, Laugenstangerl und Senf in der Serviette und aus der Hand in den Mund.

Gesamturteil: Geschmacklich gibt es nichts zu meckern. Esstechnisch absolutes Neuland.

IMG_8667Tom Kischnick, Miterfinder: „Der BavariaDog soll in keinster Weise zur Konkurrenz zum traditionellen Weißwurstessen stehen, sondern soll den Weißwurstanhänger eine Alternative sein. Z.B. in Stadien, auf Messen oder Volksfesten. Leberkäs- oder Würstlsemmel in lappigen Semmeln kennt jeder schon seit ewigen Zeiten. Und wir wollen nun etwas Neues anbieten. In guter Qualität und geschmacklich unverfälscht.“

Zum Schluß: Für ein Weißwurstessen traditioneller Art gibt es keine Alternative. Die neue Erfindung aus München ist aber mit Sicherheit eine gelungene Alternative zu anderen Handbrotzeiten, die landauf landab so angeboten werden und die allseits bekannt sind. Ein bayerischer Name würde dem Produkt sicherlich besser stehen. Die „veramerikanisierung“ hat die Weißwurst nicht verdient.

Wir wünschen den Erfindern viel Erfolg mit diesem neuen Produkt

HINWEIS: Beim „Tag der offenen Tore“ im Grünwalder Stadion werden am Samstag, den 14. September ab 10:30 Uhr die BavariaDogs erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Erhältlich sind sie am Eingang Süd/Tor 2.

Weißwurst hält Einzug in den „Knigge“ – Leider ein Fehltritt


Evi Hasenkopf, Zwiesel

Evi Hasenkopf, Zwiesel

„Knigge“, ein Ratgeber für das gute Benehmen in alltäglichen Situationen, geschrieben von Adolph Franz Friedrich Ludwig Freiherr von Knigge aus Bredenbeck bei Hannover, dem Spross einer alten, aber verarmten Adelsfamilie. Der junge Knigge wuchs ohne Eltern auf, wurde Schriftsteller, gab das Adelsprädikat auf und starb im Alter von 44 Jahren. Sein bekanntestes Werk erschien 1788 unter dem Titel „Über den Umgang mit Menschen“.

Und so liest sich das im neuen „Knigge“:

Wenn sie dann eine bayerische Weißwurst bestellen, sollten sie so vorgehen: Die „Wurst wird an einem Ende in die Hand genommen und mit dem anderen Ende in den süßen Weißwurstsenf, der immer dazu serviert wird, eingetunkt. Dieses Ende steckt man in den Mund und drückt den Wurstinhalt mit Zähnen und Lippen aus der Pelle. So verfährt man, bis nur noch die Haut übrig bleibt.“

Quelle: Die Welt

Der „Knigge“ macht also alleine das „zuzln“ zur richtigen Verzehrart, was aber auf keinen Fall richtig ist. Es gibt KEINE Vorschrift zum richtigen Verzehr der Weißwurst. Und so soll es auch bleiben.