Abzocke und Touristenfalle?


Abzocke und Touristenfalle?
Mondpreise in München-Familienfreundlich im Bayerwald

München /Bodenmais: Wenn man in Bayern verweilt, möchte man ab und an auch mal zum Weißwurstessen gehen. Wer aber Pech hat, der wird ganz schön abgezockt. Also aufgepasst. Es gibt gewaltige preisliche Unterschiede. Es kann der Fall sein, das einem die Weißwürste mit Senf, die Brezn und das Weißbier wieder vom Magen hochkommen !!!

Hier zwei Beispiele:

München Innenstadt: Zitat des Testessers:“De schlimmste,greißlichste und deierste Weißwuaschd, wos i je gessn hob.A Schand is. I woit wissn wo de Würscht herkomma. No hod der Küchnchef gsogt: „Des woas i ned weil auf dera Verbackung nix draufstäht.“

Bodenmais, Bayerischer Wald

 

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Jetzt schon an später denken. Biergartenzeit


00 Greil 12Die Eröffnung der Biergartensaison is no aa Zeitl entfernt und is ja Gott sei Dank ned amtlich festg’legt. Da richtige Zeitpunkt konn sei vor’m Maikäfer oda nach’m  Maikäfer – aba aa zua Zeit vom Holzbock! Beim Auftreten von dem Borkenkäfer konn’s feile a scho so weid sei. Wenn da Borkenkäfer scho arbat, dann konn’s losgeh… Wobei der andere Schädling, die Miniermotte, der konn da no ned mid hoitn. Die Miniermotte hod”s scho schwerer, die is ja auf Kastanien spezialisiert. Die muass dann wart’n, bis die Kastanien austriem hom. Der Schädling is praktisch o’gwiesn auf die Kastanien, wohingegen da Biertrinker ned, des ist der große Unterschied!

Und  Der Biertrinker is normalerweise koa Schädling, sondan ein Nützling, oda?

So lang die Kastanien no koan Schatt’n gem, is der Biertrinker aiso im Vorteil. Do brauchst du dann nämlich ois Biertrinker a koa Bierfuizl. Da Bierdeckel is ja quasi a Bewaffnung g’wesn gega’n Maikäfer. Oda gega’n Schboz, der oam in Kruag neischeißt.

Ob I an Lieblings-Biergarten hob? Na, eigentlich ned. Aba I muass imma strategisch guad hogga. Fia mi is imma wichtig, dass I ned mittendrin, sondan eher an da Peripherie hogg’. Soit a Hendlgeruch oda irgendwie so wos in da Nähe sei, dann mechd I so sitz’n, dass si der Hendlgeruch a bissal mit’m Geruch von de öffentlichen Toiletten kreizt. Genau do gibt’s dann meistens die spannendsten Geschehnisse in am Biergarten. Do sitzt ma dann nämlich zwischen de zwoa wichtigsten Pole von am Biergarten.

Zitiert aus Gerhard Polt

KaDeWe – Zwieseler wird im Gourmettempel fündig


Der Zwieseler Daniel Gigl aus Rabenstein besuchte während seines Berlin Aufenthalt u.a. auch den Gourmettempel KaDeWe. Ein Produkt aus dem ArberLand hat es ihm angetab. Der „Königliche Weißwurstsenf“ der Metzgerinnung ArberLand in einem der luxuriösesten Kaufhäuser der Welt. Das muss im Foto festgehalten werden. Umgehend schickte Daniel die Aufnahmen via Facebook an den Weißwurstratgeber nach Zwiesel.

