Test im Käfig


TestEin Essenstest in einem Käfig dürfte wohl die Ausnahme sein. Aber in diesem Fall trifft das zu. Der Käfig ist nämlich der Treffpunkt des 1860-Fanclubs „Der Löwenkäfig Hagen“ und wird von einigen rührigen Herrschaften als häufiger Treffpunkt genutzt. Ein Teil der Mitglieder hat bayerisches Blut in den Adern und gibt somit die bayerische Lebensart in Westfalen weiter. Und so ist es nicht verwunderlich, dass erst kürzlich die neuen, königlichen Weißwürst in der Dose vom Weißwurst Papst Norbert Wittmann auf Herz und Nieren getestet wurden. Hierzu ein kleiner Testbericht.

„Wir Weißwurst-Testesser gingen mit einer Portion Skepsis an die Aufgabe, die Wittmann Weißwurst aus der Dose zu probieren. Skeptisch, weil wir schon Weißwürste in Dosen vom Discounter probiert hatten und uns damit überhaupt nicht anfreunden konnten.
Nach dem Probieren war die einstimmige Meinung: Diese Weißwurst aus der Dose ist die mit großem Abstand beste Dosenweißwurst.
Das anschließende „Blindessen“ ( eine frische und eine Dosenweißwurst  im Vergleich, ohne die Herkunft zu kennen ) ergab Überraschendes: Es konnte kein Testesser die beiden Weißwürste eindeutig zuordnen. Das zeigt eindeutig, dass beim ersten Test die Voreingenommenheit doch eine unterschwellige Rolle gespielt hat.
Unser Urteil: Wer gerne eine Weißwurst auf Vorrat daheim haben möchte, sollte unbedingt zu der Weißwurst von Wittmann greifen. Wir glauben nicht, dass absolute Kenner den Unterschied zur frischen Weißwurst heraus schmecken können.“

Wer die Truppe besuchen möchte, hier der Link: http://www.derloewenkaefig.de/

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Schmatzn, ren und blewan


CD Fest 26Ja, da verreck! Kennen Sie bayerisch? Wissen Sie wer ein Tschamsterer oder ein Bierdimpfel, eine Zwiderwurzen oder ein Trutscherl ist? Was sakrisch, batzig, noblig oder ein Fressert’s und Saufert’s bedeutet? Wenn nicht, dann sind Sie hier richtig! Lernen Sie jede Woche einen neuen bayerischen Begriff kennen. Haben Sie Spaß dabei diesen einmaligen Dialekt in seinen schillernden Facetten zu entdecken. Bayerisch ist mehr als Bauernkomödie und Musikantenstadl, mehr als Lederhosen und Leberknödel, als Weißwurst-Äquator und Alpenglühen. Bayerisch ist eine eigne Sprache, nennen wir Sie mal Süddeutsch. Eine Sprache, die selbst in ihrer humoristischen Derbheit fein ist. Und das ist nur scheinbar ein Paradox. Also Mut zum Dialekt gezeigt und die ersten Lektionen gelernt…

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Uhrzeit verkehrt herum


Die rückwärts laufende, bairische Uhr. Eine wahre,bairische Geschichte.

Erlebt, aufgezeichnet und niedergeschrieben von Gustl Simmerling.

P1070002Das in Bayern die Uhren anders gehen, ist ja hinlänglich bekannt. Dieser Spruch hat sich wohl aus dem „mia san mia“ Gefühl entwickelt und sagt nichts anderes aus, als der Hinweis, auf die bairische Lebensart. Einfach anders sein als die Anderen. Das aber auch optisch die Uhren in Bayern die Zeit anders anzeigen als im Rest der Republik, dass wissen sicherlich nicht alle. Warum aber gibt es in Bayern Uhren, die anders gehen? Einen Grund muss es ja geben. Und den gibt es tatsächlich. Und einen eigentlich banalen dazu. Dazu aber später mehr.

Rein zufällig haben wir den Herrn Prof. Dr. Kilian Feistl-Lüdenscheid, Dozent an der Uni in Passau, beim spätmorgendlichen Weißwurstessen in seinem Lieblingswirtshaus, dem Gasthaus „S´gscheide Wei“ im verträumten Bayerwalddorf, Stoistol am Bergbach, getroffen. Rein zufällig. Aber wahrscheinlich durch Gottes Fügung. Nehmen wir mal an. Weil, anders kann es gar nicht sein. So ein Zufall muss von oben gesteuert sein. Da wir ebenfalls an diesem etwas späteren Morgen im erwähnten Dorfwirtshaus unser zweites Frühstück einnehmen wollten, gesellten wir uns zum o.a. Fremdling. Anfänglich etwas reserviert, öffnete sich der Herr Professor uns recht schnell. Wir philosophierten über die schöne Natur, das gute Bier, über die excellenten Weißwürste und das gut gekühlte Bier. Der studierte Herr war sehr bewandert in der waiddlerischen Kultur. Das hat uns erstaunt. Er eröffnete uns, nachdem wir ihn, ob seiner guten Kenntnisse der Waiddlamentalität, gar stark gelobt haben, daß schon seit vielen, vielen Jahren sein Interesse dem Waldvolk gilt. Quasi eine Passion von ihm.

