Bodenmaiser Weißwurstschule setzt auf Brauerei FALTER


Bodenmaiser Weißwurstschule setzt auf Brauerei Falter
Privat-Brauerei aus Regen als optimaler, kulinarischer Begleiter
Bodenmais: Ab sofort kredenzt die „Königliche Weißwurstschule Bayerischer Wald“ regionale Bier-Spezialitäten ihren Seminarteilnehmern. Biere der Privat-Brauerei FALTER.

Die vielfach ausgezeichneten Biere der Privat-Brauerei FALTER kennt rund um den Landkreis Regen und darüber hinaus fast jedes Kind. Wenige Monate nach dem Ende des 30 jährigen Krieges und der Brandschatzung Regens durch die Schweden wird 1649 vor den Toren des Marktes ein bürgerliches Brauhaus gegründet.

Johann Baptist Falter

Namensgeber und Gründer der Privatbrauerei J.B. FALTER – Regen

Johann Baptist Falter, ältester Sohn von J.B. Falter, Brauereibetreiber zu Drachselsried, begann 1924 in der angepachteten Brauerei Pfeffer in Poschetsried bei Regen mit dem Bierbrauen.
1927 erwarb er die Brauerei Bruckmayer in Eppenschlag und ein Jahr später vergrößerte er sein Unternehmen mit dem Erwerb des „Bürgerlichen Brauhauses“ in Regen vom damaligen Besitzer Anton Schwaiger.
Noch im gleichen Jahr vereinte er die Braustätten und nannte sie „Bürgerbräu Regen“.
Johann Baptist Falter genießt auch heute noch einen legendären Ruf und schaut jedem ins Gesicht, der das kultige „Budderl“ in die Hand nimmt.
Metzgermeister und Chef der Metzgerei Einsle: „Uns war es wichtig, zu unserer mehrfach ausgezeichneten „Königlichen Weißwurst“ ein Bier erster Güte zu servieren. Und die Privat-Brauerei FALTER hat einen legendären Ruf und hervorragende Produkte. Die ideale Ergänzung zum Weißwurstessen.“
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Historische Brauerstube in Zwiesel mit neuer Attraktion


Exclusives Erlebnis in Zwiesel als neue Attraktion der 1.Dampfbierbrauerei

Blogbild 2Schon vor langer Zeit haben die Brauburschen der 1. Dampfbierbrauerei Zwiesel den Schalander zum Brotzeitmachen genutzt. In der nach alten Plänen originalgetreu nachgebauten Brauerstube fühlt man sich sofort nach betreten des Raumes in alte Zeiten zurückversetzt. Eine gemütliche Stimung erfasst die Besucher. Nirgendwo sonst lernen Sie die Gemütlichkeit, Geselligkeit und das niederbayerische Gemüt besser kennen als in dieser Stube. Im original nachgebauten Schalander (Brauerstube) von 1923 verkosten die Besucher heutzutage nach der Brauereiführung das Dampfbier und gönnen sich eine Brotzeit. Und jetzt kommt neben der beliebten Brauereiführung eine neue Attraktion dazu. Im altehrwürdigen Schalander gibt es ab sofort ein Weißwurstseminar gepaart mit einer Brauereiführung. Weißwurst und Bier. Eine geniale Paarung. Das Seminar hat es in sich und wird den Besuchern viel Spaß bereiten. Wie wird die Weißwurst richtig gegessen? Was sind die idealen Begleiter der Königin im Wurstrevier? Welche Verzehrmethode ist die richtige Essensart? Was ist überhaupt drin, in der bekanntesten Speise Bayerns? Was ist die preussische Methode? Seminar LA Löwen 1Kreuzschnitt, Längsschnitt oder doch der König Ludwigschnitt? Wo und wie wurde die Weißwurst geboren? Diese und noch ganz andere Geheimnisse werden in dem spassigen und kurzweiligen Seminar gelüftet. Nach der Theorie ist dann Kopfarbeit angesagt. Der Test zum „Weißwurstkenner Diplom“ steht an. Nach dem Wissenstest ist es aber dann soweit. Ein gemeinsames, gemütliches und griawiges Weißwurstessen ist ist der nächste Höhepunkt. Gut gestärkt macht man sich dann auf zur Brauereiführung, die wahrlich ein Erlebnis ist. Und zu guter Letzt wird dann im Schalander das Diplom an die Seminarteilnehmer verteilt. Kurzweilige 3 Stunden nehmen langsam ihr Ende und alle wissen: So etwas erlebt man nur exclusiv in Zwiesel. Im bayerischen Weißwurstmekka.

