Stück statt Paar – Weißwurst richtig bestellen


Stück statt Paar – Weißwurst richtig bestellen
Unumstößliche Regel hat bis heute Bestand

Die Weißwürste werden, ob beim Metzger oder im Wirtshaus, immer stückweise bestellt. In früheren Zeiten wurden die Würste frisch heiß gemacht und immer einzeln in den dampfenden Topf gelegt. Die Bedienungen bestellten mit einem Ruf in Richtung Küche die Würste immer nur stück- und nie paarweise. Denn bei der Herstellung konnte der Wirt die Würste Stück für Stück fertigen und diese dabei leicht zählen. Bei einem paarweisen Abfüllen wäre der Patron oder der Geselle sicherlich beim Zählen des öfteren unfreiwillig ins Schleudern geraten, was so manchen „Bluadssakra“-und Kruzitürken-Fluch und weit Schlimmeres zur Folge gehabt hätte.

Die stückweise Bestellung der Weißwürscht hat bekanntermassen als unumstößliche Regel bis zum heutigen Tag nichts von seiner Gültigkeit eingebüßt.

Aus“Weißwurst Mythos“ von Peter M. Lill/Ludwig Margraf

ISBN 3-928432-23-0 Knürr Verlag

Advertisements

Zwieseler als Gäste beim Stammtisch des BR im „Altenauer Dorfwirt“ dabei


Zwiesel: „Wir in Bayern“-Stammtisch

0 Wasmeier 24Bayernweiten Bekanntheitsgrad hat der Altenauer Dorfwirt durch eine einzigartige Aktion erreicht. Nachdem das Dorf Altenau (600 Einwohner) viele Jahre ohne Dorfwirtshaus war, packten eine Handvoll Altenauer an. Ihr Ziel:  die alte „Post“ wieder flottmachen und mit neuem Leben füllen. Das Motto: „Ein Dorf wird Wirt!“ „Wir in Bayern“, das Nachmittagsmagazin des Bayerischen Fernsehens, hat die Wirtshausretter von Anfang an begleitet. Und die Fernsehleute freuen sich genau so wie die Altenauer, dass im August 2014 Eröffnung gefeiert werden konnte – in einem traditionsreichen und doch zeitgemäßen Wirtshaus. Im neuen „Altenauer Dorfwirt“. Und in diesem besagten Wirtshaus begrüßt der BR Anfang Dezember mit dem Moderatoren-Duo Sabine Sauer und Michael Sporer mit Studiohund Henry u.a. auch die Zwieseler Ideengeber Roswitha Nötzel (Rosl) und Albert Fritz (Bertl). Groß war die Freude, als dieser Tage die Einladung des BR in Zwiesel auf dem Tisch landete. Bei diesem „Wir in Bayern“-Stammtisch mit 14 Gästen aus ganz Bayern wird die tägliche Nachmittags-Sendung des BR durchleuchtet und von die Zuschauer-Meinung eingeholt. Was gefällt  an der Sendung? Was können der BR noch besser machen? Und: Was wünschen sich die Zuseher für die Zukunft von „Wir in Bayern“? Mit Sicherheit werden das zwei ereignisreiche Tage für Zwieseler Gäste.

Hier ein Beitrag vom ersten Stammtisch BR beim Altenauer Dorfwirt

Eine Idee verändert Bayern für alle Zeit


Der Geburtsort der Weißwurst

Der Geburtsort der Weißwurst

Es gibt Geschichten, die sind so gut, dass man sie erfinden müßte, wenn es sie nicht schon gäbe. So auch die Geschichte um den Bierwirt Moser Sepp, der am Faschingssonntag, dem 22.Februar anno 1857 im Gasthof „Zum ewigen Licht“ am Marienplatz in München per Zufall die Weißwurst erfunden hat. So auch nachfolgende Ereignisse. Das Gasthaus vis-a-vis vom Rathaus zählte in der damaligen Zeit zu den bekanntesten Wirtschaften in München. Seinen doch etwas eigenwilligen Namen hatte es aufgrund einer besonderen Beschaffenheit erhalten. Die Wirtsräume unter den Bögen der damaligen Fassade lagen weit hinten im Dunkeln und waren so finster, dass dort Tag und Nacht das Licht brennen musste, damit man wenigstens halbwegs etwas sehen konnte. Und so wurde die Weißwurst geboren:

Zerkleinert wurde mit dem Wiegemesser und dem Schlegel

Zerkleinert wurde mit dem Wiegemesser und dem Schlegel

Der Moser Sepp war schon früh am Morgen in seine Wirtschaft gekommen, hatte in der Küche den Ofen angeheizt und Wasser aufgesetzt. Dann machte er sich daran, die bekannten und allseits beliebten Kalbsbratwürstl zu fabrizieren. Am Faschingssonntag lief das Geschäft immer besonders gut. Die Gäste hatten sich auf Faschingsbällen amüsiert. Nach durchzechter Nacht brachten die dann einen besonders grossen Durst mit und sie gierten geradezu danach, auch etwas Handfestes zum Essen zu bekommen. Also legte sich der Wirt mächtig ins Zeug, ließ munter den Schlegel fliegen, zerkleinerte damit das Fleisch und rührte anschließend kräftig das Brät an. Weiterlesen