Irgendwann, nach dem dritten oder vierten Weizen, sind wir auf die Uhr im Wirtshaus zu sprechen gekommen. Eine Uhr, deren Zifferblatt spiegelverkehrt angebracht war und deren Zeiger entgegen dem Uhrzeigersinn liefen. Geradezu gejucherzt hat er, beim Anblick dieses seltenen Zeitmessers. Für ihn sei das nichts Neues, betonte er in seinem Schullehrerdeutsch. Er habe ja seine Doktoarbeit 1956 über die vom Bergbauern Simmerl Stallwanger, erfundene Uhr geschrieben. 399 Seiten hatte seine Doktorarbeit. Alles selbst recherchiert. Klitzekleine Mosaiksteine habe er gesammelt, bis er dem Entstehen der rückwärtslaufenden Uhr auf die Schliche gekommen ist.

Da hat es uns gerissen, als wir das gehört haben. Endlich einer, der weiß, woher diese Uhr stammt. Saxn di, das haben wir nicht geahnt, dass wir an diesem Tag so ein Schwergewicht der Uhrenforschung beim Weißwurstessen kennenlernen würden. Da mußt du schon ein Massl haben. Unser Spezl, der Wonger Steff, hat gleich losgelegt mit Fragen an den Herrn Professor. Das Hintere vor dem vorderen wollte er wissen. Nur noch durcheinander hat gewuslt. Beinahe hätte er den Herrn Dozenten ein bissl grantig gemacht, mit seiner unqualifizierten Fragerei. Gar nicht mehr bremsen haben wir in können, den Steff. Daheim bringt er sei Goschn nicht auf, aber nach ein paar Weizn redet der um ein Fünferl eine ganze Spitzkirm voll. Mindestens. Unser Spezl, der Glampfe, hat zum Steff gesagt, das seine Alte im Anmarsch ist. Blitzartig war der Steff stumm wie eine Bachforelle. Gott sei Dank. Und dann hat der Steff gebockt und hat nix mehr gesagt, als er mitbekommen hat, dass seine Alte nicht im Anmarsch sei. Das war aber in der Situation nicht mehr relevant, ob er bockt oder nicht. Die Hauptsache war, dass der Herr Professer sich wieder beruhigt hat und sich noch ein Weizn bestellt hat. Puhhh. Das war knapp. Damit wir uns nicht noch mehr blamieren, haben wir den Herrn gebeten, uns doch zu erzählen, woher den nun die verkehrte Uhr überhaupt kommt. Und wir wurden dann eingehend aufgeklärt, was es nun auf sich hat, mit der doikadn Uhr.

Laut Reschersche des Herrn Prof. Feistl-Lüdenscheid wurde die Uhr folgendermassen erfunden:

 

0 Wasmeier 10

Der Grossbauer Simmerl Stallwanger hat sich im Laufe seines Lebens einige Angewohnheiten angewöhnt. Teilweise hatte er, für unser Verständnis, ungewöhnliche Angewohnheiten. Sei es nun, dass der Simmerl jeden Tag ein frisches Schneiztüchl verlangt hat. Sei es, dass er jedes Mal, wenn es ein Schweiners gegeben hat, immer zwei Knödl gegessen hat: Egal wie groß die waren. Und seine Mare hat im Laufe der Zeit immer größere Knödel geformt hat. Egal, der Simmerl hat immer zwei gegessen. Und so hatte der Simmerl eben seine Litz. Auch hat es sich im Hause Stallwanger eingebürgert, dass der Grossbauer jeden Tag um 10 Uhr seine Weißwürscht auf dem Tisch haben wollte. Und auch bekam. Weil man um 10 Uhr Hunger hat, wenn man um 7 Uhr schon frühstückt. Anschaffen macht hungrig. Und ein Grossbauer muss viel anschaffen. Um viertl vor Neun Uhr hat sich der Simmerl jeden Tag rasiert. Jeden Tag zur gleichen Zeit. Und um 10 Uhr ist er am Tisch bei seinen Weissen gesessen. Und wehe, es war nach 10 Uhr gewesen. Da ist er hantig geworden. Ganz hantig. Da hatte seine Angetraute nix mehr zu lachen. Irgendwann kam der Simmerl auf die Idee, die Zeiten zu überwachen. Denn in der grossen Bauernstube war die „Stumuhr“ beim Rasieren in seinem Rücken. Und sich jedesmal umdrehen, wenn er auf die Uhr schauen wollte, dass war dem hausherrn irgendwann zu blöd.

