Alfons sagt „Danke“


Ein Dank vom Münchner Platzl hat uns dieser Tage erreicht. Alfons Schuhbeck bedankt sich via Facebook für die Empfehlung des „Orlando“ im Weißwurst Blog Zwiesel.

Schuhbecks Dank

Schuhbeckbeitrag im Blog

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Für Biergartenfans gibt es jetzt eine Bibel


logoGanz neu auf dem Markt und schon in aller Munde ist der neue „Biergarten Guide 2014“ aus München. Dieses Buch zeigt die schönen, besten oder größten Biergarten der Landeshauptstadt. Aber nicht wie man es gewohnt ist mit ein paar Bildchen, sondern in einem ausgetüftelten System mit umfassenden Informationen. Übersichtskarten, Biergarten Radtouren, Bayerns Biergartenkultur, alles übers Bier oder Biergarten Brotzeiten (sogar der Weißwurst ist ein Kapitel gewidmet) werden hier beschrieben. Jeder vorgestellte Biergarten auf einer Doppelseite mit Bildern, Informationen und sogar mit QR Code. Zusätzlich gibt es noch:

+ Über 40 Biergutscheine!!!!! für alle Biergärtenaus dem Guide +Bayerische Begriffe für Nicht-Bayern +Übersichtskarten und Stadtpläne +Radkarten +MVV-Anfahrt und Parken +Geschichte, Hintergründe und allerhand Wissenswertes.

Dieses Buch ist weit mehr, als die bekannten Allerweltsfaltblätter die man irgendwo ausgehändigt bekommt. Hier werden sogar Lesemuffel zu Leseratten.

Den Weißwurst Blog Zwiesel hat dieser Biergarten Guide absolut überzeugt. Wir wünschen viel Spaß beim Eintauschen der Biergutscheine. Wir haben bereits einige, dank des frühen Frühlings, umgetauscht und in vollen Zügen den Gerstensaft genossen.

Auf geht´s. Sichert Euch diese Biergartenbibel und genießt das Biergartenleben.

Biergartenguide2014

40lbiergutschein

Grosser Dank an „Land Idee – Wohnen&Deko“


Die Zeitschrift LANDIDEE Wohnen & Deko: Ausgabe 02/14, weist auf den Zwieseler Weißwurst Blog und den Beitrag in „Heimatrauschen“ im BR hin .

Im LANDIDEE Verlag, 2009 als Joint Venture aus Gong Verlag und Christian Verlag gegründet, erscheint mit der LANDIDEE ein Magazin für alle, die sich für das Leben auf dem Land begeistern und das Thema als Lebensphilosophie begreifen – vom eingefleischten Landbewohner bis zum Städter, der vom authentischen Landleben träumt oder gesunde und ökologische Produkte einkauft. Weitere Land-Zeitschriften wie LANDIDEE WOHNEN & DEKO, LANDFRISCH, LANDAPOTHEKE, LANDGARTEN und die beliebten LANDIDEE Rezept-Specials ergänzen das Portfolio im LandIdee Verlag.

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„Heimatgschichten“ – von donauTV


P1080040In der neuen Reihe „Heimatgschichtn“ stellt donauTV ab sofort niederbayerische Originale vor. Menschen, die unsere Heimat zu dem machen, was sie ist – nämlich ein einmaliges und liebenswürdiges Platzerl Erde. Heute geht es um zwei Originale aus Zwiesel, die einer urbayerischen und weltbekannten Wurst huldigen.

28.3. um 19:45 Uhr – Zeit für Heimatrauschen aus Zwiesel


Fernsehteam BR für Heimatrauschen

Fernsehteam BR für Heimatrauschen

Am 28.3. um 19:45 Uhr ist es nun soweit. Aus dem Material von 12 Stunden Filmarbeit u.a. bei der Metzgerei Einsle Bodenmais, am Weißwurstäquator Denkmal oder im Schalander der Dampfbierbrauerei Pfeffer, wurde ein Filmbeitrag vom sieben Minuten Länge vom BR für das Format „Heimatrauschen produziert. Bei nasskaltem Wetter wurde mit dem Zwiesler Duo „Rosl&Bertl“ wurden unzählige Einstellungen rund um die Weißwurst gedreht. Weitere Protagonisten für diesem Beitrag sind eine echte Königin, ein 58-jähriges Dieselross, eine rote Grenzlinie oder ein Diener Gottes. Man darf echt gespannt sein, was das Team um Simone Becker im Schneideraum hervorzaubert. Für Zwiesel wird es auf alle Fälle eine tolle Werbung sein.

