Gesucht: Bayerns erste Weißwurstkönigin – Krönung im Herbst in Bodenmais


Die Weißwurst kriegt endlich ihre Königin: Am 6. Oktober wird sie in Bodenmais gekürt – die Idee kommt aus Zwiesel
Moser Sepp hieß der gute Mann, der am 22. Februar 1857 – es war der Faschingssonntag – in München erstmals Weißwürste kredenzte. 156 Jahre ist also dieses Aushängeschild der bayerischen Ernährung alt – aber im Gegensatz zu Bier, Wein oder Hopfen hat die Weißwurst immer noch keine eigene Königin. Das wird sich 2013 ändern. Und weil die Münchner es bis heute nicht hingekriegt haben, wird die erste Bayerische Weißwurstkönigin am 6. Oktober in Bodenmais gekrönt.

logoDie rührigen Hobby-Kabarettisten „Rosl und Bertl“ aus Zwiesel hatten die Idee dazu: Vor Monaten haben sich Roswitha Nötzel-Seemann und Albert Fritz über das Thema unterhalten „und wir haben gleich im Internet recherchiert – und nichts gefunden. Da haben wir uns gesagt: Wenn es noch keine Weißwurstkönigin gibt, dann stellen wir das auf die Beine“, erzählt Fritz. Offene Ohren fanden sie schnell: Beim Bürgermeister in Zwiesel und bei allen, mit denen sie gesprochen haben.

Doch so recht, wollte sich die Idee nicht weiter entwickeln. „Als Privatleute haben wir schnell festgestellt, dass wir so eine Aktion nicht stemmen können“, sagt Albert Fritz. Doch wirkliche Unterstützung fanden sie in Zwiesel nicht: „Irgendwie hat den Leuten die Begeisterung gefehlt“, sagt Fritz – und so blieb letztlich nur Bürgermeister Franz Xaver Steininger, der zwar alles dransetzen wollte, die Königin in Zwiesel zu küren – doch die Idee fiel in der Stadt auf keinen fruchtbaren Boden. „Es war eher so, dass wir hinter dem Rücken belächelt wurden“, so Albert Fritz.

Also haben er und seine Lebensgefährtin das Heil in Bodenmais gesucht – beim dortigen Tourismus-Chef Andreas Lambeck. „Der war Feuer und Flamme“, sagt Albert Fritz. Gemeinsam mit der BTM, mit Innungsmeister Stefan Einsle aus Bodenmais und mit den Ideengebern selbst wurden mittlerweile Nägel mit Köpfen gemacht.

Die Mission „Weißwurstkönigin“ hat also Fahrt aufgenommen. „Für Bodenmais ist das eine hochinteressante Sache, weil wir damit wieder bundesweite Resonanz finden werden“, ist Andreas Lambeck überzeugt – er vergleicht den Werbewert für den Ort mit der Misswahl 50+ vom vergangenen Dezember. „Deshalb haben wir uns die Rechte an der Krönungsfeier für die nächsten drei Jahre gesichert“, legt Lambeck nach.

Wichtig war ihm vor allem: Es sollte sich um keinen regionalen Klamauk handeln, sondern offiziellen Charakter bekommen. Deshalb ist die Königinnen-Kür mit der Innung in München abgesprochen, deshalb wird der Titel auch bayernweit vergeben. „Unser Ziel ist es, die Weißwurstkönigin vom Bayerischen Wald aus für ganz Bayern zu etablieren“, macht Lambeck deutlich.

Die ideale Veranstaltungsplattform gibt es ohnehin schon: Bisher wurde im Oktober der Bauernherbst veranstaltet. Nun rückt an diesem Tag – es ist der Sonntag, 6. Oktober – die Weißwurstkönigin in den Mittelpunkt. Und ein Logo gibt es auch schon. Es kann also los gehen, das große Fest am Marktplatz kann steigen. Bodenmais wird dann zum Mittelpunkt der weiß-blauen Weißwurstwelt.

Lothar Wandtner: Bayerwald Wochenblatt

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Bayerische Bierkönigin


 In einem spannenden und festlichen Finale konnte sich die Garmisch-Partenkirchnerin Barbara Hostmann gegen sechs Mitbewerberinnen um das Amt der Bayerischen Bierkönigin durchsetzen. Die selbstbewusste und charmante Touristikerin begeisterte sowohl die hochkarätig besetzte Jury als auch die 180 Gäste im Münchner Augustiner-Keller. Besonders ihre natürliche und herzliche Art aber auch ihr Bierwissen und Begeisterung für das Bierland Bayern überzeugten das Publikum. Bereits beim Casting für das Finale mussten die Bewerberinnen um das Amt der Bayerischen Bierkönigin die neutral besetzte Jury bestehend aus der Modedesignerin Lola Paltinger, Moderatorin Karin Schubert, Wiesn-Wirt Sepp Krätz, Tourismusmanager Florian Pötsch und Brauerpräsident Friedrich Düll von Ihrem Können und ihrer Persönlichkeit überzeugen.

Ausschlaggebend für die Wahl aus den insgesamt 7 Finalistinnen waren außer dem Urteil der Jury, tausende schon im Vorfeld online abgegebene Stimmen und das Votum der Gäste in der Wahlnacht.

Brauerpräsident Friedrich Düll gratulierte der frisch gewählten Bayerischen Bierkönigin als würdige Nachfolgerin von Barbara Stadler, deren letzte Amtshandlung als 2. Bayerische Bierkönigin die Übergabe der königlichen Insignien an Barbara Hostmann war. Für die überaus engagierte Arbeit der scheidenden Bierkönigin bei ihren Auftritten in Bayern, Deutschland und rund um den Globus bedankte sich Präsident Düll im Namen der ganzen bayerischen Brauwirtschaft. Bis April 2013 wird Barbara Hostmann nun gemeinsam mit dem Bayerischen Brauerbund „Bayerisches Bier“ präsentieren und den Bierfreunden nicht nur in Bayern den Gerstensaft aus dem Freistaat als ebenso hochwertige wie vielfältige Bierspezialität nahebringen.

Die neue Bayerische Bierkönigin beginnt die Amtszeit bereits am 23. April 2012, dem Tag des Bayerischen Bieres, an dem sie nach ihrem Antrittsbesuch bei Staatsminister Helmut Brunner am Münchner Bierbrunnen die Bayerische Bierwoche 2012 eröffnet.
Vielleicht sieht man die Bayerische Bierkönigin am 15.7.2012 in Zwiesel? Man kann nie wissen…….