Ideal für Urlaubsgäste, Vereine, Betriebsausflügler oder Busgruppen

Anmeldung unter Tel.: 09922-84660 

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A Fetzn Gaudi is allemal

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Regen – Weißbier Geburtsstätte liegt im Bayerischen Wald


Vielen wird diese Tatsache unbekannt sein. Die Wiege des allzeit beliebten Weißbieres liegt nicht etwa in einer der bayerischen  Metropolen, sondern mitten im Bayerischen Wald. Danke an Sigrid Schiller-Bauer aus Regen für die Unterstützung dieses Artikels:

4Die Regener Bräuer stellten zunächst nur Braunbier her. Das Weißbier hat erst im 16. Jhd. von Böhmen her den Weg nach Bayern gefunden, Das erste Bayerische Weißbier soll bei uns im Bayerischen Wald gebraut worden sein: Herzog Wilhelm IV erteilte nämlich 1545 dem Freiherrn Hans von Degenberg in Schwarzach bei Bogen die Erlaubnis, Weißbier zu sieden. Die Degenberger waren ja auch die Herren auf unserer Burg Weißenstein. Vielleicht ist deshalb ziemlich bald, nämlich 1576, in Regen ein herzogliches Weißbierbrauhaus entstanden.

Die ansässigen Brauer wollten natürlich ihr Braunbier loswerden und wehrten sich gegen das Weißbier mit der Begründung, es sei ein unnützes Getränk. Das Rentamt Straubing hat daraufhin die Herstellung von Weißbier ganz verboten.

In München hat man aber ein gutes Geschäft gewittert und die Hofkammer verfügte ein Weizenbierprivileg.

Bis vor 200 Jahren war das Brauen von Weißbier ein landesfürstliches Vorrecht. Das Weißbier war sehr modern (ähnlich wie heute die Alkopops) und warf bald eine bessere Rendite ab als das braune Bier. Außerdem war das Weißbiersieden das ganze Jahr über erlaubt, Braunbier durfte ja nur im Winter gebraut werden.

Das Weißbiermonopol war eine sichere Einnahmequelle für die Wittelsbacher. Man könnte fast sagen, dass das Weißbier Bayern finanziert hat, u.a. auch den dreißigjährigen Krieg. Und auch für den Markt Regen war das Weißbier wichtig: Die Hälfte des Reinertrages des kurfürstlichen Weißen Brauhauses floss in die Gemeindekasse und war damit lange Zeit Regens beste Einnahmequelle.

Als die Weizenbiernachfrage sank, weil die Qualität des Braunen Bieres durch neue Brautechniken besser wurde, machten die herzoglichen Brauhäuser Verluste und wurden verkauft. 11 Bräuer des Marktes Regen taten sich 1807 zusammen, kauften das Weißbierbrauhaus und machten damit noch gute Gewinne. 1857 brannte es beim großen Brand um die Kirche ab.

Bis vor 60 Jahren hat auch die Weißbierbrauerei Huber in Regen noch Weißbier gesotten und es in diesem Keller gelagert.

Die Bierkeller in Regen können besichtigt werden und sind allemal eine Reise wert. Link anklicken

Weißbier: Eine spritzige Geschichte


0 rulDer Ursprung der modernen bayerischen Weizenbierentwicklung liegt im niederbayerischen Schwarzach, dem Stammsitz der Degenberger. Am 3. August 1548 verlieh Herzog Wilhelm IV. (derselbe also, dem wir das „Reinheitsgebot“ 32 Jahre zuvor verdanken) seinem Landhofmeister in Niederbayern, Hans VI. von Degenberg, in Schwarzach in Würdigung seiner Verdienste das Privileg, im nordostbayerischen Raum Weiß- oder Weizenbier zu brauen und zu verkaufen.

