Die Weißwurst als „Mettenwurst“


Die Weißwurst als „Mettenwurst“
Eine alte Tradition verschwindet langsam

Das Schwein der Schweine war der „Weihnachter“, der früher speziell für den 24.Dezember herangemästet wurde und der vor Fett nur so triefen mußte. Am 21. Dezember (Thomastag) sprang er beim Metzger über die Klinge und stieß einen letzten Grunzer aus. Ein Teil von ihm wurde zu feinsten Blut-und Leberwürsten sowie Preßsack verwurschtelt. Bis nach der Christmette  hatte der 24. Dezember den Status eines Fast-und Abstinenztages. So durfte nichts vom Kesselfleisch gegessen werden, und die Freude auf die „Mettenwürste“ war umso größer. Später trat die Weißwurst an deren Stelle. Sie gehört bis zum heutigen Tag an Weihnachten in vielen Familien zur guten Tradition.

Auszug aus: Mythos Weißwurst von Peter M-Lill/Ludwig Margraf, Knürr Verlag ISBN 3-928432-23-0

Leider verschwinden die alten Traditionen immer mehr. So gibt es in Familien heute zwar auch noch „Mettenwürste“ zum Fest, aber leider immer mehr Industrieware hält Einzug in die modernen Haushalte. Während seit Generationen die Würste an Weihnachten an erster Stelle standen, werden sie heute abgelöst von Braten und Geflügel, vielfach aus der Massentierhaltung, oder exotischen Speisen. Und in nicht wenigen Familien kommt es knüppeldick….Da gibt es dann zum Weihnachtsfest Fertigprodukte vom Supermarkt oder Discounter.

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