Da Sterz (Schdeaz)


Schdeaz1

500 g gekochte Erdäpfel,
ca. 150 g Mehl,
100 g Butterschmalz. Der Steaz mag es schmalzig. Nicht sparen damit. Sonst wird er zu trocken.
Salz.

Die vorzugsweise mehligen Kartoffeln kochen (am besten am Tag davor). Die kalten Kartoffeln durch die Kartoffelpresse drücken. In eine große Schüssel oder auf ein Nudelbrett geben und Mehl und Salz darüber verteilen. Mit zwei Gabeln alles gut vermengen bis ein bröseliger Teig entsteht. Schmalz im Backofen in einer Reine oder Auflaufform zergehen lassen und die Kartoffelbrösel locker einstreuen. Ca. 45-50 Minuten bei 200 Grad im Backofen unter öfterem Wenden goldbraun backen. Am besten dazu schmeckt Sauerkraut.

Alternativ kann man den Sterz (bayr. Schdeaz) auch in der Pfanne zubereitet werden. Der Sterz verlangt viel Butterschmalz und muss oft gewendet werden, bis er eine schöne Bräune hat.

Foto: http://www.kleinezeitung.at

0 Schdeaz Kraut 2

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Fast vergessen: Da Hoiwawagga


Da „Hoiwawagga“

‚Hoiwawagga‘ ist im bayrischen Wald ein Heidelbeerdatschi. ‚Hoiwa‘ ist das Dialektwort für die Heidelbeere, das wäre im Schriftdeutschen die ‚Heidbeere‘ statt Heidelbeere und ‚Hoiwa‘ im Dialekt. Und ‚Wagga‘ ist ein Dialektwort für eine Art Kuchen eine Mehlspeise. Das hängt wohl mit der gleichen Wurzel zusammen wie das deutsche Wort ‚Wecken‘ im Brotwecken und bedeutet letztlich also etwas Kuchenartiges. Also ‚Hoiwawagga‘ für Heidelbeerdatschi aus dem Bayrischen Wald.

Hoiwawagga 2

Zutaten:

1/2 Pfund Mehl 4 Eier 1 Prise Salz 1/8 Liter Milch 2 Tassen Heidelbeeren, es können auch mehr sein, je nach Geschmack.

Zubereitung

Eier, Mehl, Salz in eine Rührschüssel geben, Milch tröpferlweise immer wieder dazugießen. Mit dem Schneebesen tüchtig schlagen bis der Teig fein und geschmeidig, nicht zu dick und nicht zu dünnflüssig ist. Ein Bratreindl gut mit Distelöl einfetten, den Teig hineingießen. Heidelbeeren drüberstreuen. Nicht zu sparsam sein damit, sie verschlupfen sich sonst und man soll ja etwas von ihnen sehen und schmecken. Den Backofen vorheizen. Den Hoiwawagga bei mindestens 180°C ungefähr 30 Minuten backen. Je nach Geschmack zuckern, in zehn mal zehn Zentimeter große Fleckerl schneiden. Das Beste sind die knusprigen Ränder, die Randderl!