Die Degenberger verfügten über drei Brauhäuser: in Schwarzach selbst, in Zwiesel und in Linden, in denen sie Weißbier herstellten. Der Wirtschaftszweig entwickelte sich rasch zu bedeutendsten Einnahmequelle der Familie.

Lesen Sie hier weiter: 

A Weizn

 

Empfehlung (IV) Metzgerei Wittmann in Neumarkt/Opf. Weißwurst-Mekka


4Irgendwann einmal, vor ein paar Monaten, ist mir irgendwie die Metzgerei Wittmann aufgefallen, um dann fast wieder in Vergessenheit zu geraten. Einmal hat sich der Herr Wittmann per Mail gemeldet, um unseren Blog zu loben. Darin hat er auch anklingen lassen, daß man sich vielleicht mal sehen wird. Ich habe mich dann in die Metzgerei des Herrn Wittmann „hineingelesen“ und kam zu dem Entschluß. Da muß ich hin und mir selber ein Bild machen. Auch der Blog „extra prima good“ hat seinen Teil zu diesem Besuch beigetragen.

An einem heißen Wochenende im Juli 2013 (Rekordhitze)  nahm ich meine Rosl mit auf die Reise nach Neumarkt. Fast unscheinbar an einer Hauptstraße steht das Familienunternehmen Wittmann. Ein Tisch war für uns Beide reserviert. Und was trinkt man bei dieser Bullenhitze?? Natürlich ein Weizn von der heimischen Bio-Brauerei Lammsbräu. Und auf einmal ist er da. Der Chef persönlich begrüßt uns mit einem Lächeln und setzt sich zu uns.

IMG_6957Zuerst stärken wir uns.  Natürlich mit den Weißen vom Wittmann, welchen ein hervorragender Ruf in ganz Bayern vorauseilt.  Die Weißen sind unvergleichlich. Helle Marmorierung mit ausreichender Petersilienverteilung. Feine Brätnote in der Nase. Kein fremder Rest. Leichter Zitrusanklang(!). Flaumig, wollige Textur. Nichts (mehr) für Zuzler. Die Würze ist perfekt ausgewogen. Und natürlich geht es ohne Geschmacksverstärker! Note 1. Solche Weißwürste sind fast einzigartig im weiß/blauen Land und sind schlicht und einfach als genial zu bezeichnen.

Gut gestärkt geht es dann ins hauseigene „Weißwurstmuseum“. Extrawurstführung. Auf 150 qm kann man sich technisch erschöpfend (noch einmal) der Wurst nähern. Das Museum gibt es seit 2010 und ist das einzige auf der ganzen Welt. Bereits seit 2006 unterhält Wittmann auch eine „Weißwurstakademie“. In 2-3 Stunden können Gruppen ab 10 Personen ein „Weißwurst-Diplom“ erwerben. Dazu gehören Theorie und Praxis. So füllen die Teilnehmer selbst Würste und drehen diese ab. Und verspeisen diese dann auch gemeinsam.

Wittmann ist mit Herzblut dabei. Das spürt man mit jedem Wort. Der Wittmann lebt die Weißwurst und das Drumherum. Nicht ein einziges mal hat man den Eindruck, es könnte sich hier um kommerzorienterten Erlebnisquatsch oder Traditionstümelei handeln. Nicht eine einzige Sekunde.

Den 150. Geburtstag der Wurst am 22.02.2007 würdig zu feiern, haben die Münchener Metzger hingegen verpennt – aber Wittmann war da! Er brachte an diesem Tag seine Werkzeuge und Mannen ins Hofbräuhaus an die Isar und fertigte dort offiziell die Jubiläumswurst zum Festakt. Eine echte Oberpfälzer Harke in der Oberbayerischen Herzkammer! Die Geschichte erzählt der Chef mit Stolz. Diese Finte ist ihm gelungen.