Gigl Daniel 3a

Gigl Daniel 2a

Beherbergungsbetriebe im Bayerischen Wald aufgepasst. Top-Angebot für Ihre Gäste


WW-Schule Logo aktuell 2015Tauchen Sie mit uns in die „Welt der Weißwurst“. Spannendes Seminar über die bekannteste Speise Bayerns. Ein besonderes Erlebnis für Feriengäste und Einheimische mit zünftigem Weißwurstessen

Sie wollen Ihren Gästen etwas Besonderes bieten? Wie wäre es mit einem Weißwurstseminar in Ihrem Haus in gemütlicher Runde? Fragen rund um die Weißwurst. Geschichte, Geschichtchen, Gewürze und der richtige Verzehr. Alle Fragen rund um die bekannteste Speise Bayerns werden hier beantwortet. Im Anschluß an das Seminar haben Ihre Gäste die Möglichkeit, das „königliche Weißwurst Diplom“ zu erlangen. Nach getaner Kopfarbeit gibt es dann ein Original bayerisches Weißwurstessen mit den Seminar-Teilnehmern.Das Weißwurst-Seminar, ein ideales Erlebnis, um der  Weißwurst mal richtig auf die Pelle zu rücken! Des wird a mords Gaudi!

Seminar Ablauf:

  • Einführung in das Seminarprogramm
  • Philosophie und Bekenntnis zur Natur
  • Geschichte „Historie“ Woher kommt die Weißwurst?
  • Materialauswahl und Zutaten
  • Was isst und trinkt man zur Weißwurst?
  • Was hat die Weißwurst mit dem „Zwölf-Uhr-Läuten“ zu tun?
  • Was sind die idealen Begleiter der Weißwurst?
  • Grobe Fehler beim Weißwurstverzehr
  • Was ist genau der Weißwurstäquator und wo verläuft dieser?
  • Rede und Antwort über gestellte Fragen
  • Examen mit Prüfung zum Original „Königliche Weißwurst-Schule Diplom“
  • Übergabe des Diploms nach Auswertung
  • Gemütliches Beisammensein und Weißwurstverzehr
  • Auf Wunsch Wirtshausmusik (wird gesondert berechnet) Preis auf Anfrage

Dauer des Erlebnisses: Die Dauer des Seminars beträgt in der Regel ca. 2 Stunden einschließlich Verkostung der  original bayerischen Wurstpezialität.

Mindestteilnehmerzahl: 5

Preis des Seminars: p.P. 14,50 Euro

Im Preis enthalten:

  • Königliches Weißwurstseminar
  • 2 Stück Weißwürste
  • 1 Brezn
  • 1 Getränk
  • 1 Glas „Königlicher Weißwurstsenf“
  • 1 Königliches Weißwurstseminar Diplom
  • 1 Stunde Unterhaltung

Buchung:  Per Mail an: roslundbertl@hotmail.de

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Ein Drama


Jah0brelang versucht man, die Tradition hochzuhalten. Zu verteidigen. Man meint, man erreicht die Menschen und glaubt, Erfolge erzielt zu haben. Aber irgendwie fruchtet die ganze Missioniererei nicht wie gewünscht. Der Preusse ist ein eigenes, und stures Volk und tut was er will. Das untenstehende Bild ist absolut realitätsgetreu und nicht gefälscht und zeigt uns. Es gibt noch viel zu tun.

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Pfälzer Geschmack. Aller Einwand ging ins Leere

 

 

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So wünschte sich der Gast sein Gericht. Er wollte „original bayerisch“ essen.

 

Der hat uns noch gefehlt


Exclusiv und nicht überall zu bekommen. Durchwegs sehr gute Kritiken und Lob von allen Seiten. Verschickt in viele Länder, ja sogar in das benachbarte Preußenland. Und diese Preußen sind genau so voller Lob wie die Bayern. Die Rede ist hier vom neuesten Begleiter der Königin im Weißwurst-Revier. Vor einigen Wochen hat man an so einen riesigen Erfolg dieser neuen Kreation nicht zu denken gewagt. Weiterlesen

Empfehlung (IV) Metzgerei Wittmann in Neumarkt/Opf. Weißwurst-Mekka


4Irgendwann einmal, vor ein paar Monaten, ist mir irgendwie die Metzgerei Wittmann aufgefallen, um dann fast wieder in Vergessenheit zu geraten. Einmal hat sich der Herr Wittmann per Mail gemeldet, um unseren Blog zu loben. Darin hat er auch anklingen lassen, daß man sich vielleicht mal sehen wird. Ich habe mich dann in die Metzgerei des Herrn Wittmann „hineingelesen“ und kam zu dem Entschluß. Da muß ich hin und mir selber ein Bild machen. Auch der Blog „extra prima good“ hat seinen Teil zu diesem Besuch beigetragen.

