Zwist um Brezn-Herz


Um die Brezn als Münchner Traditionsgebäck ist ein Streit entbrannt. Ausgerechnet eine Brezn in Herzform sorgt in der Weltstadt mit Herz für Zwist: Zwei Münchner haben für ihre herzige Brezn einen markenrechtlichen Schutz beantragt – dagegen laufen die Bäcker Sturm. Bis zur Eintragung der Marke, die mehrere Monate dauern kann, weiß nun niemand, ob die Herz-Brezn nur mit Erlaubnis der Erfinder produziert werden kann – oder wie gewöhnliche Brezn von jedem Bäcker.

Der Designer und Juwelier Peter Luger und sein Kompagnon hatten eine ganz spezielle Herz-Brezn entwickelt, nämlich aus zwei Strängen zusammengeflochten und mit einer Umdrehung verschlungen. „Die Bäcker sagen, das hat es immer schon gegeben. Aber so hat es das eben noch nicht gegeben – so formstabil und einfach“, erläutert Luger nach einem entsprechenden Bericht der „Abendzeitung“ (Dienstag, 21. August). „Meine Idee war: München ist die Weltstadt mit Herz – das lässt sich gut verkaufen, ein Herz ist immer gefällig.“

Die Bäcker lehnen den markenrechtlichen Schutz für die Herzbrezn strikt ab. „Wir haben die Auffassung, dass man eine bestimmte Form nicht schützen kann“, sagt der stellvertretende Obermeister der Bäckerinnung München, Heinrich Traublinger junior. „Die Brezn ist weit über tausend Jahre alt, und die Herz-Brezn gibt es seit Jahrhunderten. Das ist in Büchern dokumentiert.“ Verschiedene Herzformen seien unter anderem in einer Anleitung für Lehrlinge aus den 60er Jahren abgebildet. „Wenn man heute die Brezn in Herzform patentiert, ist es morgen die normale Brezn und übermorgen die Semmel.“ Die künstlerische Freiheit der Bäcker sei damit eingeschränkt. „Es geht ums Prinzip“, betont Traublinger. „Wahrscheinlich ist noch nie jemand auf die Idee gekommen, ein Gebäck in Herzform zu patentieren.“

Schon im Frühjahr ließen die Erfinder ihre Herz-Brezn bei einem Münchner Bäcker für Biergärten produzieren, im Herbst sollte sie unter anderem auch aufs Oktoberfest kommen. Als die Vertragsbeziehungen für die bereits laufende Auftragsproduktion schriftlich gefasst werden sollten, gab es plötzlich Zwist: „Der Bäcker wollte sich darauf nicht einlassen“, sagt Lugers Anwältin Stephanie Haslinger. Nun steht die Produktion; Haslinger erwägt bereits rechtliche Schritte für den Fall, dass der Bäcker die Brezn eigenmächtig produziert.

„Ich wollte niemandem was wegnehmen“, sagt Luger. „Dafür, dass das was Besonderes ist, kostet es ein paar Cent mehr, unseren Gewinnanteil. Der Bäcker hätte nichts verloren und die Kunden hätten es gerne gezahlt, weil es etwas besonders ist. Und jetzt kommt die Gier und keiner gönnt einem was…“

Quelle: http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=1354&pk=123605&p=1&fb_source=message

Wir haben nachgschaut beim Patentamt. Gfundn hamma nix. Wie die Geschichte genau ausgangen is, wissen mia ned. Aber eins weiß ich gewiss. Mei Vater hat 1958 zum Einzug in´s neue Haus beim „Begga Xual“ in Bodenmais 10 Breznherzn machen lassn. Da ham de Streithansln noch ned mal drangedacht, daß sowas gibt.