Jetzt schon an später denken. Biergartenzeit


00 Greil 12Die Eröffnung der Biergartensaison is no aa Zeitl entfernt und is ja Gott sei Dank ned amtlich festg’legt. Da richtige Zeitpunkt konn sei vor’m Maikäfer oda nach’m  Maikäfer – aba aa zua Zeit vom Holzbock! Beim Auftreten von dem Borkenkäfer konn’s feile a scho so weid sei. Wenn da Borkenkäfer scho arbat, dann konn’s losgeh… Wobei der andere Schädling, die Miniermotte, der konn da no ned mid hoitn. Die Miniermotte hod”s scho schwerer, die is ja auf Kastanien spezialisiert. Die muass dann wart’n, bis die Kastanien austriem hom. Der Schädling is praktisch o’gwiesn auf die Kastanien, wohingegen da Biertrinker ned, des ist der große Unterschied!

Und  Der Biertrinker is normalerweise koa Schädling, sondan ein Nützling, oda?

So lang die Kastanien no koan Schatt’n gem, is der Biertrinker aiso im Vorteil. Do brauchst du dann nämlich ois Biertrinker a koa Bierfuizl. Da Bierdeckel is ja quasi a Bewaffnung g’wesn gega’n Maikäfer. Oda gega’n Schboz, der oam in Kruag neischeißt.

Ob I an Lieblings-Biergarten hob? Na, eigentlich ned. Aba I muass imma strategisch guad hogga. Fia mi is imma wichtig, dass I ned mittendrin, sondan eher an da Peripherie hogg’. Soit a Hendlgeruch oda irgendwie so wos in da Nähe sei, dann mechd I so sitz’n, dass si der Hendlgeruch a bissal mit’m Geruch von de öffentlichen Toiletten kreizt. Genau do gibt’s dann meistens die spannendsten Geschehnisse in am Biergarten. Do sitzt ma dann nämlich zwischen de zwoa wichtigsten Pole von am Biergarten.

Zitiert aus Gerhard Polt

In Zwiesel gesehen


Adventskränze gibt es ja in allen möglichen Variationen. Amerikanisch verkitscht, als Gesteck oder viereckig. Das es auch ökologisch und gschmackig geht, zeigt dieser ess-und trinkbare Adventskranz aus Zwiesel.

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Facebook Star gibt ein: „Gefällt mir“


Auch Stars lieben das aussergewöhnliche. Gewöhnliches ist einem Star zu gewöhnlich. Deshalb hat der Facebooker Wiggal das Kult T-Shirt vom Weißwurst Stammtisch Zwiesler Winkl geordert. Mia hoffn, er wächst noch rein.

99 Sachen…Das neue Buch vom BR


Am heutigen Montag, den 15. Oktober, erscheint das Buch zur Aktion des BR, „99 Sachen, die muss ein Bayer machen“. Es ist ein Buch für g’standene Bayern aus allen sieben Regierungsbezirken, die glaubten, alles über ihr Land zu wissen, aber auch für Zugereiste und Durchreisende, die nur einen Schnupperkurs in bayerischer Lebensart absolvieren wollen. Und unser Mitglied Weber Rudolf, Frauenau hat mit seinem Vorschlag überzeugt und wird in dem Buch erwähnt.

Und do könnts reinhörn…. A scheena Bericht…

Und des san de 99 Sachen…

Gourmet testet Weißwurstsenf für Weißwurst Stammtisch


Er speist in den feinsten Lokalen die erlesendsten Speisen. Genauso schmeckt ihm aber auch gut gemachte Hausmannskost von seiner Mama. Die Facebook Kultstar „Wiggal“ hat uns ein paar Bilder rübergeschickt um uns zu zeigen, daß er diesen Test selbst durchgeführt hat. Bei dem getesteten Senf handelt es sich um ein Produkt einer Metzgerei aus dem schwäbischen. Der Gourmetsenf unterscheidet sich von anderen süssen Senfsorten durch seine noch gröbere Körnerstruktur. Und wenn der Wiggal meint, den Senf löffelweise zu sich nehmen zu müssen, dann muß es sich schon um etwas besonderes sein. Wir bedanken uns für die Bilder recht herzlich.

Botschafter für Zwiesel


Der Zwiesler Weißwurst Blog unterstützt die tolle Aktion der Stadt Zwiesel und hilft mit, den Namen unserer Heimatstadt in die Welt hinauszutragen. Wir hoffen, es mögen viele Zwiesler bei dieser Aktion mitmachen.

Vergessener Wortschatz. Heute: „Foam“


Der Foam

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Beim Öffnen einer Bierflasche passiert es gelegentlich, dass der Inhalt druckvoll überläuft oder gar herausspritzt. Im Glas fällt der Schaum anschließend schneller zusammen als gewöhnlich. Die Brauereien benennen dieses Phänomen mit dem englischen Wort „gushing“. Der Bayerische Brauerbund führt dieses Überschäumen nicht auf einen Braufehler, sondern auf die Rohstoffe zurück.

