Hilferuf – Des Handwerks Totengräber


Es wird Zeit dass alle umdenken…! Bäcker, Metzger, Wirte, Brauereien und Landwirte sind Teil unserer Kultur. Wir wollen dies doch nicht verlieren. Bitte Teilen!

8Haben Sie einen Lieblingsbäcker? Oder Lieblingsmetzger? Gut möglich, dass der bald dicht macht. Die Zahl der Betriebe könnte in den nächsten fünf Jahren von jetzt 12.000 auf 8000 sinken. Eine Ursache: Ein Preiskrieg – geführt von Discountern wie Aldi und Lidl. Die sind für viele Deutsche zu einer Art Ersatz-Bäckerei geworden. In Wirklichkeit werden hier nur noch fertig produzierte Tiefkühl-Teiglinge aufgebacken. Was sich bei den Bäckern abspielt, spielt sich genauso bei Ihrem Metzger ab. Handwerk gegen Moloch Fabrikware……

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Um sechs Uhr früh-Kesselfrisch-Ja, das gibt es noch


Baierl Bern KesselfrischEs sind schon fast Exoten. Man muss sie suchen. Oder aber wissen. Sie sind so selten, das man sie als wahre Rarität bezeichnen muss. Aber es gibt sie noch. Und wer einen kennt, kann vom grossen Glück sprechen. Die Rede ist von den Metzgern, die morgens um sechs Uhr ihre erste Ladung Weißwürste hergestellen und sie an die wahren Genießer ausgeben. Die meisten Feinschmecker haben vor ihrem Mahl erst einmal den Bäcker aufgesucht. Resche Brezn aus der Backstube Hintereingang. Schon dieser erste Geruch ist betörend. Und dann gehts ein paar Schritte weiter zum Metzger. Richtig. Hintereingang. Auf dem Brotzeittisch der Metzger steht schon der Senf bereit. Der Lehrbub schenkt das Weißbier ein und der Chef persönlich stellt die dampfenden Weißwürste auf dem Tisch ab. Da sind sie. Kesselfrisch. Unschuldig weiß und prall. Die Weißwurst aus dem Kessel. Frisch, frischer Kesselfrisch. Ein Erlebnis der Sonderklasse. Seit ewigen Zeiten wird das schon so gepflegt. Und heute wie früher ein Glücksgefühl. Leider gibt es diese Möglichkeiten des Verzehrs aus dem Kessel nur noch ganz, ganz selten. Außer, Sie besuchen ein Weißwurstseminar beim Metzger. Dort können Sie dieses einmalige, kulinarische Hochgefühl noch erleben.

 

Kesselfrisch auf den Tisch in Regen


Baierl Bern KesselfrischKesselfrische Weißwürste mit dem königlichen Weißwurstsenf, resche Brezn und perlendes, prickelndes Weißbier, gepaart mit den legendären „Hi und Do Musikanten“ sind die Zutaten für einen zünftigen Weißwurst-Frühschoppen beim Wurstglöckl in Regen. Weißwurstfreunde aus ganz Ostbayern treffen sich am 11.4.2015 ab 10 Uhr im musikantenfreundlichen Wirtshaus in der Kreisstadt und lassen ihrer Freude freien Lauf. Man trifft sich zum wiederholten Male und wird auf viele bekannte Gesichter treffen. Neue Gesichter werden erfahrungsgemäß auch wieder von der Partie sein. Gleich und gleich gesellt sich eben gern. Trachtiges ist gerne gesehen, ist aber kein Muss.

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Plakat 3

Der hat uns noch gefehlt


Exclusiv und nicht überall zu bekommen. Durchwegs sehr gute Kritiken und Lob von allen Seiten. Verschickt in viele Länder, ja sogar in das benachbarte Preußenland. Und diese Preußen sind genau so voller Lob wie die Bayern. Die Rede ist hier vom neuesten Begleiter der Königin im Weißwurst-Revier. Vor einigen Wochen hat man an so einen riesigen Erfolg dieser neuen Kreation nicht zu denken gewagt. Weiterlesen

70.000 Tonnen fehlen. Betrug am Verbraucher?


daumen hochDer Metzger des Vertrauens. Immer eine gute Wahl

In allen Produkten, die aus fein zerkleinertem Fleisch hergestellt werden, könnte es drin sein, sogenanntes Separatorenfleisch. Rund 70.000 Tonnen davon sind laut EU jährlich in Deutschland in Umlauf. Größtenteils ohne Kennzeichnung?