An einem heißen Wochenende im Juli 2013 (Rekordhitze)  nahm ich meine Rosl mit auf die Reise nach Neumarkt. Fast unscheinbar an einer Hauptstraße steht das Familienunternehmen Wittmann. Ein Tisch war für uns Beide reserviert. Und was trinkt man bei dieser Bullenhitze?? Natürlich ein Weizn von der heimischen Bio-Brauerei Lammsbräu. Und auf einmal ist er da. Der Chef persönlich begrüßt uns mit einem Lächeln und setzt sich zu uns.

IMG_6957Zuerst stärken wir uns.  Natürlich mit den Weißen vom Wittmann, welchen ein hervorragender Ruf in ganz Bayern vorauseilt.  Die Weißen sind unvergleichlich. Helle Marmorierung mit ausreichender Petersilienverteilung. Feine Brätnote in der Nase. Kein fremder Rest. Leichter Zitrusanklang(!). Flaumig, wollige Textur. Nichts (mehr) für Zuzler. Die Würze ist perfekt ausgewogen. Und natürlich geht es ohne Geschmacksverstärker! Note 1. Solche Weißwürste sind fast einzigartig im weiß/blauen Land und sind schlicht und einfach als genial zu bezeichnen.

Gut gestärkt geht es dann ins hauseigene „Weißwurstmuseum“. Extrawurstführung. Auf 150 qm kann man sich technisch erschöpfend (noch einmal) der Wurst nähern. Das Museum gibt es seit 2010 und ist das einzige auf der ganzen Welt. Bereits seit 2006 unterhält Wittmann auch eine „Weißwurstakademie“. In 2-3 Stunden können Gruppen ab 10 Personen ein „Weißwurst-Diplom“ erwerben. Dazu gehören Theorie und Praxis. So füllen die Teilnehmer selbst Würste und drehen diese ab. Und verspeisen diese dann auch gemeinsam.

Wittmann ist mit Herzblut dabei. Das spürt man mit jedem Wort. Der Wittmann lebt die Weißwurst und das Drumherum. Nicht ein einziges mal hat man den Eindruck, es könnte sich hier um kommerzorienterten Erlebnisquatsch oder Traditionstümelei handeln. Nicht eine einzige Sekunde.

Den 150. Geburtstag der Wurst am 22.02.2007 würdig zu feiern, haben die Münchener Metzger hingegen verpennt – aber Wittmann war da! Er brachte an diesem Tag seine Werkzeuge und Mannen ins Hofbräuhaus an die Isar und fertigte dort offiziell die Jubiläumswurst zum Festakt. Eine echte Oberpfälzer Harke in der Oberbayerischen Herzkammer! Die Geschichte erzählt der Chef mit Stolz. Diese Finte ist ihm gelungen.

6Allerlei Interessantes vom Metzgerhandwerk früherer Tage hat er uns erzählt. Und ab und an kommt in einem die alte Zeit wieder hoch. In meine Kinder und Jugenzeit fühle ich mich da versetzt. Allerhand Gerätschaften werden im Museum gezeigt. Und zu jedem Teil hat Wittmann etwas zu erzählen. Kurzweilig war die Führung. Und eines weiß ich. Da fahr ich mit meiner Rosl wieder hin.

Der Wittmann ist ein Glücksfall. Für das Metzgerhandwerk. Für den Verbraucher und den Geniesser. Ein paar Wittmanns würden unserer Discounter verseuchten Zeit gut tun.

Wer das nicht gesehen hat, kann sich das alles bildlich nicht vorstellen. Und da übertreibe ich bei Leibe nicht.

Hier ein lesenswerter Bericht von prima extra good.