Tagelang hat er spekuliert. Hin und her. Hinum und herum. Im Schlaf hat er sich unruhig gewuzlt. Ein Graus waren die Nächte im Hause Stallwanger. Und dann, eines nachts, es war noch stockfinster, hat es den Simmerl gerissen. Er hatte die Idee. Warum nicht schon eher, wo es doch eh so einfach ist. Aber lieber später als nie.

P1070001Die Lösung: ( 14.9.1901 um 3:15 Uhr ) Es musste eine Uhr her, wo die Zeiger rückwärts laufen und das Zifferblatt spiegelverkehrt angebracht sind. Dann braucht er nur in den Spiegel schauen, was er ja beim Rasieren eh tut, und er sieht die Zeit normal. Ha. Da hat sich der Simmerl gleich selbst auf die Schulter geklopft. Da hat er seiner Mare gleich einen gscheiten Renner gegeben und ihr von seiner Erfindung berichtet. Der Mare war´s aber wurscht. Das hat ihr der Simmerl lange vorgehalten, weil sie nicht euphorisch war. Die rückwärts laufende Uhr war geboren. Theoretisch zumindest. Jetzt brauchts nur noch einen Uhrmacher, der das Ding bastelt. Das war das geringste Problem, weil er den Uhrmacher Wastl Irxnthaler gekannt hat. Und der war eh noch etwas schuldig beim Simmerl. Also hat sich der Simmerl auf den Weg gemacht. Mit dem Wastl hat er seine Idee noch verfeinert. In seiner Hochstimmung hat er sich einen Sekundenzeiger in Weisswurstform gewünscht. Das sei das i-Tüpferl hat er gemeint. Der feinsinnige Wastl hat dem grobschlächtigem Simmerl mitgeteilt, dass dies für eine gscheitn Uhrmacher kein Problem sei. In ca. 6 Wochen könne er das gute Stück bei sich zu Hause in der Grossbauernstube aufhängen. Oh je. Da hat der Simmerl einen Anfall gekriegt. 6 Wochen warten? Ja spinnt der Zahnradlmechaniker vollkommen? Da hat der Simmerl eine revolutionäre Idee, und der Wastl braucht dafür 6 Wochen? 6 Wochen, das hätte der Wastl so nicht sagen dürfen. Der Simmerl hat zum Toben angefangen wie ein wilder Bummerl. Mit seinem Hacklstegga hat er in den Tisch neighaut, dass die Uhrradl vom Tisch gesprungen sind. Es hat eine Zeit gedauert, bis dem Simmerl der Schnauferer ausgegangen ist. dann war es wieder ruhig in der Werkstatt.

Der Wastl hat sinniert und gerechnet und hin und herspekuliert, bis er zu dem Ergebnis kam, wenn er fünf Tage am Stück an der Uhr arbeite, könnte die Uhr in nicht einmal einer Woche an der Wand beim Stallwanger hängen. Da hat der Simmerl nochmal aufgeschnauft und den Wastl geschimpft und gefragt, warum er ihm dann zuerst vo 6 Wochen vorjammert. Ob er das am End absichtlich gesagt hat, nur das er sich aufregen müsse, hat der Simmerl gefragt. Aber mit einer knappen Woche konnte sich der Simmerl anfreunden. Die zwei wurden sich handloans. Der Wastl hat noch nebenbei bemerkt, dass dieses Wunderwerk der Uhrentechnik nicht ganz billig sein werde. Pffffft, hat der Simmerl gemeint. Dann müssen eben zwei Sau verkauft werden. Wenns sonst nix is.

