24.Dezember. Das Ende für den „Weihnachter“


IMG_4070Das Schwein der Schweine war vor Urzeiten der „Weihnachter“, der früher speziell für den 24.Dezember herangemästet wurde und der vor Fett nur so triefen musste. Am heiligen Abend sprang er beim Metzger über die Klinge und stieß seinen letzten Grunzer aus. Ein Teil von ihm wurde zu feinen Blut-und Leberwürsten sowie Presssack verwurschtelt. Bis nach der Christmette hatte der 24.Dezember den Status eines Fest-und Abstinenztages. So durfte nichts vom Kesselfleisch gegessen werden, und die Freude auf die „Mettenwürste“ war um so größer. Später trat die Weißwurst an deren Stelle. Sie gehört in vielen Teilen Bayerns bis zum heutigen Tag bei den Familien zur guten Tradition.

Im Laufe der Geschichte konnten sich immer mehr Wirte Schweine halten und mit Abfällen füttern. Irgendeinem dieser Spezies kam dann der Einfall, die Kalbsbrätlinge mit dem Rückenspeck des Schweins zu verfeinern. Diese neue Variation verschaffte der Weißwurst den Durchbruch zum begehrten Schmankerl. Reichlich Petersilie aus dem Garten, Zwiebeln, Zitronenschale und Gewürze folgten und perfektionierten sie. Diese Evolution dauerte bis zur Vollendung der Wurst viele, viele Jahrzehnte.

Quelle: Mythos Weißwurst ISBN 3-928432-23-0 Knürr Verlag

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