Bayern ohne Weißbier?


0IMG_2080Bayern ohne Weißbier. Das wäre wie Schottland ohne Dudelsack, oder China ohne Fahrräder. Weizenbier ist wohl das bayerischste aller Biere. Zwar gibt es auch einige Brauereien in Baden-Württemberg, die das spritzige Obergärige herstellen, aber seine Hochburg liegt in Bayern, und von hier aus hat es in den letzten Jahren einen beachtlichen Siegeszug nach Norden angetreten. Weißbier schmeckt am besten gut gekühlt aus dem Kühlschrank.

Das Weißbier ist heute aus Bayern nicht mehr wegzudenken. Nach etwas ruhigeren Jahren – insbesondere in der Mitte des 18. Jahrhunderts, als das Braunbier dem „weißen Bier“ den Rang ablief – ist das Weißbier heute das Bier, das am charakteristischsten für die Bayern ist. Um 1965 setzte die neuerliche Renaissance des Weizenbiers ein. Heute ist es die stärkste und beliebteste aller bayerischen Biersorten. In ganz Deutschland ist Weißbier erhältlich. Und in ganz Deutschland wird das Weißbier gerne getrunken. Auch Lieferungen ins Ausland zeugen von der Beliebtheit und Bedeutung des Weißbieres.
A WeiznViele Namen trägt das Weißbier. Es ist auch als Weizenbier, Weizen oder Weißebekannt. Hierzu kommen Namen für besondere Sorten wie das Hefe- oderKristallweizen. Das Kristallweizen hat in den meisten Fällen eine hellere, klarere Farbgebung und wird daher oft auch  „Champagnerweizen“ genannt. Daneben gibt es auch noch dunklere Variationen des Weißbieres, das so genannte „schwarze Weißbier“. Die nussbraune oder tiefdunkelbraune Farbe entsteht, weil ein anderes Malz beim Brauen verwendet wird. Auch der Geschmack verändert sich: im Vergleich mit helleren Sorten ist der Geschmack hier wärmer, malziger, würziger und rauchiger. In der Regel haben diese Weißbiere einen höheren Alkoholgehalt und zählen daher oft zu den Starkbieren. Weizenbier wird traditionell in besonders geformten und unverwechselbaren 0,5-Liter-Gläsern ausgeschenkt. Die spezielle und geschwungene Form der Weizenbiergläser – hohe und schlanke Gläser mit einem dicken „Weißbierstutz’n“ unten zum richtigen Anstoßen – wurde gewählt, damit die Kohlensäureperlen nach oben steigen können und das Getränk auf diese Weise möglichst lange frisch und spritzig bleibt. Es wird kühl getrunken, damit sich die Fruchtnoten entfalten können. Weizenbier ist nicht nur aus diesem Grund auch ein im Sommer gern getrunkenes Bier. Dieses wahrhaft geschichtsträchtige Biergetränk erfrischt und begeistert Jung und Alt noch immer, und das seit 3.400 vor Christus.

Quelle:http://bier.bayern-online.de/bier/bier-abc/w/weissbier/

Weißbier richtig einschenken

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