Biergartenphilosophie


Man stellt immer erst im nachhinein fest, ob dieser Biergarten den Ansprüchen gerecht geworden ist. Aber es gibt Grundregeln. Der klassische Biergarten muss tatsächlich Kastanienbäume beinhalten. Eigentlich keine Linden. Fichten schon gar nicht. Koniferen überhaupt nicht. Es braucht die klassische Rosskastanie. Dann muss der Boden kiesbedeckt sein. Er darf nicht gepflastert sein. Das sind wirkliche, essentielle Anforderungen. Dann darf der Biergarten nicht zu voll sein, und er darf nicht zu leer sein. Es müssen Leute dasein, aber es muss ein optimaler Abstand sichergestellt sein. Ein Tisch muss frei sein, und am übernächsten dürfen zwei oder drei Leute sitzen. Ein Tisch darf voll sein, da dürfen sechs Leute sitzen, und dann ein Tisch wieder nur eine Person. Ein Lindengarten ist kein Biergarten. Früher hat man, um den Bierkeller möglichst beschattet zu halten, Kastanien genommen, weil die besonders große Blätter haben. Das ist der Grund für die Rosskastanie.

Es ist doch allein schon das Geräusch. Wenn ich das höre, wie die Bedienung da durch den Kies stapft und mir das Bier bringt, ich brauch’ die gar nicht sehen, ich hör’ das nur, dann weiß ich, jetzt wird mir was gebracht, jetzt kommt dieses frische Bier. Das ist wunderbar. Wenn ich diesen Boden versiegele, mach’ ich schon einen Fehler. Das ist schon falsch. Gewisse Grundkenntnisse werden aber auch nicht in der Schule vermittelt. Nicht einmal in einem Gymnasium wird einem jungen Menschen mehr mitgeteilt, wie ein Biergarten zu sein hat.

Nach wie vor ist einfach obligatorisch, dass man sich gewisse Dinge in den Biergarten mitnehmen kann – und ansonsten eigentlich nur Kleinigkeiten. Irgendein Stück Wurst. Da gibt’s verschiedene Möglichkeiten. Eine Pfälzer oder eine Tiroler. Oder, von mir aus, auch eine Lyoner. Der berühmte Wurstsalat. Essiggurke. Radi. Obatzt’n. Jedenfalls keine Nouvelle cuisine.

Und dann in Ruhe essen. Das ist entscheidend. Eine gewisse Ruhe. Wobei das Wort „Ruhe“ heute ja auch missverstanden wird. Ich sag’ mal: eine Gelassenheit. Das wär’s. Die Souveränität des Im-Biergarten-Befindlichen, der gar nicht auf die Uhr schauen muss. Weil’s wurscht is’, wann er heim kommt. Die innere Uhr ist sozusagen das, was er getrunken hat. Er spürt an Hand des Konsums, ob er noch bleibt oder nicht.

Es gibt dann die Leute, die, ich sag’s mal vorsichtig, vormittags, so zirka um zehn nach zehn, zwanzig nach zehn, in den Biergarten geh’n und dann ungefähr spätestens Viertel nach zwölf, halb eins langsam sich erheben. Meistens, wenn Leute von Büros kommen. Mit denen mag dieser Biergartengänger eigentlich nicht so gern zusammen sein, mit Leuten, die den Biergarten als Mittagspause, als Intervall, nur als Interimslösung seh’n.

Quelle aus: Jürgen Roth im Gespräch mit Gerhard Polt über den Biergarten, das Wetter, die Zeit und andere windige Dinge

Dauert nicht mehr lange. Starkbierzeit


Vom Klosterbrauch zur “fünften Jahreszeit”

IMG_1500Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen. Wenn allerdings in den Klöstern die Quadragesima begann, die strenge vorösterliche Fastenzeit, durften sich einst die Ordensleute nur mit flüssiger Nahrung für Gebet und Arbeit stärken. Leichter gesagt, als getan! Doch klösterliche Braumeister – deren Vorgänger in Bayern bereits seit dem 11. Jahrhundert die Wirkung der Bierzutaten erforschten, Rezepturen erprobten und die Braukunst zur Blüte entwickelten – fanden heraus, dass auch Bier sättigte … wenn sie es nur stark genug einbrauten! “Flüssiges Brot” nannten sie den kräftigen, untergärigen Trunk, von dem jedem Klosterbewohner mehrere Liter täglich zugemessen wurden (diese Zumessung stand später Pate für die Maß). Auch die Reisenden, die in den Klöstern um Obdach und Verpflegung baten, bekamen von der flüssigen Fastenspeise. Und sie waren sich mit den Mönchen und Nonnen einig: Der starke Klostertrunk schmeckte vorzüglich.