Im Magazin Heimatrauschen präsentiert Moderator Florian Wagner Menschen, Geschichten und Orte in Bayern, die Tradition aus der Heimat und modernen Stil auf besondere Art verbinden.

Von wegen regionale Herkunft: Manche Siegel versprechen zu viel.


2  IMG_7352Immer mehr Verbraucher bevorzugen Lebensmittel aus ihrer Region. Sie vertrauen auf regionale Spezialitäten und wollen mit dem Einkauf Lebensmittelproduzenten aus dem eigenen Land unterstützen und lange Transportwege vermeiden. Wenn dann noch ein Ländersiegel aus dem jeweiligen Bundesland „geprüfte Qualität“ verspricht, fühlen sich Konsumenten auf der sicheren Seite. Doch Achtung: Manche heimisch klingenden Namen und viele Siegel verheißen auf den ersten Blick mehr, als sie halten können. Sie kaufen regionale Lebensmittel? Wissen Sie auch genau wo die herkommen? Der erste Anschein kann täuschen. Oftmals bleibt die Herkunft der Lebensmittel unklar. Eigentlich sollte es ganz einfach sein: Man schaut auf die Verpackung und weiß wo die Lebensmittel herkommen. Aber ganz so einfach ist es eben nicht. Es fängt schon mit der Produktbezeichnung an. American Dressing kommt nicht aus Amerika und das ungarische Gulasch kommt nicht aus Ungarn. Auch das Wiener Würstchen kommt nicht aus Wien. Genauso wenig wie die Frankfurter aus Frankfurt oder der Hamburger aus Hamburg. So weit so gut. Das dürfte auch den meisten Verbrauchern klar sein. Es gibt aber auch Produktbezeichnungen, die auf eine eindeutig regionale Herkunft schließen lassen und eben nicht immer eindeutig sind. Die Nürnberger Rostbratwürste müssen aus Nürnberg kommen. Die Münchner Weißwurst hingegen kann in München oder aber auch in Schleswig Holstein hergestellt werden. Das Münchner Bier wiederum muss in München gebraut werden. Der Appenzeller Käse muss aus der Region Appenzell kommen. Der Gouda wiederum kann auch aus Niedersachsen kommen obgleich Gouda eine holländische Stadt ist. Der Emmentaler hingegen muss aus der Schweiz sein. Es gibt aber auch Allgäuer Emmentaler. Verwirrt?

Beispiel: Schweinefleisch, das zu Nürnberger Bratwurst verarbeitet wird, könnte genauso aus Dänemark oder den Niederlanden stammen, wie das für den Schwarzwälder Schinken. Das Siegel „Geschützte geographische Angabe“ auf der Verpackung sagt nichts weiter aus, als dass mindestens eine Stufe der Produktion im genannten Gebiet stattgefunden hat. Mit anderen Worten: Aufzucht, Mast, Schlachtung, Zerlegung, Verpackung können irgendwo geschehen, Hauptsache der „Schwarzwälder Schinken“ wurde im Schwarzwald gewürzt, durfte hier reifen und wurde hier geräuchert!

Hier noch ein paar gravierende Beispiele der Verwirrung und der (wie wir meinen) „VERARSCHE“

Vossko – „Unser Bauernhof“:
Eine Verbrauchertäuschung liegt auch hier vor. Für seine Chicken-Nuggets in Tierform wird der Hersteller Vossko von einer eigenen Zweigstelle in Lages, Brasilien, beliefert – Entfernung: circa 10.000 Kilometer! Der Name „Unser Bauernhof“ suggeriert dagegen heimische Verbundenheit mit dem Produkt. Verbraucher könnten von „Unser Bauernhof“ zumindest ein deutsches Produkt erwarten.