6Allerlei Interessantes vom Metzgerhandwerk früherer Tage hat er uns erzählt. Und ab und an kommt in einem die alte Zeit wieder hoch. In meine Kinder und Jugenzeit fühle ich mich da versetzt. Allerhand Gerätschaften werden im Museum gezeigt. Und zu jedem Teil hat Wittmann etwas zu erzählen. Kurzweilig war die Führung. Und eines weiß ich. Da fahr ich mit meiner Rosl wieder hin.

Der Wittmann ist ein Glücksfall. Für das Metzgerhandwerk. Für den Verbraucher und den Geniesser. Ein paar Wittmanns würden unserer Discounter verseuchten Zeit gut tun.

Wer das nicht gesehen hat, kann sich das alles bildlich nicht vorstellen. Und da übertreibe ich bei Leibe nicht.

Hier ein lesenswerter Bericht von prima extra good.

Wissenswertes: Dampfbierbrauerei Pfeffer Zwiesel


Wolfgang Pfeffer gründete im Jahre 1889 die „Erste Dampfbierbrauerei“ in Zwiesel. Damals wurden vorrangig dunkle Biere gebraut, mit ehrwürdigen Rezepten, malzig, samtig, füllig – für einen unverfälschten, altbayerischen Biergenuß.

Die Geschichte der 1. Dampfbierbrauerei Zwiesel

Pfeffer BrauereiIm Jahre 1878 übernahm Wolfgang Pfeffer von seinem Vetter Franz Pfeffer aus Ottmannszell bei Lam die Brauerei in Zwiesel Stadtplatz 60. Wolfgang blieb noch 4 Jahre als Braumeister in Mainz. Seine Brüder Josef und Michl leiteten inzwischen den Betrieb, der eine als Braumeister der andere als Gastwirt. Sofort nach seiner Ankunft in Zwiesel begann Wolfgang beim Sommerkeller an der Regenerstraße die Brauerei aufwendig auszubauen. Dies führte bald zu finanziellen Schwierigkeiten, die nur mit Hilfe von Josefs Ersparnissen gemeistert werden konnten.
Die „Erste Dampfbierbrauerei Zwiesel“ wurde gegründet. Es war das Jahr 1889.
Bereits am 7 Juli 1891 starb Wolfgang. Am 31.1.1892 musste seine Erbin Anna am Amtsgericht Regen Konkurs erklären. Noch vor Konkursschluss kaufte der Gerichtsvollzieher Josef Zwack mit Josef und Michael Pfeffer der Witwe das gesamte Anwesen ab.
In der Nacht vom 2. auf den 3. Oktober 1898 brannte die Brauerei total nieder. Nach dem Wiederaufbau schied Josef Zwack im Jahre 1901 gegen eine Ablöse wieder aus dem Betrieb aus.
Heute ist der Betrieb immer noch in Familienbesitz und wird von Mark Pfeffer in der 5.Generation geleitet. Ober- und untergärige Biere werden auch heute noch in der Tradition von Wolfgang und Josef Pfeffer eingebraut und im mittleren bayrischen Wald vertrieben. Zur Spezialität der Brauerei hat sich aber das Dampfbier entwickelt. Es wurde im Jahre 1989 zur 100 Jahrfeier nach den überlieferten Vorschriften aus der Gründungszeit wieder eingebraut. Seither ist das Dampfbier aus Zwiesel zu einem Begriff geworden. Urlauber haben es weit über den Bayerischen Wald hinaus bekannt gemacht. Dadurch ist das Dampfbier zu einer wichtigen Säule im Konkurrenzkampf der 1. Dampfbierbrauerei gegen die Massenbiere geworden.