Kleine Doppelbock-Bierkunde…

Heute nennen wir die Biere, die in Bayern von Aschermittwoch bis Ostern ausgeschenkt werden, Fastenstarkbiere. Sie gehören zu den Doppelbockbieren, für die mindestens 18 Prozent Stammwürzegehalt vorgeschrieben sind. Als “Stammwürze” bezeichnet man die Stoffe, die vor der Vergärung in der Würze gelöst sind: vor allem Zucker, aber auch Eiweiß, Mineralien und Vitamine. Bei der Vergärung wandelt die Hefe den gelösten Zucker in Alkohol und Kohlensäure. Mit dem Stammwürzeanteil steigt also auch der Alkoholgehalt eines Bieres. Als Faustregel gilt: Der Alkoholgehalt entspricht etwa einem Drittel des Stammwürzegehalts. Bei normalem Vollbier liegt er zwischen 4,5 und fünf Prozent. Bockbier hat mehr als sechs, Doppelbock über sieben Prozent Alkoholgehalt. Der untergärige Doppelbock ist ausgeprägt “malzblumig” – das Malzaroma tritt also im Duft deutlich hervor. Auch der Geschmack des vollmundigen Bieres ist malzbetont, abgerundet durch eine leichte Karamellnote. Es gibt dunklen und hellen Doppelbock, der sich, anders als häufig angenommen, nicht grundsätzlich in Stammwürze- und Alkoholgehalt unterscheidet. Die Farbe des Bieres hängt allein vom verwendeten Malz ab. Dunkle Malze geben dem Bier einen anderen Geschmack als helle, haben jedoch keinen höheren Stammwürzegehalt.

Doppelbock – auch “weltlich” ein Genuss!

P1030917Natürlich stammen die meisten Doppelbockbiere heute nicht mehr aus Klöstern, sondern aus weltlichen Brauereien. Die Säkularisation, die Industrialisierung und die Konkurrenz durch die Brauerzünfte setzten im 19. Jahrhundert vielerorts der häufig lukrativen klösterlichen Brauwirtschaft ein Ende. An ihre klösterliche Brautradition erinnert noch heute die Namensgebung vieler bayerischer Brauereien. Rund ein halbes Dutzend Braustätten ist noch in kirchlicher Hand – unter anderem die weltberühmten Brauereien der oberbayerischen Klöster Andechs, Weltenburg und Ettal. Echte Raritäten sind die Klosterbiere aus Ursberg und Mallersdorf – denn sie werden noch heute von Nonnen gebraut. Dabei trifft man heute Frauen an den Fakultäten für Brauwesen und in den Sudhäusern selten an; anders als im Mittelalter, als neben Mönchen und Nonnen die Hausfrauen zu den eifrigsten Brauern zählten …

Für Doppelbock und Fastenstarkbiere aus Klöstern und weltlichen Brauereien gilt wie für alle bayerischen Biere: Sie sind gemäß dem Bayerischen Reinheitsgebot von 1516 nur mit Wasser, Malz, Hopfen und Hefe gebraut, nach den Regeln der traditionsreichen Handwerkskunst und nach modernsten wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Zeitgemäß ist übrigens nicht nur die Braukunst, sondern auch der Biergenuss. Statt sich während der Fastenzeit wie einst mit fünf bis zehn Litern Starkbier täglich zu nähren, genießt man heute maßvoller – und gönnt sich stattdessen eine herzhafte Brotzeit, wie etwa Weißwurst und Brezn, zum Doppelbock.

Und: Längst ist auch der Steingut-Maßkrug nicht mehr das Maß aller Dinge. Zum Schluss des feinen Menüs setzt ein kleines Glas vom malzblumigen Doppelbock zum Beispiel einen ganz besonderen kulinarischen Akzent!

Quelle: Bayerischer Brauerbund e. V.

von Weisswurst-Blog-Zwiesel Veröffentlicht in Gastronomie