 Die Thüringer – „Knackwurst, gegart“:

Hier ist es auch der Markenname, der eine Herkunftsbezeichnung trägt. Das Fleisch für diese Knackwurst stammt aus Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Diese Hauptzutat des Produkts hat demnach nichts mit der Herkunftsbezeichnung zu tun. Die LänderNRW und Baden-Württemberg grenzen noch nicht einmal an Thüringen. Von echter Regionalität kann hier keine Rede sein.

 real,- Quality – „Bayerischer Leberkäse“:

Die Supermarktkette real,- erhält ihren Leberkäse vom Fleischproduzenten Ponnath aus Bayern. Für diesen Leberkäse wird „täglich angeliefertes Frischfleisch verwendet, das zu 80 Prozent aus allen Teilen Deutschlands stammt. Darüber hinaus wird EU-weit eingekauft“, so steht es auf der Internetseite von Ponnath. Laut Bundesverband der Regionalbewegung stammen die restlichen 20 Prozent aus Belgien und Holland. Dass auf der Verpackung des Leberkäses trotzdem ein Siegel mit der Aufschrift „Original Bayerisch“ steht, ist für Yvonne unverständlich.

 Halberstädter Würstchen – „10 Maxxi Würstchen“:

Halberstadt liegt in Sachsen-Anhalt. Dort werden die Würstchen auf traditionelle Weise über einem Kamin geräuchert. Das Fleisch für die Würstchen sei „ausschließlich europäisches Schweinefleisch“, erklärt der Hersteller schriftlich. Zudem heißt es: „Das Rindfleisch kommt ebenfalls aus Europa. In Einzelfällen auch aus Argentinien und Australien.“

 Zimmermann – „8 knackige Bayern“:

Dieser bayerische Würstchenhersteller wird aus ganz Deutschland beliefert und betont zudem, dass die Lieferanten nur auf deutsches Fleisch zurückgreifen. Das Produkt könnte demnach auch „8 knackige Deutsche“ heißen, findet Yvonne.

 Zum Dorfkrug – „Sylter Salatfrische“:

Einfach, aber wahr: Die Zutaten dieses Produktes stammen allesamt nicht von der Insel Sylt, geschweige denn aus der unmittelbaren Umgebung. Noch nicht einmal die Herstellung findet auf Sylt statt. Auf der Verpackung ist Neu Wulmstdorf als Produktionsstätte angegeben. Das liegt bei Hamburg, etwa 250 Kilometer von der Insel entfernt. Der Hersteller schreibt hierzu in einer schriftlichen Stellungnahme: „Bei unserer ‚Sylter Salatfrische’ handelt es sich ausdrücklich um eine fantasievolle Wortkombination. Mit dieser Namensgebung möchten wir keinesfalls einen geografischen Zusammenhang zum Produktionsstandort oder der Rezepturentwicklung herstellen.“ Davon dürften die meisten Verbraucher beim Kauf dieses Produktes allerdings ausgehen.

 Zentis – „Aachener Pflümli“:

Der Hersteller dieses Pflaumenmuses bezieht sich in der Ortsangabe Aachen auf seine Produktionsstätte. Die Pflaumen stammen allerdings aus Serbien und Ungarn, „da hier kein typisches Anbaugebiet für Pflaumen ist“, wie Yvonne nach einer E-Mail-Anfrage von Zentis erfährt. Dass die Herkunft der Pflaumen mit Aachen und Umgebung überhaupt nichts zu tun hat, sollte zumindest auf der Verpackung vermerkt sein, findet die Haushaltsexpertin. Auf Anfrage erklärt sich die Süßwaren- und Konfitürenfabrik von Zentis bereit, Yvonne Willicks Rede und Antwort zu stehen. Sie macht sich sofort auf den Weg nach Aachen. Dort kann man die Kritik am Aachener Pflümli nicht nachvollziehen. Die Pflaumen kämen zwar aus Serbien und Ungarn, das Entscheidende sei aber die Rezeptur, so Betriebsleiter Claus Ernst. Die Gewürzmischung des Aachener Pflümli sei vor 40 Jahren in Aachen erfunden worden, angelehnt an diejenige der Aachener Printen (Lebkuchen). „Aber auch die meisten anderen Rezepturen sind hier erfunden worden, aber kein anderes Produkt aus dem Hause Zentis schmückt sich mit dem Namen des Herstellungsortes Aachen“, wirft Yvonne ein. Geschäftsführer Karl-Heinz Johnen hält dagegen: „Wir stellen das Aachener Pflümli ausschließlich in Aachen her, und zwar nach einem Traditionsrezept. Es gibt viele neue Produkte, die mit ihrer Herkunftsbezeichnung werben, die aber gar nicht in diesen Orten hergestellt werden. Und das ist für mich eine Verbrauchertäuschung.“ Immerhin stehe auf dem Etikett des Aachener Pflümlis auch „nach Traditionsrezept“. „Und Tradition sollte immer reichen“, so Johnen.