Bericht von ARD plusminus

http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/videos/minderwertige-fleischreste-wie-verbraucher-getaeuscht-werden-100.html

Oh du fröhliche…Es ist wieder so weit. Leider


P1050588Oh du fröhliche…..Es ist wieder soweit. Leider nicht für den einen oder anderen ehrlichen Handwerksbetrieb. Viele glückselige weihnachtsbenebelte Verbraucher kaufen wieder was das Zeug hält. Weihnachten ist eben nur einmal im Jahr….Schmuck, Parfüm, Elektronikartikel und Textilien wird natürlich im Internet bestellt und gekauft. Nachdem man sich natürlich beim ortsansässigen Kaufmann hat beraten lassen. Weiterlesen

Mittel zum Leben


Einsle Geschäft 09-2013 (30)Fleisch und Wurst sind hochwertige „Mittel zum Leben“. Diese werden in unvergleichbarer Qualität und Frische vom Fleischerhandwerk hergestellt, das zu den ältesten Gewerken überhaupt zählt. Die Metzgermeister vertrauen in ihre über Jahrhunderte gepflegte und ständig vertiefte Handwerkskunst. Dabei steht eine nachhaltige Produktion der Lebensmittel im Mittelpunkt. Die Rohstoffe regionaler Herkunft werden schonend und sorgsam eingesetzt. Durch die unmittelbare Nähe zu den Landwirten und den Kunden sind keine weiten Wege notwendig, was die Transparenz während des Produktionsprozesses erhöht und den Umweltschutz steigert.

Fleisch und Wurst gehören wie selbstverständlich zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung. Das Metzgerhandwerk lässt sich sowohl von traditionellen, regionalen Rezepturen als auch von zeitgemäßen Ernährungsbedürfnissen inspirieren und steht damit im Gegensatz zur industriellen Massenproduktion. Auf die Anforderungen des Marktes kann das handwerkliche Fachgeschäft aufgrund seiner Verankerung in der Gesellschaft schnell und flexibel reagieren.

Fleisch und Wurst vom „Original“ bedeutet aber vor allem Genuss. Mit meisterlicher Kunstfertigkeit und Sachverstand stellt der handwerkliche Metzger individuelle Produkte her. Regionale Spezialitäten werden im Fleischer-Fachgeschäft nicht einfach angeboten. Verkauf bedeutet im Metzgerhandwerk immer auch offene und persönliche Beratung sowie Vertrauen. Der Fleischermeister weiß um die ernährungspsychologische Qualität seiner Waren und kann deshalb auch fachliche Empfehlungen für die kulinarische Zubereitung geben. So sieht „Genuss vom Original“ aus.

Fleisch und Wurst vom handwerklichen Metzger stärken außerdem die regionale Wirtschaft. Durch Kooperationen und Netzwerke mit Landwirten, Zulieferern, Kunden und Kollegen wirkt das Fleischer-Fachgeschäft tief in die Gesellschaft und schafft Werte in der Region. Mit einer soliden Aus- und Weiterbildung wird sowohl den Mitarbeitern als auch dem Nachwuchs Perspektive gegeben. Mit modernen Betrieben übernehmen die Metzgereien vor Ort wirtschaftliche, soziale und ökologische Verantwortung.

Quelle: http://www.fleischerverbandbayern.de/metzgerqualitaet-149.html

Das falsche Signal


0LIM Georg Schlagbauer 2011„Wie hoch die Wertschätzung für das Lebensmittel Fleisch bei Discountern ist, zeigt sich in der Marktstrategie der Discounter“, so Georg Schlagbauer, Landesinnungsmeister des Fleischerverbandes Bayern. Er spricht dabei die unbefristeten Preissenkungen für Frischfleisch bei den Discountketten Aldi und Norma an.

Landesinnungsmeister Schlagbauer sieht in dieser Preisstrategie das „falsche Signal an die Märkte“. Der Wert des Lebensmittels Fleisch müsse wieder in den Vordergrund gerückt und das Vertrauen der Verbraucher wieder hergestellt werden. „Der Lebensmitteleinzelhandel hat durch die zahlreichen Skandale bereits viel kaputt gemacht und zeigt mit dieser Preissenkung, dass dieser Weg fortgesetzt werden soll.“ Leidtragende seien in erster Linie die Verbraucher sowie die Landwirte und Fleischer-Fachgeschäfte.

8 „Jetzt die Preise senken, bedeutet mehr Druck auf die Landwirte auszuüben, die durch höhere Energie- und Futtermittelkosten ohnehin schon am Limit arbeiten.“  Es sei schon mehr als zynisch, wenn Billigfleisch bei Aldi unter dem Namen „Bauernglück“ vermarktet oder mit Begriffen wie „handwerkliche Herstellung“ verbunden werde. Im Rahmen der aktuellen Tierwohldebatte bezeichnet er die Preissenkung als „reinen Hohn“.

Im Preiskampf des Lebensmitteleinzelhandels haben die Innungsmetzger allerdings fast alle Argumente auf ihrer Seite. Neben hoher Produktqualität, Frische, kompetenter Beratung und Transparenz kommen Werte wie Regionalität und Nachhaltigkeit dazu. „Bei uns sind diese Werte nicht nur Marketingstrategie – die Meister im Fleischerhandwerk leben diese auch.“

Der Einkauf beim Metzger des Vertrauens ist in seinen Augen somit gelebter Verbraucher- und Umweltschutz.