00000.jpg20.9.1901. Nachmittag. Der Wastl hat die Uhr beim Simmerl abgeliefert. Ein Prachtstück. Rundummadum weiss/blaues Rautenmuster, die Zahlen spiegelverkehrt und der Sekundenzeiger in Weisswurstform. Grandios. Der Herr des Hauses hat sich gleich an den Rasierspiegel gestellt, hineingeschaut und hat dem Wastl genau gesagt, wo das schöne Stück häüngen sollte. Da hat der Simmerl mit der Zunge geschnalzt, als das Wunderwerk am Nagel hing. Ab jetzt ist es vorbei mit der Schluderei seiner Alten. Er hat jetzt alles im Blick und konnte gleich agieren, wenn die Weissen nicht pünktlich auf dem Tisch standen. Der Simmerl hat gleich der Mare gepfiffen, dass sie sich das Drumm einmal anschaue. Der Mare hat das Teil nicht so sehr imponiert wie ihrem Gatten. „Und warum hast dir die alte Uhr nicht neben den Spiegel gehängt? Dann hättst nicht immer umschauen müssen.“ Leider endet dem Professer seine Reschersche genau hier und wir wissen leider nicht, wie der Simmerl reagiert hat.

„Oh leck.“ Mehr hat der Steff nimmer sagen können, nach den Ausführungen des Professors. Jetzt sei man den anderen Dorfbewohnern enorm im Vorteil, ob des Wissens. Da hat der Steff einen breiten Brustkorb bekommen.  Um 3 Uhr Nachmittags sind wir dann heimgegangen.Aufgezeichnet und niedergeschrieben von Gustl Simmerling.

Na ja. Und so war die rückwärtslaufende Uhr geboren, die es noch heute in der gleichen Aufmachung und in kleinen Abänderungen zu kaufen gibt.

 

 

Der Zwieseler Weißwurstäquator in der Allianz Arena


Der Ergoldinger Löwenfan Andreas Kuchler aus Ergolding hat sich etwas besonderes ausgedacht, das uns richtig stolz macht. Angetan vom Weißwurstäquator Denkmal in Zwiesel und vom Löwenstürmer Stephan Hain hat sich der Löwenanhänger eine sog. Zaunfahne anfertigen lassen, welche künftig bei den Heimspielen der Löwen in der Allianz Arena wehen wird. Mit Sicherheit wird dieses wehende Löwenzeichen für Furore in der Szene sorgen. Wir freuen uns jetzt schon, wenn die neue Saison mit den neuen Löwen beginnt und das erste Foto aus der Arena die Runde macht. Andreas Kuchler hat ja schon vor ein paar Wochen für Aufsehen gesorgt, als er 16 Löwentrikots am Weißwurstäquator Denkmal in Zwiesel auf eine Wäscheleine gehängt hat. Darüber haben sogar die TZ , der Münchner Merkur und die PNP berichtet. Andreas Kuchler darf getrost und mit Fug und Recht als „Weißwurstäqautor Denkmal Botschafter“ genannt werden

Die neue Zaunfahne für die Allianz Arena

Die neue Zaunfahne für die Allianz Arena

Die Löwen und der Äquator – Ungewöhnliche Aktion in Zwiesel


Sandra Bummer und Andreas Kuchler aus Ergolding machen sich am Äquator zu schaffen

Andreas Kuchler und Sandra Bummer aus Ergolding

Andreas Kuchler und Sandra Bummer aus Ergolding

Samstag Mittag spielten sich in Zwiesel seltsame Dinge ab. Ein junges Pärchen schleppte einen grossen Karton vom Infozentrum Richtung Weißwurstäquator. Auf die Frage, was das denn werden würde, gab es nur eine kurze und knappe Antwort: „In zehn Minuten wisst´s mehr,“ so das kurze Statement des jungen Mannes im unübersehbaren Fassballfan Outfit des TSV 1860 München. Diese Aktion der jungen Leute muss vorher schon besprochen worden sein. Jeder wusste seine Handgriffe genau. Ruckzuck wurde eine Wäscheleine vom Fahnenmast zum nächsten Baum gespannt und dann 16 !!!! verschiedene Trikots der Münchner Löwen kopfüber mit Wäscheklammern aufgehängt und der junge Mann stellte sich auf dem Granitquater mit einem Fanschal  für Fotos in Postion.

Und hier die Aufklärung dieser Aktion. Andreas Kuchler ist in Zwiesel aufgewachsen und hängt noch immer stark an seiner Stadt der Kindheit. So oft es geht, besucht er mit seiner Lebensgefährtin Sandra Bummer Zwiesel. Grenzlandfest, Bräustüberl und die umliegende Natur sind die Ziele, die beide bei ihren Besuchen mit ins Programm nehmen. Zum Abschalten und Entspannen. Was steckt aber nun hinter dieser „Trikot-Aktion“?