DESHALB, liebe Weißwurst Fan´s und Geniesser. Kauft Euere Schmankerl bei dem Metzger, wo Ihr wisst, wo die „Ware“ herkommt. Da seid Ihr immer auf der richtigen Seite. Ihr müsst Euch doch das wert sein. Oder?

von Weisswurst-Blog-Zwiesel Veröffentlicht in Allgemein

Löwen-Fan spendiert U19-Derbyhelden Weißwürste im Löwenstüberl


Das Löwenstüberl ist die populärste Fußball-Kneipe in Deutschland. Alle waren sie schon hier: Ob Rudi Völler, Franz Beckenbauer oder Werner Lorant. Dass es wieder Diskussionen um das legendäre Wohnzimmer des TSV 1860 gibt (dieblaue24 berichtete), das hat Wirtin Christl Estermann natürlich nicht gefallen: “Die Löwen-Fans kommen zu mir, weil sie Fußball und Stammtisch miteinander verbinden kommen. Wo gibt es sowas noch in Deutschland? Das Löwenstüberl ist die Heimat der Löwen-Fans.”

Am Freitag war es Ort einer Derby-Party: Der “Kraus-Jacki”, ein Ismaninger Großbauer und ehemaliger Löwensponsor zu Bayernliga-Zeiten, spendierte den U19-Helden, die kürzlich den Nachwuchs des FC Bayern mit 4:2 abfieselten, am Freitag Weißwürste, Brezen und Getränke. Lasst es Euch schmecken, Jungs!

Danke an Oliver Griss „die blaue24“

Das Löwenstüberl. Populärste Fußball-Kneipe Deutschlands

Das Löwenstüberl. Populärste Fußball-Kneipe Deutschlands

von Weisswurst-Blog-Zwiesel Veröffentlicht in Allgemein

Gschmackiger Mitternachtssalat fürn Faschingsmagen


Weißwurstsalat a la „Oma Theres“

Weißwurst Radieserl Salat 1Die bayerische Alternative zur alljährlichen Gulaschsuppe an Silvester oder im Fasching. Dieser Salat lässt sich sehr gut vorbereiten. Hierbei handelt es sich um ein uraltes Rezept, dass die Rosl von ihrer Oma original übernommen hat.

Für 4 Personen

6 Stück Weißwürste, 2 EL süßer Senf, 70 ml Weißweinessig, 1 EL Öl, Salz, Pfeffer, 1 Prise Zucker, 1 kleiner Bund Radieschen, 3 Essiggurkerl, 1 kleine, rote Zwiebel, 3 Schalotten, etwas Petersilie und Schnittlauch, 1 Prise Paprikapulver

Weißwurst in heisses Wasser geben, und die Würste darin 5 Minuten ziehen lassen.

Senf mit Essig, Salz, Pfeffer und Zucker verrühren, das Öl darunterschlagen.

Würste abkühlen lassen.

Radieschen und Essiggurkerl in ganz dünne Scheiben schneiden oder hobeln.

Zwiebel und Schalotten in sehr feine Ringe schneiden.

Haut der Würste abziehen, und in Scheiben schneiden, mit Radieschen, Zwiebel und Schalotten mischen.

Vinaigrette darüber gießen und ca. 1 Stunde ziehen lassen. Mit Folie abdecken und in den Kühlschrank stellen.

VOR dem servieren:

Petersilie und Schnittlauch fein hacken.

Nochmals den Salat mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Petersilie und Schnittlauch bestreuen.

Leicht mit Paprika bestäuben.

Dazu gibt es Brezen oder Laugenstangerl, die vor dem Essen noch für einige Minuten im Backofen bei 150 Grad knusprig gebacken werden.

Dauert nicht mehr lange. Starkbierzeit


Vom Klosterbrauch zur “fünften Jahreszeit”

IMG_1500Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen. Wenn allerdings in den Klöstern die Quadragesima begann, die strenge vorösterliche Fastenzeit, durften sich einst die Ordensleute nur mit flüssiger Nahrung für Gebet und Arbeit stärken. Leichter gesagt, als getan! Doch klösterliche Braumeister – deren Vorgänger in Bayern bereits seit dem 11. Jahrhundert die Wirkung der Bierzutaten erforschten, Rezepturen erprobten und die Braukunst zur Blüte entwickelten – fanden heraus, dass auch Bier sättigte … wenn sie es nur stark genug einbrauten! “Flüssiges Brot” nannten sie den kräftigen, untergärigen Trunk, von dem jedem Klosterbewohner mehrere Liter täglich zugemessen wurden (diese Zumessung stand später Pate für die Maß). Auch die Reisenden, die in den Klöstern um Obdach und Verpflegung baten, bekamen von der flüssigen Fastenspeise. Und sie waren sich mit den Mönchen und Nonnen einig: Der starke Klostertrunk schmeckte vorzüglich.

