1- Mythos & Legende


Zeit, Ruhe und Muse sind der Schlüssel zum absoluten Genuss

Zeit, Ruhe und Muse sind der Schlüssel zum absoluten Genuss

Um das bayerische Schmankerl Weißwurst ranken sich zahlreiche Legenden, Anekdoten und Geschichten. Sie sorgten für den einzigartigen Mythos, den diese weltbekannte Delikatesse umrankt. Die Weißwurst genießt schon lange Kultstatus. Und gehört zu Bayern  wie etwa  München, der Bayerische Wald, das Oktoberfest, Neuschwanstein, der Wolpertinger oder König Ludwig.

Die Weißwurst machte Karriere. Im Laufe der Zeitentwickelte sie sich vom Aschenputtel zur Primadonna. Der Müchner Poet Herbert Schneider titulierte sie in einer Hymne die „Königin im Wurstrevier“. Treffender kann man sie wohl nicht beschreiben. Aus der Weißwurst entwickelte sich sogar eine eigene Kultur.

Dieser Weißwurst Ratgeber ist gedacht als Hommage an die Weißwurst. Er ergründet den Mythos dieser kulinarischen Spezialität und berichtet in vielen Gschichtn und Gschichterl über die Evolution der Königin im Wurstrevier bis in die heutige Zeit. Die Weiße bleibt das bayerische Aushängeschild auf der ganzen Welt.

(Aus „Mythos Weißwurst“ von Peter M. Lill/Ludwig Margraf ISBN 3-928432-23-0)

Die Weißwurst Philosophie

Weißwurst essen ist nicht einfach Nahrungsaufnahme im herkömmlichen Sinne. Weißwurst essen heißt, sich Zeit nehmen, in sich gehen und sich freuen auf den Genuss. Eine Weißwurst isst man nicht einfach. Man zelebriert dieses hochkulinarische Mahl. Und zu diesem Mahl gehört auch, das die Weißwurst handgemacht vom Metzger stammt und nicht irgendwie aus einer anonymen, riesigen Wurstfabrik, womöglich noch aus dem hohen Norden. Der Genießer legt wert auf höchste Qualität, unter dem Motto: “ Mir tu ich Gutes.“ Ein schön gedeckter Tisch läßt die Erwartung auf das nun folgende Schmankerl noch steigen. Die Bedienung stellt die dampfende Terrine auf den Tisch. Mit Bedacht wird dann eine Weiße auf den Teller gelegt. Das erste Stück der Weißwurst wird an die Nase geführt und der Duft mit geschlossenen Augen eingesogen. Die Weißwurst riecht nämlich nicht. Sie duftet. Bier, Brezn und Senf runden den puren Genuss ideal ab und lassen dieses Essen zu einem Erlebnis werden. Nach diesem Hochgenuss kann man sich nun zufrieden zurücklehnen und sich sicher sein, wieder einmal exzellent gespeist zu haben. Prost, Moser Sepp.

Es wird wohl jetzt jeder verstehen, dass es unmöglich ist, die modernen Erfindungen wie „Weißwurstburger“ oder „Bavarian Dog“, welche hastig im Vorbeigehen in sich gestopft werden, mit einem richtigen Weißwurstessen zu vergleichen.

Kein Genuß ist vorübergehend; denn der Eindruck, den er zurückläßt, ist bleibend.

Johann Wolfgang von Goethe

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3 Kommentare zu “1- Mythos & Legende

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