Andreas Kuchler: „Das war ein spontaner Einfall von Sandra und mir. Man muss sich einmal folgendes vorstellen. Seit Jahrzehnten wird in Bayern, und auch nördlich davon, vom Weißwurstäquator gesprochen, obwohl den eigentlich niemand je richtig definieren konnte. Und dann kommen die Zwieseler Rosl&Bertl und machen den Äquator für die ganze Welt sichtbar und erklären diesen auch noch so, dass auf einen Schlag jeder weiß, was der Weißwurstäquator ist und wo dieser verläuft. Und das in Zwiesel. Außerdem stammt der Löwenspieler Stephan Hain aus Zwiesel ist ist Mitglied im aktuellen Löwenkader. Und da haben wir uns als Hardcore-Löwenfans eben diese Aktion mit 16 Trikots ausgedacht. 16 deshalb, weil das auch die Rückennummer des Löwenstürmers ist. Das einmalige Denkmal und der einmalige TSV 1860 mit Stephan Hain gemeinsam in einer Aktion in der Stadt, in der ich aufgewachesn bin und an der immer noch mein Herz hängt. Der Weißwurstäquator und die Münchner Löwen gehören zu Bayern. Und das wollten wir mit dieser spontanen Aktion ausdrücken“.

Kuchler Andreas b

Kuchler Andreas

Hinterkirchreuth und die Satire


Herbert Pöhnl beim Weißwurstäquator Denkmal in Zwiesel

Herbert Pöhnl beim Weißwurstäquator Denkmal in Zwiesel

„Wir alle tragen Kleidung aus Fernost, hören Musik aus Amerika, fahren japanische Autos, essen beim Italiener und urlauben in Sri Lanka, wir agieren global, all of us. Heimat ist vor allem eines: Zeitvertreib.“ Mr. John muss es wissen. Er ist ein echter Tourismus-Experte. Einer, der den Menschen in Hinterkirchreuth endlich einmal zeigt, wo es langgeht in Richtung Zukunft. Herbert Pöhnl legt seine Heimat auf den Seziertisch. In seinen Geschichten und Fotos aus Hinterbayern zerlegt er den Bayerwald mit Detailversessenheit und Akkuranz – und führt so schonungslos vor Augen, wie der Begriff der Heimat zu Tode strapaziert wird. Von Politikern, von so genannten Tourismus-Experten – und ganz besonders von den „Einheimischen“ selbst.Quelle: PNP Lokalredaktion

BR Pöhnl1Wir vermuten einmal, der BR und Herbert Pöhnl haben übersehen, das das Zwiesler Weißwurstäquator Denkmal mit einem gewissen Augenzwinkern gesehen werden sollte und keine Bierernste Sache ist. Vielleicht ist die Weißwurstäquatorsache auch ein bisschen Satire? Liest man die  Publikationen von Peter M. Lill oder Hannes Burger über die Weißwurst, hätte man nicht nach Zwiesel reisen müssen, um das Weißwurstäquator Denkmal als Angriff auf die bayerische Kultur zu sehen. Aber es ist wie es ist.  Herbert Pöhnls Fotos in den Austellungen haben mit Sicherheit etwas an sich und er zeigt auch auf, was so manches nicht gerade läuft in Bayern. Vielleicht hätte er sich der Landhausmode, oder den Barockbalkonen der Alibibayerischen Prachtbauten oder dem Schuhplattln annehmen sollen. Dies sind nämlich Veränderungen, die man satirisch aufarbeiten könnte. Aber nichtsdestotrotz fühlen wir uns geehrt, im BR als Eingangs-und Schlussbild herhalten zu dürfen. Die Ausstellung und Veranstaltungen von Herbert Pöhnl verdienen jedenfalls allerhöchsten Respekt.

Hier gehts zum Beitrag de BR

 

Preußischer Metzger fordert Weißwurst heraus


München – Ja, do legst di nieder! Mit einer sogenannten Dampfwurst fordert ein Preuße die Münchner Weißwurst heraus. Der Fleischermeister aus Sachsen-Anhalt hat dem Landesinnungsmeister der bayerischen Metzger den Fehdehandschuh hingeworfen.

Es ist ein Duell der besonderen Art, das sich Fleischermeister Klaus-Dieter Kohlmann aus dem einst preußischen Greppin und der Münchner Metzgermeister Georg Schlagbauer am Samstag in Berlin liefern: Es geht im wahrsten Sinne des Wortes um die Wurst. Eine Jury entscheidet in den Kategorien Aussehen, Geruch, Geschmack und Konsistenz, ob die preußische Dampf- oder die bayerische Weißwurst besser ist. Lesen Sie hier weiter

Dampfwurst-Weißwurst