MassUm die Jahrhundertwende waren im bayerischen Wald Weizen und Hopfen ein rarer Rohstoff. Wolfgang Pfeffer braute trotzdem ein hervorragendes obergäriges Bier, das „Dampfbier“. Er verwendete kein Weizenmalz sondern nur Gerstenmalz von leicht bräunlicher Farbe. Mit dem teuren Hopfen mußte natürlich gespart werden. Die Gärung mit obergäriger Hefe verlief rasch in hölzernen, offenen Bottichen bei Temperaturen von 18- 20° C. Dadurch kam es zu einer heftigen, schnellen Kohlensäureentwicklung, die an der „Decke“ (Schaum über der Flössigkeit) große Gasblasen entstehen ließ. Diese zerplatzten von Zeit zu Zeit, so daß der Eindruck entstand, „das Bier dampft“. Der Name „Dampfbier“ war geboren!
Nach der Gärung wurde es in große hölzerne Lagerfässer gefüllt. Diese standen in den weit in den Berg gehauenen Felskellern, die auch heute noch in Betrieb sind. Die Entlüftungsschächte sind über zehn Meter durch Erdreich und Felsen gehauen und mit einer Trockenmauer gesichert worden. Sie sind heute noch vor dem Eingang zur historischen Erlebnisbraustätte zu besichtigen. Zum 100-jährigen Jubiläum der Brauerei 1989 wurde das Dampfbier nach den überlieferten Rezepturen des Wofgang Pfeffer original wieder eingebraut. Es reift seit dem nach wie vor in den alten, tiefen Felskellern.

Nach dem deutschen Reinheitsgebot von 1516

So sorgfältig und handwerklich brauen wir unser Bier. Erleben Sie in einer einzigartigen Brauhausatmosphäre hautnah die Herstellung unserer süffigen, bayerischen Biere.
Machen Sie einen Rundgang durch die Dampfbierbrauerei. Alte Brautradition geht hier eine gelungene Verbindung mit modernster Brautechnik ein. Der Höhepunkt des Rundganges ist ein Umtrunk im „Schalander“ (der Brauerstube). Nirgendwo lernen Sie, bei einem Dampfbier, Gemütlichkeit, Geselligkeit und niederbayerisches Gemüt besser kennen.

1. Dampfbierbrauerei Zwiesel GmbH & Co.KG
Regener Straße 9
D-94227 Zwiesel
Telefon: +49(0)9922-8466-0
Fax: +49(0)9922-8466-55
E-mail: info@dampfbier.de

Weißbier, Weißwurst,Unterwelt


Die Bier- und Eiskeller in der Pfleggasse in Regen

0IMG_3086Am 6.4.2013 machten die Freunde und Liebhaber vor ihrem Weißwurst-Frühschoppen Station in der Pfleggasse in Regen um sich in der Regener Unterwelt umzusehen. Unter fachkundiger Führung von Frau Sigrid Schiller-Bauer begann eine Excursion in bisher Unbekanntes und so mancher machte große Augen, als er erfahren hat, das Bier lagern so aufwendig war. Sogar einen eigen Weißbierkeller gibt es zu besichtigen. Schon unsere Vorfahren achteten penibel darauf, daß zur Weißwurst auch frisches, kühles Weißbier kredenzt werden konnte.

Das dürfte wohl einzigartig in der gesamten Region, wenn nicht Bayern weit sein, in der Regener Pfleggasse sind sage und schreibe 21 Bier- und Eiskeller angelegt. Etwa 300 Jahre sind die Gewölbekeller alt, kunstvoll gemauert aus dem „Regenbühl Gneis“ einer Gesteinsart, die es nur in Regen gibt.

Bis vor etwa 60 Jahren wurden die Keller genutzt, von Privatleuten, Wirtshäusern, Lebensmittelgeschäften und natürlich von den Brauereien, deren große Anzahl dürfte auch für die hohe Kellerdichte verantwortlich sein. 1850 hatte Regen 14 Brauereien bei 1500 Einwohnern, das heißt auf 115 Regener kam eine Brauerei, in München gab es zur selben Zeit eine Brauerei auf 700 Bürger.