Auch dieses Jahr ist der Gushing-Effekt schon des öfteren aufgetreten. Mälzereien und Brauereien haben so gut wie keinen Einfluss darauf. Auf die Sprache hätten sie allerdings schon Einfluss. Sie könnten den Anglizismus durchaus vermeiden, denn im Bairischen gibt es mit Blick auf die Schaumentwicklung beim Bier den altehrwürdigen Begriff Foam. Er wird noch dazu wie ein englisches Wort geschrieben und ist in England geläufig.

Wenn einem Biertrinker der Foam im Bart hängt, wird es Zeit, dass er ihn abwischt. In einem in Georg Queris „Kraftbayrisch“ (1912) abgedruckten Gedicht heißt es: „Hat der Bauer des Stück na verkafft, sauft er, dass eahm der Foam abilafft.“

Auch Gerhard Polt zitiert das Wort hin und wieder. Wenn einem Mann die Spucke (bairisch: Speiberling, Soiferling) aus dem Mund rinnt, dann foamt er. Es sind Fälle bekannt, in denen solche Männer den Beinamen Foamer erhielten (Foamer Schorsch).

Die schriftdeutsche Entsprechung zu Foam ist das Wort Feim, das aber seltener zu hören ist als das dazugehörige Adjektiv abgefeimt (abgeschäumt, gerissen, durchtrieben). Wenn auf dem Oktoberfest schlecht eingeschenkt ist und zu viel Foam im Krug ist, bezichtigt der enttäuschte Gast die Wiesnwirte manchmal der Abgefeimtheit.

Dem Foam könnte das lateinische Wort spuma (Schaum, Gischt) zugrunde liegen, das sich im Alt- und Mittelhochdeutschen zu veim, im Frühneuhochdeutschen zu faum und feim gewandelt hat. Die in Anglizismen vernarrte Brauindustrie könnte also in Bayern statt gushing den „gascherten Foam“ einführen, bairischer und englischer geht es kaum.

Quelle: http://ak-heimatgeschichte.mitterfels-online.de/joomla/index.php/schwarzes-brett/bairisch/211-kratzers-wortschatz

Vergessener Wortschatz. Heute: „Hundsgribbe“


Hundsgrippe

Gewöhnliche und ungewöhnliche Ausdrücke aus dem Bairischen

Der Kabarettist Michael Altinger hat neulich beklagt, dass der Hundskrüppel (Hundsgribbe) ausstirbt. Tatsächlich ist dieses Schimpfwort nur noch selten zu hören. Altingers Theorie: Viele Buben trauen sich nichts mehr. Träge, computerhörig und der Natur entfremdet, können sie mit Bächen, Weihern, Heuschobern und Bäumen nichts mehr anfangen. Sie kämen nie und nimmer auf die Idee, wie Altinger es vorschlug, sich auf einen Golfplatz zu schleichen, die Löcher vollzubieseln und dann unschuldig zuzuschauen, „wie die Bonzen alle neilangen.“

Anschauungsunterricht für Hundskrüppel böten auch die alten Lausbubengeschichten von Ludwig Thoma, die aufzeigen, wie man heimlich Tinte ins Weihwasserbecken schüttet, bevor die Kirchgänger sich damit die Stirn benetzen. Auch Gerhard Polt (Foto) war ein Hundskrüppel, wie er in seinem Buch Lehrjahre eines Übeltätersnachweist. Einmal quetschte er einen Rollmops, den er in der Sonne gären ließ, unter die Bodenleiste eines Geldinstituts, das danach gravierende olfaktorische Probleme zu meistern hatte.

Griesgrämige Erwachsene und Grantler waren beliebte Zielobjekte von Hundskrüppeln. Deren Fluch „Ja du Hundskrüppel, du verreckter!“ brachte den Missetätern Ruhm und Anerkennung ein in jener Zeit, in der die Dorf- und Vorstadtkinder noch ungeahnte Freiheiten genossen. Im Gegensatz zur heutigen Jugend, die nach Frühkasernierung in Krippen und Kindergärten unter staatlicher Aufsicht auf das schnelle Abitur hindämmert, aber keine Ahnung vom Baumkraxeln, Sauschlachten und Fröschefangen hat.

Im Übrigen ist das Präfix hunds- zur pejorativen Verstärkung im Bairischen gang und gäbe: Hundsbub, Hundswetter, hundsmiserabel, hundsgemein… Das im Germanischen wurzelnde Wort Krüppel ist hier im Sinne von Spitzbub zu verstehen.

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