Quelle: http://www.fleischerverbandbayern.de/pressemitteilungen.html

Landrat Michael Adam gibt Einblicke.


Adam MichaelFrage: Herr Landrat. Trotz Ihres extrem vollem Terminkalenders und Ihrer vielfältig abgesteckten Aufgaben, nehmen Sie am 6.10. in Bodenmais einen aussergewöhnlichen Termin wahr. Sie sitzen in der Jury zur Wahl der 1. Bayerischen Weißwurstkönigin wahr. Ist das eher ein Spaßtermin?

Landrat Adam: Spaßtermin? Bei Leibe nicht. Ich finde, diese Jurytätigkeit ehrt mich umsomehr, da ja die Wahl der 1.Bayerischen Weißwurstkönigin in Bodenmais stattfindet. Also in meinem Landkreis. Ausserdem ist es höchste Zeit, daß unser Freistaat endlich eine Repräsentantin für die Weißwurst bekommt. Die Weißwurst gehört zu ganz Bayern und nicht nur zu München. Und wenn diese dann auch noch bei uns das Erste Mal gekrönt wird, dann hat das schon etwas. Diese Jurytätigkeit ist also kein Spaßtermin, sondern eine ehrenvolle Aufgabe.

Frage: Essen Sie selber auch mal eine Weißwurst?

0P1030357Landrat Adam: Ganz klares JA. Mein Ehemann Tobias und ich waren ja schon einige Male bei den diversen Weißwurstfrühschoppen vom Weißwurst Blog dabei und haben es sehr genossen. Wenn man bedenkt, daß Weißwurstliebhaber aus ganz Bayern für diesen Frühschoppen anreisen, dann sieht man ja, welchen Stellenwert die Weißwurst und die Gemütlichkeit hat. Nicht zu vergessen die menschenverbindende Komponente. Völkerverständigung auf bayerische Art. Gute Musik, Leute kennenlernen und sich wohlfühlen. Was will man mehr. Und man kann den ganzen Trubel für einige Stunden vergessen. Ausser den mittlerweile kultigen Frühschoppen esse ich natürlich auch gerne eine, oder zwei Weißwürste. Und manchmal auch eine Leberkässemmel (lacht).

Frage. Wie essen Sie Ihre Weißwurst? Zuzeln Sie?

Landrat Adam. Na ja. Zuzeln im herkömmlichen Sinne geht ja wegen der Konsistenz heute nicht mehr so einfach. Ich esse die Weißwurst mit Messer und Gabel.

Frage: Sind Sie ein Verfechter der handwerklich hergestellten Weißwurst, oder darf es auch einmal eine aus dem Supermarkt sein?

Landrat Adam: Um Gottes Willen. Die Weißwurst holt man vom Metzger seines Vertrauens. Das sind wir uns wert. Und ausserdem ist Weißwurstessen nicht nur Essensaufnahme, sondern jedesmal etwas Besonderes. Ein Weißwurst vom Metzger meines Vertrauens, daran führt kein Weg vorbei.

Herr Landrat Adam. Vielen Dank für die Einblicke in ihr kulinarisches Innenleben und weiterhin viel Erfolg in Ihrer politischen Tätigkeit.

Wissenswertes: Schlegeln


Vor langer, langer Zeit……Das Saukalb wurde meist im Haus zum Eigenverbrauch geschlachtet. Ein Schlachtfest war das aber keinesfalls. Dafür hatte das Viecherl mit seinen windigen 40 oder 50 Pfund zu wenig zu bieten und praktisch nichts auf den Rippen. Das kaum vorhandene und geschmacksarme Fleisch wurde klein gewiegt, mit einem Holzhammer breiig geschlagen (geschlegelt) und anschließend mit Salz und Wasser auf einer großen Holzplatte verrührt, bis es eine feine Krem bildete. Diese Schlegel-Methode der Brätzubereitung ist übrigens nachweislich eine süddeutsche bzw. bayerische Erfindung, und auf ihr basiert das Grundrezept der Weißwurst-Zubereitung. Nach dem Mischen mit Muskelkraft enstand ein weißer Brei, der etwas länger haltbar war als ein ungeschlegeltes Brät, dennoch aber möglichst schnell verarbeitet werden mußte, wenn keine entsprechende Kühlung zur Verfügung stand. Kühlung bedeutete damals nichts anderes als kaltes Wasser und ein offenes Fenster am Schlachthaus.

Auszug mit freundlicher Genehmigung aus: „Mythos Weißwurst“ von Peter M. Lill und Ludwig Margraf: ISBN 3-928432-23-0

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