Es sieht so aus, als hätten sich die Regener hauptsächlich vom Bier ernährt, die Vielzahl der Brauereien ergab sich jedoch aus der wirtschaftlichen Bedeutung, die der Markt Regen einst hatte. Regen war wirtschaftlicher Mittelpunkt im Bay. Wald, über das Jahr verteilt fanden am Marktplatz 11 große Viehmärkte statt, bei denen bis zu 400 Ochsen verkauft wurden, es gab dazu parallel einen Lein- und Garnmarkt und viele kleinere Märkte, zu denen aus der gesamten Region Menschen in den Ort strömten. Außerdem lag Regen direkt am Handelsweg Böhmen-Bayern, alle, die auf diesem Weg unterwegs waren, mussten über die Regenbrücke in den Markt hinein. Bei so vielen Menschen war der Bierverbrauch natürlich recht erheblich, und jede der 14 Brauereien hatte ihr Auskommen.

Die Märkte verloren etwa um 1900 an Bedeutung, die Brauereien wurden weniger und mit dem Einzug des elektrischen Stroms brauchte man die Keller nicht mehr, sie wurden einfach „vergessen“.

Seit November 2009 graben die „Postkellerfreunde Regen e.V.“ die vergessenen Schätze wieder aus, im wahrsten Sinne des Wortes, bei den Führungen durch die derzeit vier zugänglichen Keller können die Besucher Geschichte und Geschichten, von Regen, den Kellern und natürlich auch vom Bier „erleben“, als Belohnung gibt es nach jeder Führung ein kellerfrisches Bier zu probieren.

Führungen:

Mai-Oktober: Jeden 2. Donnerstag, 19.00Uhr

Ganzjährig Führungen nach Absprache:

für Gruppen / Einzelpersonen jederzeit möglich

bis 8 Personen 35 €

ab 8 Personen 4 € pro Person

Quelle:www.regen.de

Wissenswertes: Schalander


Wissenswertes: Schalander

Den Aufenthalts- und Essraum für die Mitarbeiter einer Brauerei nennt man Schalander. Früher, als die Brauer noch auf Wanderschaft gingen, diente der Schalander auch als Schlafraum für die Gesellen der Brauerzunft, die sich auf der Walz befanden. Nur der «Schrulle», eine ungelernte Hilfskraft, die für die einfachsten Arbeiten in der Brauerei zuständig war und deshalb in der Brauer-hierarchie die unterste Stufe, durfte nicht in den Schalander.

Durch die zunehmende Automatisierung der Brauvorgänge, die einen erheb-lichen Personalabbau nach sich ziehen, verliert der Schalander mehr und mehr seinen ursprünglichen Zweck. Viele Brauereien haben deshalb heute den Schalander, nach einer Renovierung der teilweise mit schönen Wandmalereien und historischer Einrichtung ausgestatteten Räume, in den normalen Braugast-hofbetrieb eingegliedert. Auch für die Bierverkostung nach einer Brauerei-führung wird der Schalander heute genutzt.

Die Herkunft dieses besonders im süddeutschen Raum üblichen Ausdrucks ist nicht sicher geklärt. Wahrscheinlich geht das Wort zurück auf den Namen einer im 13. Jahrhundert gegründeten religiösen Bruderschaft, auf die «Kalanden» oder Kalandsbrüder, die ihre Versammlungen immer am ersten Tag eines Monats (lat. calendae) abhielten. Da sich die Mahlzeiten bei diesen Zusammen-künften zu Schwelgereien und Festen entwickelten, wurde der Name «Kaland» seit dem 17. Jahrhundert, besonders im niederdeutschen Sprachgebrauch, im Sinne von „gesellschaftliche Zusammenkunft, Ort dieser Zusammenkunft, Festessen oder Gasthof“ verwendet (kalandern = schmausen, zechen). In diesen Zusammenhang gehört wohl auch das süddeutsche Wort «Schalander» in seiner älteren Bedeutung als Nebenraum der Braustube. Der «sch»-Anlaut könnte dabei auf den Einfluss von «Chaland» (franz. Kunde, Kundschaft) beruhen, da in diesem Nebenraum vermutlich ein Bierausschank zu günstigem Preis erfolgte und dieser auch als Aufenthaltsraum für die Beschäftigten der Brauerei diente.

