Weißwurst hält Einzug in den „Knigge“ – Leider ein Fehltritt


Evi Hasenkopf, Zwiesel

Evi Hasenkopf, Zwiesel

„Knigge“, ein Ratgeber für das gute Benehmen in alltäglichen Situationen, geschrieben von Adolph Franz Friedrich Ludwig Freiherr von Knigge aus Bredenbeck bei Hannover, dem Spross einer alten, aber verarmten Adelsfamilie. Der junge Knigge wuchs ohne Eltern auf, wurde Schriftsteller, gab das Adelsprädikat auf und starb im Alter von 44 Jahren. Sein bekanntestes Werk erschien 1788 unter dem Titel „Über den Umgang mit Menschen“.

Und so liest sich das im neuen „Knigge“:

Wenn sie dann eine bayerische Weißwurst bestellen, sollten sie so vorgehen: Die „Wurst wird an einem Ende in die Hand genommen und mit dem anderen Ende in den süßen Weißwurstsenf, der immer dazu serviert wird, eingetunkt. Dieses Ende steckt man in den Mund und drückt den Wurstinhalt mit Zähnen und Lippen aus der Pelle. So verfährt man, bis nur noch die Haut übrig bleibt.“

Quelle: Die Welt

Der „Knigge“ macht also alleine das „zuzln“ zur richtigen Verzehrart, was aber auf keinen Fall richtig ist. Es gibt KEINE Vorschrift zum richtigen Verzehr der Weißwurst. Und so soll es auch bleiben.

 

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