Kleine Doppelbock-Bierkunde…

Heute nennen wir die Biere, die in Bayern von Aschermittwoch bis Ostern ausgeschenkt werden, Fastenstarkbiere. Sie gehören zu den Doppelbockbieren, für die mindestens 18 Prozent Stammwürzegehalt vorgeschrieben sind. Als “Stammwürze” bezeichnet man die Stoffe, die vor der Vergärung in der Würze gelöst sind: vor allem Zucker, aber auch Eiweiß, Mineralien und Vitamine. Bei der Vergärung wandelt die Hefe den gelösten Zucker in Alkohol und Kohlensäure. Mit dem Stammwürzeanteil steigt also auch der Alkoholgehalt eines Bieres. Als Faustregel gilt: Der Alkoholgehalt entspricht etwa einem Drittel des Stammwürzegehalts. Bei normalem Vollbier liegt er zwischen 4,5 und fünf Prozent. Bockbier hat mehr als sechs, Doppelbock über sieben Prozent Alkoholgehalt. Der untergärige Doppelbock ist ausgeprägt “malzblumig” – das Malzaroma tritt also im Duft deutlich hervor. Auch der Geschmack des vollmundigen Bieres ist malzbetont, abgerundet durch eine leichte Karamellnote. Es gibt dunklen und hellen Doppelbock, der sich, anders als häufig angenommen, nicht grundsätzlich in Stammwürze- und Alkoholgehalt unterscheidet. Die Farbe des Bieres hängt allein vom verwendeten Malz ab. Dunkle Malze geben dem Bier einen anderen Geschmack als helle, haben jedoch keinen höheren Stammwürzegehalt.

Doppelbock – auch “weltlich” ein Genuss!

P1030917Natürlich stammen die meisten Doppelbockbiere heute nicht mehr aus Klöstern, sondern aus weltlichen Brauereien. Die Säkularisation, die Industrialisierung und die Konkurrenz durch die Brauerzünfte setzten im 19. Jahrhundert vielerorts der häufig lukrativen klösterlichen Brauwirtschaft ein Ende. An ihre klösterliche Brautradition erinnert noch heute die Namensgebung vieler bayerischer Brauereien. Rund ein halbes Dutzend Braustätten ist noch in kirchlicher Hand – unter anderem die weltberühmten Brauereien der oberbayerischen Klöster Andechs, Weltenburg und Ettal. Echte Raritäten sind die Klosterbiere aus Ursberg und Mallersdorf – denn sie werden noch heute von Nonnen gebraut. Dabei trifft man heute Frauen an den Fakultäten für Brauwesen und in den Sudhäusern selten an; anders als im Mittelalter, als neben Mönchen und Nonnen die Hausfrauen zu den eifrigsten Brauern zählten …

Für Doppelbock und Fastenstarkbiere aus Klöstern und weltlichen Brauereien gilt wie für alle bayerischen Biere: Sie sind gemäß dem Bayerischen Reinheitsgebot von 1516 nur mit Wasser, Malz, Hopfen und Hefe gebraut, nach den Regeln der traditionsreichen Handwerkskunst und nach modernsten wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Zeitgemäß ist übrigens nicht nur die Braukunst, sondern auch der Biergenuss. Statt sich während der Fastenzeit wie einst mit fünf bis zehn Litern Starkbier täglich zu nähren, genießt man heute maßvoller – und gönnt sich stattdessen eine herzhafte Brotzeit, wie etwa Weißwurst und Brezn, zum Doppelbock.

Und: Längst ist auch der Steingut-Maßkrug nicht mehr das Maß aller Dinge. Zum Schluss des feinen Menüs setzt ein kleines Glas vom malzblumigen Doppelbock zum Beispiel einen ganz besonderen kulinarischen Akzent!

Quelle: Bayerischer Brauerbund e. V.

von Weisswurst-Blog-Zwiesel Veröffentlicht in Gastronomie