Sauwa eingschenkt


Sauwa eingschenkt..

Am Samstag wurde im Ferienpark Arber die Fastenzeit, sprich, Starkbierzeit eingeläutet. Fastenzeit ist eben Starkbierzeit. Dieses besonders gehaltvolle Bier darf auch in der Fastenzeit genossen werden, wie die Überlieferung besagt. So wird berichtet, dass vor langer Zeit bayerische Mönche ein Fässchen Bockbier nach Rom schickten zur Prüfung, ob der Trunk mit den kirchlichen Vorschriften vereinbar sei. Doch die Reise über die Alpen und die warme Sonne Italiens ließen den Sud völlig verderben. Der Papst probierte und konnte in dem abscheulichen Getränk keine Gefahr für das Seelenheil seiner Mitbrüder erkennen. Seither gehören Bockbier und Fastenzeit zusammen.

Im vollbesetzten Restaurant im Ferienpark Arber hat der Herr Staatssekretär für Kultur, Bernd Sibler dass Fassl vom Pfefferbräu gekonnt angezapft. Nicht irgend ein Fassl. Ein Fassl Silvator war das. Das Bier selbst ist ein heller Doppelbock, auch wenn er farblich ins bronzefarbene tendiert. Das Aroma ist würzig, fein süsslich und satt malzig. Überraschend ist die gute Süffigkeit. Lobenswerterweise verzichtet der Silvator (jetzt hätte ich schon wieder fast „Salvator“ geschrieben) auf vergoren-fruchtige Noten und er enthält sich auch der, ob der 7,5% befürchteten, Alkoholanklänge. Helle Doppelböcke sind nicht jedermanns Geschmack und man sollte auch auf keinen Fall mit der Erwartungshaltung eines dunklen Doppelbockes herangehen, persönlich finde ich den Silvator der Brauerei Pfeffer jedenfalls sehr gelungen.

Als Fastenprediger fungierte in seiner unnachahmlichen Weise der Rupp Sepp, nachdem der „Einheizer“ Stadtrat Stangl Karl den Saal auf Betriebstemperatur gebracht hatte. Die „Zwiesler Tanzl Muse“ hatte ebenfalls ihren Beitrag zur Stimmungsanhebung geleistet. Unverfälschte bayerische Klänge liessen das Herz höher schlagen und man fühlte sich gleich boar. wohl. Gmiatlich hoid.

Und dann der Auftritt des Fastenpredigers. Des Bruders Barnabas. Das sind wir Zwieslern ja den Hauptstädtern in Minga mehr als eine Nasenlänge voraus. Wir haben noch einen Bruder Barnabas. In Minga hams nur noch eine Mama. Alle Register hat er wieder gezogen, der Rupp Sepp, und den Kommunalpolitikern die Leviten gelesen. Mal deftig, mal hintersinnig stichelnd. Mal ernsthaft hat er seinen Finger gehoben. Verschont hat keinen. Jeder hat sein Fett weg bekommen. Einmal mehr, einmal weniger. Der Eine oder Andere Angesprochene dürfte schon kräftig geschluckt haben, damit der Kloss im Hals nicht stecken bleibt. Bei anderen wiederum konnte ein gequältes Lächeln ausgemacht werden. kurz und knapp gesagt, war es eine kurzweilige Veranstaltung.

War im März gen Judica / wiederum der Frühling nah,kam – zu ehren alte Sitten – / der Herr Kurfürst selbst gerittenauf die Neudeck ob der Au / zum Paulaner-Klosterbau.Dort empfing den Landesvater / Barnabas, der Bräuhausfrater,ihm beglückt und freudeglänzend / einen Humpen Bier kredenzendmit dem Gruß, der bis zur Stunde / sich erhielt im Volkesmunde:„Salve, pater patriae! / Bibas, princeps optime!“